Existenzgründung durch lokale Träger
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Thema Umwelt und Energie verfolgenBegründung
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Zur Sicherung und Stärkung der erfolgreichen lokalen Träger von Existenzgründungsmaßnahmen wird der Magistrat gebeten zu prüfen und zu berichten:
- Welche Kriterien werden von Jobcenter und Agentur für Arbeit bei der Vergabe von Maßnahmen zu Grunde gelegt?
- Wie werden diese Kriterien gewichtet?
- Welche Rolle spielen dabei die lokale Verortung und die Kenntnisse des lokalen und regionalen Arbeitsmarktes?
- Welche Rolle spielt der Zugang der Träger zu potentiellen Existenzgründer/-Innen mit Migrationshintergrund?
- Wie werden die Kriterien "tarifliche Bezahlung" und "Berufserfahrung" gewichtet?
- Wie ist die regionale Verteilung der Träger, die Zuschläge bekommen?
- Wie war die Entwicklung in den letzten Jahren?
- Gibt es Wettbewerbsnachteile wie höhere Mieten für lokale Träger?
- Wie wird die Qualität und Nachhaltigkeit der unterstützen Existenzgründungen geprüft und wie wird dies bei Folgeprojekten bewertet? Begründung: Die Stadt Frankfurt vergibt jährlich den Frankfurter GründerInnenpreis, der erfolgreiche Existenzgründungen prämiert und Mut für andere potentielle Gründerinnen und Gründer macht. Mit der Gründermesse "Aufschwung" hat Frankfurt eine regionale Leitmesse für Existenzgründer und junge Unternehmen in Hessen etabliert, die mit einem jährlichen Gründerempfang gekrönt wird, der die bestehenden Gründernetzwerke erweitert und festigt und wichtige Basis für umfassenden Erfahrungsaustausch darstellt. Darüber hinaus gibt es in Frankfurt am Main als Anlaufstelle für Starthilfen und Gründungsformalitäten weitere kompetente Existenzgründungs-Beratungseinrichtungen, wie die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, die Handwerkskammer Rhein-Main oder die Gründerinnenberatungen jumpp - Frauenbetriebe e.V. und Kompass - Zentrum für Existenzgründungen Frankfurt am Main gGmbH. Die Goethe-Universität und die Fachhochschule Frankfurt unterstützen Gründungsprojekte ihrer Studierenden und bieten zahlreiche Kooperationen an und Frankfurt hat das Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie (FIZ). Mit der Antwort auf die Frage 1648 vom 28.09.2010 hat sich der Wirtschaftsdezernent sehr deutlich zu den lokalen Akteurinnen und Akteure im Wettbewerb der Existenzgründungsunterstützung klar positioniert. "Die Stadt Frankfurt am Main wird den erfolgreich eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und die Mainmetropole zur Stadt der Gründerinnen und Gründer weiter ausbauen". Die Zahlen der Existenzgründungen sind seit Ende 2010 weiter gestiegen und die Platzierung zur Gründerstadt ist immer im oberen Ranking. Der weiter steigende Wunsch, gerade bei Frauen durch Selbständigkeit eine anderes, freieres, kreatives und selbstbestimmtes Arbeiten möglich zu machen (auch im Hinblick auf Vereinbarkeit Familie und Erwerbsarbeit/Work-Life-Balance), dies alles unter dem wichtigen Punkten der finanziellen und wirtschaftlichen Plausibilität des Vorhabens, benötigt eine professionelle Unterstützung. Hier gerade von lokalen Akteurinnen und Akteure mit Wirtschafts- und Branchenkenntnissen. Ein umfassendes und differenziertes Gründungskonzept ist Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg. Die Begleitung der professionellen Qualifizierungsangebote beginnt vorm Start und Aufbau der Existenzgründerinnen und Existenzgründern. Frankfurt ist hier mit seinen genannten Akteurinnen und Akteuren wie jumpp und Kompass sehr gut aufgestellt. Aufgrund des Konkurrenzdruckes mit anderen Träger/Beratungsinstitutionen, welche bspw. dank anderer Finanzierungsgrundlagen, geringeren Personalkosten, geringeren Mietkosten - da außerhalb Frankfurts gelegen -und weiteren Kostenpunkten von einer günstigeren Ausgangslage profitieren, haben lokale Träger/Beratungsinstitution hier in den vergangen zwei Jahren Ausschreibungen und Förderprojekte, hier beispielsweise im Bereich SGB 2, verloren.
Inhalt
Antrag vom 23.02.2015, NR 1143
Betreff: Existenzgründung durch lokale Träger Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Zur Sicherung und Stärkung der erfolgreichen lokalen Träger von Existenzgründungsmaßnahmen wird der Magistrat gebeten zu prüfen und zu berichten:
- Welche Kriterien werden von Jobcenter und Agentur für Arbeit bei der Vergabe von Maßnahmen zu Grunde gelegt?
- Wie werden diese Kriterien gewichtet?
- Welche Rolle spielen dabei die lokale Verortung und die Kenntnisse des lokalen und regionalen Arbeitsmarktes?
- Welche Rolle spielt der Zugang der Träger zu potentiellen Existenzgründer/-Innen mit Migrationshintergrund?
- Wie werden die Kriterien "tarifliche Bezahlung" und "Berufserfahrung" gewichtet?
- Wie ist die regionale Verteilung der Träger, die Zuschläge bekommen?
- Wie war die Entwicklung in den letzten Jahren?
- Gibt es Wettbewerbsnachteile wie höhere Mieten für lokale Träger?
- Wie wird die Qualität und Nachhaltigkeit der unterstützen Existenzgründungen geprüft und wie wird dies bei Folgeprojekten bewertet? Begründung: Die Stadt Frankfurt vergibt jährlich den Frankfurter GründerInnenpreis, der erfolgreiche Existenzgründungen prämiert und Mut für andere potentielle Gründerinnen und Gründer macht. Mit der Gründermesse "Aufschwung" hat Frankfurt eine regionale Leitmesse für Existenzgründer und junge Unternehmen in Hessen etabliert, die mit einem jährlichen Gründerempfang gekrönt wird, der die bestehenden Gründernetzwerke erweitert und festigt und wichtige Basis für umfassenden Erfahrungsaustausch darstellt. Darüber hinaus gibt es in Frankfurt am Main als Anlaufstelle für Starthilfen und Gründungsformalitäten weitere kompetente Existenzgründungs-Beratungseinrichtungen, wie die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, die Handwerkskammer Rhein-Main oder die Gründerinnenberatungen jumpp - Frauenbetriebe e.V. und Kompass - Zentrum für Existenzgründungen Frankfurt am Main gGmbH. Die Goethe-Universität und die Fachhochschule Frankfurt unterstützen Gründungsprojekte ihrer Studierenden und bieten zahlreiche Kooperationen an und Frankfurt hat das Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie (FIZ). Mit der Antwort auf die Frage 1648 vom 28.09.2010 hat sich der Wirtschaftsdezernent sehr deutlich zu den lokalen Akteurinnen und Akteure im Wettbewerb der Existenzgründungsunterstützung klar positioniert. "Die Stadt Frankfurt am Main wird den erfolgreich eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und die Mainmetropole zur Stadt der Gründerinnen und Gründer weiter ausbauen". Die Zahlen der Existenzgründungen sind seit Ende 2010 weiter gestiegen und die Platzierung zur Gründerstadt ist immer im oberen Ranking. Der weiter steigende Wunsch, gerade bei Frauen durch Selbständigkeit eine anderes, freieres, kreatives und selbstbestimmtes Arbeiten möglich zu machen (auch im Hinblick auf Vereinbarkeit Familie und Erwerbsarbeit/Work-Life-Balance), dies alles unter dem wichtigen Punkten der finanziellen und wirtschaftlichen Plausibilität des Vorhabens, benötigt eine professionelle Unterstützung. Hier gerade von lokalen Akteurinnen und Akteure mit Wirtschafts- und Branchenkenntnissen. Ein umfassendes und differenziertes Gründungskonzept ist Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg. Die Begleitung der professionellen Qualifizierungsangebote beginnt vorm Start und Aufbau der Existenzgründerinnen und Existenzgründern. Frankfurt ist hier mit seinen genannten Akteurinnen und Akteuren wie jumpp und Kompass sehr gut aufgestellt. Aufgrund des Konkurrenzdruckes mit anderen Träger/Beratungsinstitutionen, welche bspw. dank anderer Finanzierungsgrundlagen, geringeren Personalkosten, geringeren Mietkosten - da außerhalb Frankfurts gelegen -und weiteren Kostenpunkten von einer günstigeren Ausgangslage profitieren, haben lokale Träger/Beratungsinstitution hier in den vergangen zwei Jahren Ausschreibungen und Förderprojekte, hier beispielsweise im Bereich SGB 2, verloren.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 23. Februar 2015Sie sind hierNRNR 1143Existenzgründung durch lokale TrägerSTVV-Antrag · CDU, GRÜNE
- 19. Juni 2015BB 243Existenzgründung durch lokale TrägerMagistratsbericht
- 11. Dezember 2015BB 441Existenzgründung durch lokale TrägerMagistratsbericht
- 29. April 2016BB 123Existenzgründung durch lokale TrägerMagistratsbericht
- 9. September 2016Antwort des Magistrats · nach 81 WochenBB 248Existenzgründung durch lokale TrägerMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und FREIE WÄHLER Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP, RÖMER, Piraten, ÖkoLinX-ARL und REP (= Annahme) NPD (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER und RÖMER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, RÖMER, Piraten und REP gegen NPD (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (= Annahme)