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Ehrung von Bürgerinnen und Bürgern für herausragendes mäzenatisches Wirken in Frankfurt am Main (Arthur von Weinberg-Plakette)

Vorlagentyp: M
2 Stationen im Verfahren4 Sitzungen

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Inhalt

Vortrag des Magistrats vom 30.04.2009, M 97

Betreff: Ehrung von Bürgerinnen und Bürgern für herausragendes mäzenatisches Wirken in Frankfurt am Main (Arthur von Weinberg-Plakette) Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 11.12.2008, § 5078 (M 194)

  1. Es dient zur Kenntnis, dass die Vorlage M 194 vom 24.10.2008 zurückgezogen wird.
  2. Der Einrichtung einer Ehrung für Bürgerinnen und Bürger für herausragendes mäzenatisches Wirken in Frankfurt am Main mit der Bezeichnung "Arthur von Weinberg-Plakette" wird zugestimmt.
  3. Mit dieser Auszeichnung sollen Personen geehrt werden, die in besonderer Weise Institutionen, öffentliche Einrichtungen oder Personen mit Geld, Sachzuwendungen oder in sonstiger Weise mäzenatisch unterstützen.
  4. Kriterien für die Auszeichnung können sein: Ein herausragendes oder langjähriges mäzenatisches Wirken in Frankfurt am Main durch:
    • a)Gründung und Finanzierung einer gemeinnützigen Stiftung oder durch Zustiftung an einer gemeinnützigen Stiftung.
    • b)Förderung von Personen, Institutionen oder Projekten in sozialen, kulturellen, wissenschaftlichen, sportlichen oder ökologischen Bereichen, durch Geld- bzw. Sachzuwendungen oder in sonstiger Weise.
  5. Die Ehrung erfolgt in Form einer Plakette und wird in die Ehrungsordnung der Stadt Frankfurt am Main eingefügt. Dies gilt für die Verfahrensvorschrift (Teil II der Ehrungsordnung) entsprechend.
  6. Die Finanzierung ist im Rahmen der Gesamtdeckung sicherzustellen.
  7. Dem im Entwurf vorgelegten Statut und der Verfahrensvorschrift wird zugestimmt. Begründung: Arthur von Weinberg wurde am
  8. August 1860 in Frankfurt am Main geboren. Er trat 1883 in die Firma Cassella ein, die er zusammen mit seinem Onkel Leo Gans und seinem Bruder Carl von Weinberg zum führenden Unternehmen zur Herstellung synthetischer Farbstoffe machte. Neben dieser unternehmerischen Tätigkeit engagierte sich Arthur von Weinberg, zusammen mit seiner Familie, privat in beispielhafter Weise für seine Vaterstadt. Der Physikalische Verein, der Zoologische Garten, die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft und überhaupt die Forschung und Lehrtätigkeit auf dem Gebiet der Naturwissenschaften, der Pferderennsport und das Städelsche Kunstinstitut sind Beispiele seines überaus großzügigen Wirkens als Mäzen. Auch an der Gründung der Universität war Arthur von Weinberg mit einem bedeutsamen Finanzbeitrag beteiligt. Für Arthur von Weinberg war privates Vermögen auch bürgerschaftliche Verpflichtung. Es diente auch dem Wohl der Allgemeinheit. 1930 verlieh ihm die Stadt Frankfurt am Main das Ehrenbürgerrecht. Im Sommer 1942 wurde er in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo er am
  9. März 1943 verstarb. Durch die Schaffung der Arthur von Weinberg-Plakette wird die Möglichkeit geschaffen, Persönlichkeiten auszuzeichnen, die sich durch mäzenatisches Wirken in besonderer Weise um die Stadt Frankfurt am Main verdient gemacht haben und gleichzeitig an Arthur von Weinberg als herausragenden Mäzen zu erinnern. Beides - Dankbarkeit gegenüber Mäzenen der Gegenwart und Erinnerung an Mäzene von früher - ist wichtig, denn ein Gemeinwesen kann auf die Dauer ohne bürgerschaftliches Engagement nicht gedeihen. Anlage 1 (ca. 7 KB) Anlage 2 (ca. 8 KB)Nebenvorlage: Antrag vom 19.05.2009, NR 1396

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 30. April 2009Sie sind hier
    MM 97Ehrung von Bürgerinnen und Bürgern für herausragendes mäzenatisches Wirken in Frankfurt am Main (Arthur von Weinberg-Plakette)
    Magistratsvortrag
  2. 19. Mai 2009NRNR 1396Kriterien für die Vergabe der Arthur-von-Weinberg-Plakette für bürgerschaftliches Engagement von mittelständischen UnternehmenSTVV-Antrag · FAG

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

MVortrag des Magistrats

Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.

  1. 1Magistrat legt Vortrag vor
  2. 2Ausschüsse beraten
  3. 3Plenum entscheidet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf4 Beratungen
KAV
Sitzung 36 · 18.05.2009
TO I, TOP 2
Beraten
Die Beratung der Vorlage M 97 wird zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 34 · 28.05.2009
TO I, TOP 10
Angenommen
1. Der Vorlage M 97 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage NR 1396 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUGrüneFDPFreie Wähler
Ablehnung:
SPDFAG
Enthaltung:
Linke
Sonstige:
REP (M 97 = Ablehnung, NR 1396 = Annahme)NPD (M 97 und NR 1396 = Ablehnung)ÖkoLinX-ARL (M 97 und NR 1396 = Ablehnung)
zu 2)
Zustimmung:
CDUGrüneFDPFreie Wähler
Ablehnung:
SPDLinkeFAG
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, FDP und Freie Wähler gegen SPD und FAG (= Ablehnung); LINKE. (= Enthaltung) zu 2. CDU, GRÜNE, FDP und Freie Wähler gegen SPD, LINKE. und FAG (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (M 97 = Ablehnung, NR 1396 = Annahme) NPD und ÖkoLinX-ARL (M 97 und NR 1396 = Ablehnung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 34 · 04.06.2009
TO II, TOP 21
Beraten
Punkt 1: Es dient zur Kenntnis, dass der Magistrat die Vorlage M 194 durch die Vorlage M 97 zurückgezogen hat.
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (3 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)

1. Es dient zur Kenntnis, dass der Magistrat die Vorlage M 194 durch die Vorlage M 97 zurückgezogen hat. 2. Der Vorlage M 97 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 3. Die Vorlage NR 1396 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 2. CDU, GRÜNE, FDP und Freie Wähler gegen SPD, FAG, REP, NPD und ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung); LINKE. (= Enthaltung) zu 3. CDU, GRÜNE, FDP, Freie Wähler, NPD und ÖkoLinX-ARL gegen SPD, LINKE., FAG und REP (= Annahme)

KAV
Sitzung 37 · 22.06.2009
TO I, TOP 2
Zur Kenntnis
1. Die Vorlage M 97 dient zur Kenntnis. 2. Der Vorlage NR 1396 wird zugestimmt. Beschlussausfertigung(en): § 6092,

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

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