Ehrung für mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer für bürgerschaftliches Engagement in Frankfurt am Main (Arthur von Weinberg-Plakette)
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenInhalt
Vortrag des Magistrats vom 24.10.2008, M 194
Betreff: Ehrung für mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer für bürgerschaftliches Engagement in Frankfurt am Main (Arthur von Weinberg-Plakette)
- Der Einrichtung einer Ehrung für bürgerschaftliches Engagement von mittel-ständischen Unternehmen am Standort Frankfurt am Main wird zugestimmt. Die Auszeichnung wird nach dem Frankfurter Ehrenbürger Arthur von Weinberg benannt.
- Kriterien für bürgerschaftliches Engagement können sein: - Langjährige Treue zum Standort Frankfurt am Main - Unterstützung insbesondere von sozialen, kulturellen, sportlichen oder öko- logischen Projekten - Beispielgebende Integration von behinderten oder sozial benachteiligten Menschen - Förderung von ehrenamtlichem Engagement von Mitarbeiterinnen und Mit- arbeitern in und außerhalb der Arbeitszeit - Schaffung von Ausbildungsplätzen über den betrieblichen Bedarf hinaus - Gezielte Auftragsvergabe an gemeinnützige Organisationen - Investitionen am Standort Frankfurt am Main
- Die Ehrung erfolgt in Form einer Plakette und wird nach dem Ignatz-Bubis-Preis, § 6 in die Ehrungsordnung der Stadt Frankfurt am Main eingefügt. Dies gilt für die Verfahrensvorschrift (Teil II der Ehrungsordnung) entsprechend.
- Die Finanzierung ist im Rahmen der Gesamtdeckung sicherzustellen.
- Dem im Entwurf vorgelegten Statut und der Verfahrensvorschrift wird zugestimmt. Begründung: Das bürgerschaftliche Engagement von und in Unternehmen ist fester Bestandteil einer modernen Stadtgesellschaft. Im Rahmen der Ehrungsordnung der Stadt Frankfurt am Main gibt es bis jetzt keine Möglichkeit zur Auszeichnung dieses Einsatzes. Arthur von Weinberg entstammte einer jüdischen Industriellen-Familie. 1883 trat er in die Farbwerke Cassella in Fechenheim ein, die damals von seinem Onkel Leo Gans geführt wurden. Gemeinsam mit seinem Bruder Carl führte er die Cassella zu einem erfolgreichen Hersteller synthetischer Farbstoffe. Arthur von Weinberg verfügte aus seinen Unternehmungen über große Einkünfte, aus denen er sein umfangreiches soziales und gesellschaftliches Engagement finanzierte. 1909 richtete er die Arthur von Weinberg-Stiftung ein und stattete sie so großzügig aus, dass er daraus unter anderem dem Physikalischen Verein eine Professur für physikalische Chemie finanzieren konnte. Auch die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft, deren Direktor er lange Zeit war, wurde von ihm gefördert. Arthur von Weinberg gehörte 1914 zu den Stiftern der Universität Frankfurt. Die Auszeichnung wird nach dem Chemiker und Industriellen und Frankfurter Ehrenbürger Arthur von Weinberg benannt zur Erinnerung an seinen vorbildhaften Einsatz als Mäzen für eine Vielzahl Frankfurter Institutionen und Einrichtungen. Anlage 1 (ca. 9 KB) #
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.
- 1Magistrat legt Vortrag vor
- 2Ausschüsse beraten
- 3Plenum entscheidet
Der Weg dieser Vorlage
Am 24. Oktober 2008 legte der Magistrat diesen Vortrag der Stadtverordnetenversammlung vor. In 5 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten.
Beratungsverlauf5 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (3 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)
1. Es dient zur Kenntnis, dass der Magistrat die Vorlage M 194 durch die Vorlage M 97 zurückgezogen hat. 2. Der Vorlage M 97 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 3. Die Vorlage NR 1396 wird abgelehnt.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 2. CDU, GRÜNE, FDP und Freie Wähler gegen SPD, FAG, REP, NPD und ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung); LINKE. (= Enthaltung) zu 3. CDU, GRÜNE, FDP, Freie Wähler, NPD und ÖkoLinX-ARL gegen SPD, LINKE., FAG und REP (= Annahme)