„Respekt! Kein Platz für Rassismus“
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Römerberg — 13 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 23.10.2026.
- Leerstand gastronomisch nutzbarer städtischer Liegenschaften in Frankfurt am Main23.10.2026 · A (Anfrage Stadtverordnetenversammlung)
- Verbesserung der Barrierefreiheit und Verkehrssicherheit zwischen Eisernem Steg und Römerberg11.10.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Lärmschutz auf dem Römerberg – Schutz von Anwohnern und Gottesdienstbesuchern vor übermäßigen Veranstaltungsimmissionen15.09.2026 · OM (Anregung an Magistrat (Ortsbeirat))
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Rassismus" Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main bekennt sich zur konsequenten Ablehnung von Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz in Frankfurt am Main.
- Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main unterstützt das öffentliche Bekenntnis "Respekt! Kein Platz für Rassismus" in Form eines aufgehängten Schildes an der Pforte des Dienstgebäudes Römerberg 23.
- Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main ermuntert den Magistrat, wenn nötig auch in gerichtlichen Auseinandersetzungen für die in Frankfurt am Main gelebten pluralistischen Grundwerte einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft einzustehen. Begründung: Seit mehreren Jahren ziert ein Schild mit dem Slogan "Respekt! Kein Platz für Rassismus" der gleichnamigen Frankfurter Initiative, die sich seit über zehn Jahren gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz einsetzt. Dieses Schild sieht sich nun durch eine Kölner Anwaltskanzlei mit einem Schreiben konfrontiert, das im Namen der Fraktion der sogenannten "Alternative für Deutschland" die Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung fordert, die das Abhängen des oben beschriebenen Schildes zur Folge hätte. Darüber hinaus fordert die sogenannte "Alternative für Deutschland"-Fraktion die Übernahme der von ihr verursachten Anwaltskosten durch die Stadt Frankfurt am Main. Die Stadt Frankfurt am Main muss in jedem Fall am Schild an der Pforte am Römerberg festhalten, da es das pluralistische Weltbild unterstreicht, für das nicht nur die Stadtverordnetenversammlung eintritt, sondern auch die Stadt Frankfurt am Main mit ihren Bediensteten sowie alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Vor diesem Hintergrund scheint das derzeit am Dienstgebäude Römerberg 23 angebrachte Schild gar unterdimensioniert. Die Vergrößerung des Schildes samt Installation einer Beleuchtungsanlage (klimaneutrale Ökostrom) zur Verbesserung der Sichtbarkeit auch zu dunkleren Tages- und Jahreszeiten scheint angesichts der Angriffe der sogenannten "Alternative für Deutschland" geboten. Die Illumination des Schildes würde das Bekenntnis der Stadt Frankfurt am Main zu einer pluralistisch-demokratischen Gesellschaft bei Veranstaltungen auf dem Römer, wie beispielsweise dem bei Demokrat*innen sehr beliebten Frankfurter Weihnachtsmarkt, auch zu später Stunde noch publikumswirksam nach außen tragen.
Inhalt
Antrag gem. § 17 (3) GOS vom 05.12.2019, NR 1049
Betreff: "Respekt! Kein Platz für Rassismus" Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main bekennt sich zur konsequenten Ablehnung von Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz in Frankfurt am Main.
- Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main unterstützt das öffentliche Bekenntnis "Respekt! Kein Platz für Rassismus" in Form eines aufgehängten Schildes an der Pforte des Dienstgebäudes Römerberg 23.
- Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main ermuntert den Magistrat, wenn nötig auch in gerichtlichen Auseinandersetzungen für die in Frankfurt am Main gelebten pluralistischen Grundwerte einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft einzustehen. Begründung: Seit mehreren Jahren ziert ein Schild mit dem Slogan "Respekt! Kein Platz für Rassismus" der gleichnamigen Frankfurter Initiative, die sich seit über zehn Jahren gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz einsetzt. Dieses Schild sieht sich nun durch eine Kölner Anwaltskanzlei mit einem Schreiben konfrontiert, das im Namen der Fraktion der sogenannten "Alternative für Deutschland" die Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung fordert, die das Abhängen des oben beschriebenen Schildes zur Folge hätte. Darüber hinaus fordert die sogenannte "Alternative für Deutschland"-Fraktion die Übernahme der von ihr verursachten Anwaltskosten durch die Stadt Frankfurt am Main. Die Stadt Frankfurt am Main muss in jedem Fall am Schild an der Pforte am Römerberg festhalten, da es das pluralistische Weltbild unterstreicht, für das nicht nur die Stadtverordnetenversammlung eintritt, sondern auch die Stadt Frankfurt am Main mit ihren Bediensteten sowie alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Vor diesem Hintergrund scheint das derzeit am Dienstgebäude Römerberg 23 angebrachte Schild gar unterdimensioniert. Die Vergrößerung des Schildes samt Installation einer Beleuchtungsanlage (klimaneutrale Ökostrom) zur Verbesserung der Sichtbarkeit auch zu dunkleren Tages- und Jahreszeiten scheint angesichts der Angriffe der sogenannten "Alternative für Deutschland" geboten. Die Illumination des Schildes würde das Bekenntnis der Stadt Frankfurt am Main zu einer pluralistisch-demokratischen Gesellschaft bei Veranstaltungen auf dem Römer, wie beispielsweise dem bei Demokrat*innen sehr beliebten Frankfurter Weihnachtsmarkt, auch zu später Stunde noch publikumswirksam nach außen tragen.Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Bildung und Integration Haupt- und Finanzausschuss Ältestenausschuss Zuständige sonstige Gremien: KAV Versandpaket: 11.12.2019
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Der Weg dieser Vorlage
Am 5. Dezember 2019 brachte FRAKTION diesen Antrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 5 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 30.01.2020 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.
Beratungsverlauf5 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu a) Ablehnung der Dringlichkeit durch CDU, SPD, GRÜNE, AfD und FDP gegen LINKE., BFF und FRAKTION (= Aufnahme auf Tagesordnung); FRANKFURTER (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und FRANKFURTER gegen AfD und BFF (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und ÖkoLinX-ARL (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FRAKTION, FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL gegen AfD und BFF (= Ablehnung)