Zivilschutz für Frankfurt - Bedarfs- und Entwicklungsplan aufstellen
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Erstellung eines Bedarfs- und Entwicklungsplans für den Zivilschutz in Frankfurt, um auf die steigenden sicherheitspolitischen Herausforderungen zu reagieren. Ziel ist es, lokale Strukturen zu schaffen, die eine effektive Zivilschutzvorsorge gewährleisten. Dies soll durch die Prüfung bestehender Maßnahmen und die Einbindung relevanter Akteure geschehen.
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Thema Sicherheit verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, ein Konzept zur kommunalen Zivilschutzvorsorge für Frankfurt (Bedarfs- und Entwicklungsplan Zivilschutz) zu erarbeiten. Dieses soll insbesondere folgende Aspekte prüfen und darstellen:
- Welche Maßnahmen des Zivilschutzes in Frankfurt bereits bestehen, in Planung sind oder im Rahmen der Bedarfs- und Entwicklungsplanung Feuerwehr berücksichtigt wurden.
- Welche strukturellen, organisatorischen und infrastrukturellen Ergänzungen erforderlich sind, um Frankfurt auf neue sicherheitspolitische Lagen vorzubereiten (z. B. Notfallunterkünfte, autarke Logistik, Schutzraumkonzepte, Alarmierungswege, Krisenkommunikation, Bevorratung).
- Welche Kooperationsmöglichkeiten mit dem Bund, dem Land Hessen, dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, den Hilfsorganisationen, den Nachbarkommunen und der Bundeswehr bestehen.
- Inwieweit in Anlehnung an Best-Practice-Beispiele anderer Städte die Errichtung eines oder mehrerer Katastrophen- und Zivilschutzzentren als Pilotmaßnahme für Frankfurt geeignet wäre.
- Welche finanziellen Ressourcen für einen effektiven Zivilschutz vor Ort zur Verfügung gestellt werden müssen und welche Finanzierungsmodelle dafür in Betracht kommen, insbesondere unter Einbeziehung von Bundes- und Landesfördermitteln im Bereich Bevölkerungsschutz und zivile Verteidigung.
Begründung
Die sicherheitspolitischen Herausforderungen nehmen zu. In seiner Stellungnahme (B 293/2022) verweist der Magistrat auf die Zuständigkeit des Bundes und sieht für die Stadt offenbar keinen eigenen Handlungsbedarf im Bereich Zivilschutz. Das ist angesichts der aktuellen Bedrohungslage nicht ausreichend. Zivilschutz funktioniert nur, wenn er lokal vorbereitet, organisiert und getragen wird. Ohne klare kommunale Strukturen bleibt Schutz im Ernstfall Theorie. Frankfurt braucht einen Überblick über vorhandene Ressourcen, Versorgungskapazitäten, Koordinationsstellen und Notfallinfrastruktur. Andere Städte gehen diesen Weg bereits. Auch Frankfurt muss seiner Verantwortung gerecht werden: durch einen eigenen Vorsorgeplan, die Prüfung von Standorten für Zivilschutzzentren und die Einbindung relevanter Akteure. Dabei sind auch Fördermittel von Bund und Land in den Blick zu nehmen. Zivilschutz darf nicht zwischen Zuständigkeiten verschwinden - schon gar nicht in einer Metropole wie Frankfurt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 18. Juli 2022BB 293Zivil- und Bevölkerungsschutz sicherstellenMagistratsbericht
- 13. August 2025Sie sind hierNRNR 1316Zivilschutz für Frankfurt - Bedarfs- und Entwicklungsplan aufstellenSTVV-Antrag · Gartenpartei
- 5. Dezember 2025Antwort des Magistrats · nach 177 WochenBB 449Zivilschutz für Frankfurt - Bedarfs- und Entwicklungsplan aufstellenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke und Volt gegen CDU, BFF-BIG und AfD (= Annahme) sowie FDP und ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Ablehnung) Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme) Gartenpartei (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, Volt und Gartenpartei gegen CDU, BFF-BIG, AfD und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme) sowie FDP, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Ablehnung)