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„Respekt! Kein Platz für Rassismus“

Vorlagentyp: NRFRAKTION
5 SitzungenAngenommen
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Begründung

Rassismus" Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main bekennt sich zur konsequenten Ablehnung von Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz in Frankfurt am Main.
  2. Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main unterstützt das öffentliche Bekenntnis "Respekt! Kein Platz für Rassismus" in Form eines aufgehängten Schildes an der Pforte des Dienstgebäudes Römerberg 23.
  3. Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main ermuntert den Magistrat, wenn nötig auch in gerichtlichen Auseinandersetzungen für die in Frankfurt am Main gelebten pluralistischen Grundwerte einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft einzustehen. Begründung: Seit mehreren Jahren ziert ein Schild mit dem Slogan "Respekt! Kein Platz für Rassismus" der gleichnamigen Frankfurter Initiative, die sich seit über zehn Jahren gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz einsetzt. Dieses Schild sieht sich nun durch eine Kölner Anwaltskanzlei mit einem Schreiben konfrontiert, das im Namen der Fraktion der sogenannten "Alternative für Deutschland" die Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung fordert, die das Abhängen des oben beschriebenen Schildes zur Folge hätte. Darüber hinaus fordert die sogenannte "Alternative für Deutschland"-Fraktion die Übernahme der von ihr verursachten Anwaltskosten durch die Stadt Frankfurt am Main. Die Stadt Frankfurt am Main muss in jedem Fall am Schild an der Pforte am Römerberg festhalten, da es das pluralistische Weltbild unterstreicht, für das nicht nur die Stadtverordnetenversammlung eintritt, sondern auch die Stadt Frankfurt am Main mit ihren Bediensteten sowie alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Vor diesem Hintergrund scheint das derzeit am Dienstgebäude Römerberg 23 angebrachte Schild gar unterdimensioniert. Die Vergrößerung des Schildes samt Installation einer Beleuchtungsanlage (klimaneutrale Ökostrom) zur Verbesserung der Sichtbarkeit auch zu dunkleren Tages- und Jahreszeiten scheint angesichts der Angriffe der sogenannten "Alternative für Deutschland" geboten. Die Illumination des Schildes würde das Bekenntnis der Stadt Frankfurt am Main zu einer pluralistisch-demokratischen Gesellschaft bei Veranstaltungen auf dem Römer, wie beispielsweise dem bei Demokrat*innen sehr beliebten Frankfurter Weihnachtsmarkt, auch zu später Stunde noch publikumswirksam nach außen tragen.

Inhalt

Antrag gem. § 17 (3) GOS vom 05.12.2019, NR 1049

Betreff: "Respekt! Kein Platz für Rassismus" Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main bekennt sich zur konsequenten Ablehnung von Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz in Frankfurt am Main.
  2. Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main unterstützt das öffentliche Bekenntnis "Respekt! Kein Platz für Rassismus" in Form eines aufgehängten Schildes an der Pforte des Dienstgebäudes Römerberg 23.
  3. Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main ermuntert den Magistrat, wenn nötig auch in gerichtlichen Auseinandersetzungen für die in Frankfurt am Main gelebten pluralistischen Grundwerte einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft einzustehen. Begründung: Seit mehreren Jahren ziert ein Schild mit dem Slogan "Respekt! Kein Platz für Rassismus" der gleichnamigen Frankfurter Initiative, die sich seit über zehn Jahren gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz einsetzt. Dieses Schild sieht sich nun durch eine Kölner Anwaltskanzlei mit einem Schreiben konfrontiert, das im Namen der Fraktion der sogenannten "Alternative für Deutschland" die Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung fordert, die das Abhängen des oben beschriebenen Schildes zur Folge hätte. Darüber hinaus fordert die sogenannte "Alternative für Deutschland"-Fraktion die Übernahme der von ihr verursachten Anwaltskosten durch die Stadt Frankfurt am Main. Die Stadt Frankfurt am Main muss in jedem Fall am Schild an der Pforte am Römerberg festhalten, da es das pluralistische Weltbild unterstreicht, für das nicht nur die Stadtverordnetenversammlung eintritt, sondern auch die Stadt Frankfurt am Main mit ihren Bediensteten sowie alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Vor diesem Hintergrund scheint das derzeit am Dienstgebäude Römerberg 23 angebrachte Schild gar unterdimensioniert. Die Vergrößerung des Schildes samt Installation einer Beleuchtungsanlage (klimaneutrale Ökostrom) zur Verbesserung der Sichtbarkeit auch zu dunkleren Tages- und Jahreszeiten scheint angesichts der Angriffe der sogenannten "Alternative für Deutschland" geboten. Die Illumination des Schildes würde das Bekenntnis der Stadt Frankfurt am Main zu einer pluralistisch-demokratischen Gesellschaft bei Veranstaltungen auf dem Römer, wie beispielsweise dem bei Demokrat*innen sehr beliebten Frankfurter Weihnachtsmarkt, auch zu später Stunde noch publikumswirksam nach außen tragen.Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Bildung und Integration Haupt- und Finanzausschuss Ältestenausschuss Zuständige sonstige Gremien: KAV Versandpaket: 11.12.2019

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt

Der Weg dieser Vorlage

Am 5. Dezember 2019 brachte FRAKTION diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 5 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 30.01.2020 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf5 Beratungen
Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 36 · 10.12.2019
TO I, TOP 49
Beraten
nicht auf TO Die Entscheidung über die Vorlage NR 1049 wird auf den Ältestenausschuss delegiert.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurter
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER

Ältestenausschusses
Sitzung 38 · 12.12.2019
TO I, TOP 11
Beraten
nicht auf TO a) Es dient zur Kenntnis, dass die Vorlage NR 1049 nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit zur Aufnahme in die Tagesordnung gemäß § 17 Absatz 3 GOS gefunden hat. b) Die Vorlage NR 1049 wird nach der Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung an den Ausschuss für Bildung und Integration überwiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu a)
Zustimmung:
SPDGrüneAfDFDP
Ablehnung:
LinkeBFFFRAKTION
Enthaltung:
Frankfurter
Abstimmung im Original

Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.

Abstimmung: zu a) Ablehnung der Dringlichkeit durch CDU, SPD, GRÜNE, AfD und FDP gegen LINKE., BFF und FRAKTION (= Aufnahme auf Tagesordnung); FRANKFURTER (= Enthaltung)

KAV
Sitzung 39 · 13.01.2020
TO II, TOP 1
Angenommen
Der Vorlage NR 1049 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Ausschusses für Bildung und Integration
Sitzung 36 · 20.01.2020
TO I, TOP 14
Angenommen
Der Vorlage NR 1049 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFrankfurterFRAKTIONÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
AfDBFF
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und FRANKFURTER gegen AfD und BFF (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und ÖkoLinX-ARL (= Annahme)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 39 · 30.01.2020
TO II, TOP 14
Angenommen
Der Vorlage NR 1049 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFRAKTIONFrankfurterÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
AfDBFF
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FRAKTION, FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL gegen AfD und BFF (= Ablehnung)

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Ortsbeiratssitzung