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Den Messestandort Frankfurt stärken

Vorlagentyp: NRFDP
20 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren1 Sitzung

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Thema Verkehr und Straße verfolgen

Antrag

  1. Der Magistrat wird aufgefordert, Ideen zu einer Verlagerung oder Verkleinerung des jetzigen Messegeländes nicht aufzugreifen und stattdessen das Messegelände weiterzuentwickeln.
  2. Weiter wird der Magistrat aufgefordert, auf die Messe GmbH zuzugehen und gemeinsam zu überlegen, mit welchen Maßnahmen und Konzepten der Messestandort Frankfurt gestärkt werden kann. Hierzu sollen in einem Gespräch unter anderem folgende Punkte geklärt werden: a. Welche Maßnahmen wird der Magistrat ergreifen, um den Messestandort Frankfurt nach dem Verlust der IAA zu stärken? b. Gibt es Messen, die den Verlust der IAA ausgleichen können, die man nach Frankfurt holen könnte? Welches Konzept liegt bereits vor? c. Welche finanziellen Auswirkungen hat der Verlust der IAA für die Messe Frankfurt? d. Mit welchen Einbußen hat das Gastro- und Hotelgewerbe zu rechnen? e. Welche Kooperationsmöglichkeiten können gemeinsam mit dem Hotelgewerbe in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet vereinbart werden, um die Übernachtungszahlen an Messetagen zu erhöhen?
  3. Der Magistrat wird aufgefordert, ein stadtweites Verkehrskonzept zu erarbeiten, das technologieoffen, verkehrsträgerneutral und bedarfsgerecht ist und neue, innovative Mobilitätsformen abbildet. Insbesondere Smart City und Smart Mobility müssen sich in einem zukunftsorientierten Frankfurter Verkehrskonzept wiederfinden. Ideen aus dem Konzept der IAA-Bewerbung können hier beispielsweise umgesetzt werden.
  4. Gleichzeitig wird der Magistrat beauftragt ein separates Messe-Verkehrskonzept zu erarbeiten, das zum Ziel hat, eine deutliche Entlastung des städtischen Verkehrs zu Messezeiten zu erreichen. Dies soll unter anderem durch folgende Punkte erzielt werden: a. Durch ein smartes Verkehrsleit- und Parksystem. b. Erhöhungen der Taktung und Kapazitäten im ÖPNV. c. Extra Busverbindungen aus dem Umland direkt zum Messegelände.
  5. Darüber hinaus wird der Magistrat aufgefordert, gemeinsam mit der Messe GmbH ein Konzept zur Stärkung des Messestandorts Frankfurt zu entwickeln. Hierbei soll der Fokus unter anderem auf der Gewinnung weiterer Messen liegen.
  6. Ferner wird der Magistrat aufgefordert, Start-ups mit innovativen Geschäftsmodellen in das Messekonzept zu integrieren, damit eine Zusammenarbeit von Frankfurt Forward und der Messe Frankfurt gefördert werden kann.

Begründung

Damit Frankfurt seine Vorreiterstellung als anerkannter Messestandort nicht weiter auszehrt, muss der Magistrat sicherstellen, dass zukünftig keine weiteren Messen den Standort aufgrund politischen Fehlverhaltens aufgeben. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Stadt Frankfurt auf Messebetreiber zugeht und gemeinsam klärt, welche Maßnahmen die Stadt ergreifen muss, um den Messestandort Frankfurt zu stärken und zu eruieren, welche Messen als Ausgleich für die IAA möglich sind und wie man diese für Frankfurt begeistern könnte. Auch gilt es festzuhalten, welche Einbußen gerade das Gastro- und Hotelgewerbe durch den Weggang der IAA in Frankfurt erleiden muss. Den Weggang der IAA muss der Magistrat der Stadt Frankfurt als Alarmsignal verstehen und sich zum Ziel setzten, endlich ein stadtweites Verkehrskonzept zu erarbeiten, das technologieoffen, verkehrsträgerneutral und bedarfsgerecht ist und neue, innovative Mobilitätsformen abbildet. Insbesondere Konzepte für Smart City und Smart Mobility müssen sich in einem zukunftsorientierten Frankfurter Verkehrskonzept wiederfinden. Gleichzeitig muss ein separates Messe-Verkehrskonzept erarbeitet werden, das zum Ziel hat, eine deutliche Entlastung des städtischen Verkehrs zu Messezeiten zu erreichen. Denn gerade zu Messezeiten erhöht sich das Verkehrsaufkommen enorm und belastet die Anwohnerinnen und Anwohner rund um das Messegelände. Ein smartes Verkehrsleit- und Parksystem, die Erhöhung der Taktung und Kapazitäten im ÖPNV sowie extra Busverbindungen aus dem Umland direkt zur Messe können das Verkehrsaufkommen zu Messezeiten erheblich mindern und damit die Anwohnerinnen und Anwohner deutlich entlassen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Stadt Frankfurt gemeinsam mit der Messe GmbH ein Konzept zur Stärkung des Messestandorts Frankfurt entwickelt. Hierbei soll der Fokus unter anderem auf die Gewinnung weiterer Messen - insbesondere zu Themen der in Frankfurt ansässigen Wirtschaft - nach Frankfurt gelegt werden. Die Start-Up-Szene im Bereich Mobilität sollte in das Messekonzept integriert werden, damit eine Zusammenarbeit von Frankfurt und Messe stärker gefördert werden kann.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 4. Februar 2020Sie sind hier
    NRNR 1096Den Messestandort Frankfurt stärken
    STVV-Antrag · FDP
  2. 26. Juni 2020Antwort des Magistrats · nach 20 WochenBB 288Den Messestandort Frankfurt stärkenMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 42 · 26.03.2020
TO II, TOP 13
Beraten
1. Die Vorlage NR 1096 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. 2. Die Vorlage NR 1105 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFRAKTIONFrankfurter
Ablehnung:
AfDFDPBFF
Sonstige:
ÖkoLinX-ARL (NR 1096 und NR 1105 = Ablehnung)
zu 2)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFRAKTIONFrankfurter
Ablehnung:
FDPBFF
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FRAKTION und FRANKFURTER gegen AfD und FDP (= Annahme) sowie BFF (= Annahme im Rahmen NR 1105) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FRAKTION und FRANKFURTER gegen FDP (= Prüfung und Berichterstattung) und BFF (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (NR 1096 und NR 1105 = Ablehnung)

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