Terrorabwehr: Finanzierung der Fastnachtszüge umstellen
Zusammenfassung
In diesem Antrag wird die Änderung der Richtlinien zur Finanzierung von Sicherheitsauflagen bei Fastnachtszügen vorgeschlagen. Dies soll den ehrenamtlichen Vereinen erleichtern, die für neue Sicherheitsmaßnahmen erforderlichen Kosten zu decken, um das Brauchtum zu sichern. Die Anpassungen der Finanzmittel sollen ab 2026 verfügbar sein.
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E-Mail-Abo einrichtenAntrag
1. die "Richtlinie zur Unterstützung von Veranstaltungen im öffentlichen Raum bei der Finanzierung von Sicherheitsauflagen" zu ändern und damit dem Großen Rat der Frankfurter Karnevalsvereine e. V., der Zuggemeinschaft Klaa Paris e. V. und vergleichbaren Veranstaltern von größeren Brauchtumsfesten die Möglichkeit zu geben, den Auftrag und damit die anfallenden Kosten für Sicherheitsvorkehrungen, die über das normale Maß der Auflagen zur Gewährleistung der Sicherheit hinausgehen (Terrorsperren, zusätzliches Sicherheitspersonal usw.), direkt auf dem Weg der Kostenübernahmeerklärung an die Stadt weiterzugeben. Ziel ist, dass die veranstaltenden Vereine dafür nicht wie bisher in Vorlage treten müssen. 2. die erforderlichen Finanzmittel ab dem Haushaltsjahr 2026 den geänderten außerordentlichen Sicherheitskosten für die Brauchtumspflege anzupassen; 3. das Land Hessen zu bitten, sich beim Bund für eine dauerhafte Übernahme der Kosten allgemeiner Sicherheitsmaßnahmen einzusetzen, die über die direkte Gefahrenabwehr hinausgehen. Gleichzeitig soll das Land weiterhin zur Sicherung des Brauchtums beitragen.
Begründung
Durch die schrecklichen Terrortaten von Magdeburg und Aschaffenburg gibt es neue Sicherheitskonzepte. Die Zahl der Straßensperren muss aktuell für die beiden großen Fastnachtszüge in Frankfurt deutlich erhöht werden. Für jede Sperre ist zudem Personal erforderlich. Für die veranstaltenden Vereine bedeutet das, mit so erheblichen Summen in die Vorfinanzierung gehen zu müssen, dass die Brauchtumsfeste möglicherweise nicht mehr stattfinden können. Es ist den Ehrenamtlichen nicht zuzumuten, mit sechsstelligen Beträgen für ein halbes Jahr oder länger in Vorleistung gehen zu müssen, bis die Rechnungsbeträge vom Magistrat erstattet werden. Dieses Verfahren muss jetzt dringend geändert werden. Zudem sollte der Bund generell die Kosten für Terrorabwehr übernehmen. Die Abwehr von Risiken aus der Veranstaltung selbst (alkoholisierte Personen, Kindersicherungen bei den Zugwagen etc.) ist Aufgabe der Vereine, aber die Gewährleistung der allgemeinen Sicherheit - und dazu zählt die Kriminalitäts- und Terrorabwehr - ist eine staatliche Aufgabe und überfordert letztlich die kommunalen Kassen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 12. Februar 2025Sie sind hierNRNR 1132Terrorabwehr: Finanzierung der Fastnachtszüge umstellenSTVV-Antrag · CDU
- 13. Februar 2026Antwort des Magistrats · nach 52 WochenBB 55Terrorabwehr: Finanzierung der Fastnachtszüge umstellenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf5 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD und FDP gegen CDU und ÖkoLinX-ELF (= Annahme) sowie Linke und FRAKTION (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme) Volt und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, Linke und Volt gegen CDU, AfD und BFF-BIG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme) FRAKTION (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, FDP und Volt gegen CDU, BFF-BIG, AfD, ÖkoLinX-ELF und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme) sowie FRAKTION (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, FDP, BFF-BIG, AfD, Volt und ÖkoLinX-ELF
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, BFF-BIG, AfD, Volt und ÖkoLinX-ELF