Solide Finanzplanung für die Volkshochschule sicherstellen
Zusammenfassung
Der Antrag zielt darauf ab, eine solide Finanzplanung für die Volkshochschule Frankfurt am Main sicherzustellen. Dies ist notwendig, um den finanziellen Risiken, die durch steigende Miet- und Personalkosten entstehen, entgegenzuwirken. Die Stadtverordnetenversammlung soll dem Magistrat die Verantwortung für die Prüfung und Berichterstattung über die finanziellen Auswirkungen übertragen.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Dem Magistratsvortrag M 130 vom 27.09.2024 "Feststellung des Jahresabschlusses des Eigenbetriebes Volkshochschule Frankfurt am Main für das Wirtschaftsjahr 2023" wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass der Magistrat binnen drei Monaten berichtet, wie sich die im Prüfbericht dargelegten finanziellen Risiken in 2024 entwickelt haben, welche Prognosen es für 2025 gibt und welche weiteren Finanzmittel zur Deckung der zu erwartenden Mehraufwendungen (insbesondere höhere Personalkosten infolge des "Herrenberg-Urteils" und steigende Mietkosten) für den Betrieb der VHS vorgesehen werden müssen.
Begründung
Es ist erfreulich, dass der städtische Eigenbetrieb Volkshochschule (VHS) nach den Corona bedingten Einbußen der letzten Jahre sein Kursangebot wieder sukzessive ausbauen konnte. Doch trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es in den kommenden Jahren erhebliche finanzielle Risiken, auf die auch der Prüfbericht zum Jahresabschluss 2023 verweist. Hierzu zählen steigende Miet- und Nebenkosten, aber auch zu erwartende zusätzliche Personalkosten. Das letztinstanzliche "Herrenberg-Urteil" des Bundessozialgerichtes stellt klar, dass auf Honorarbasis bezahlte Lehrkräfte oftmals den Status abhängig Beschäftigter haben, so sie weisungsgebunden und in Abläufe integriert sind. Bei Anwendung des Urteils kann es zu hohen Nachzahlungen von Sozialversicherungsbeiträgen kommen und Löhne müssen ggfls. angepasst werden. Am 18.09.2024 berichtete der Magistrat in seiner Antwort auf Frage 2598: "Mit Wegfall der Freiberuflichkeit und Entscheidung für eine abhängige Beschäftigung würden zukünftig zusätzliche Kosten für administrative Prozesse im Rahmen der Personalverwaltung sowie Mehraufwendungen für Personalkosten auf Grund von Einstellung der ehemaligen Honorarkräfte entstehen. Diese Kosten, und auch etwaige Sozialversicherungsnachzahlungen, könnten bei der VHS nicht aus Eigenmitteln finanziert werden. Eine Kompensation der deutlich gestiegenen Kosten für die betroffenen freien Frankfurter Träger im Weiterbildungsbereich wird kaum möglich sein." Magistrat und Stadtverwaltung versprachen bis Ende des Jahres eine Beurteilung der Folgen des Urteils vornehmen. Im Sinne einer soliden und transparenten Finanzplanung sollte der Magistrat rechtzeitig offenlegen, welche Mehrkosten auf die Stadt für den Betrieb der VHS zukommen werden und im Rahmen welcher Finanzplanung und Schwerpunktsetzung im Bildungshaushalt der Betrieb vollumfänglich sichergestellt werden kann.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 27. September 2024MM 130Feststellung des Jahresabschlusses des Eigenbetriebes Volkshochschule Frankfurt am Main für das Wirtschaftsjahr 2023Magistratsvortrag
- 16. Oktober 2024Sie sind hierNRNR 1034Solide Finanzplanung für die Volkshochschule sicherstellenSTVV-Antrag · CDU
- 7. Februar 2025BB 70Solide Finanzplanung für die Volkshochschule sicherstellenMagistratsbericht
- 26. Mai 2025Antwort des Magistrats · nach 34 WochenBB 196Solide Finanzplanung für die Volkshochschule sicherstellenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP, Linke, Volt und FRAKTION gegen CDU und AfD (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1034); ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Enthaltung) zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, FDP, Linke, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und BFF-BIG
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, AfD und FRAKTION (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1034); Linke (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, AfD und FRAKTION (= Annahme); Linke (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF (M 130 = Ablehnung) BFF-BIG (M 130 = Enthaltung, NR 1034 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP, Linke, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU, AfD und FRAKTION (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1034); BFF-BIG (= Enthaltung) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, AfD, FRAKTION und BFF-BIG (= Annahme) sowie Linke und ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (M 130 = Enthaltung, NR 1034 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, FDP, Linke, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU, AfD und FRAKTION (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 1034); BFF-BIG und Gartenpartei (= Enthaltung) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, AfD, FRAKTION, BFF-BIG und Gartenpartei (= Annahme) sowie Linke und ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung)