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Wettbewerbliche Vergabe des On-Demand Verkehrs KNUT ab Dezember 2025

Vorlagentyp: M
27 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren10 SitzungenAngenommen

Zusammenfassung

Der Magistrat schlägt vor, die wettbewerbliche Vergabe des On-Demand Verkehrs KNUT ab Dezember 2025 zu beauftragen, um den bestehenden Service fortzuführen und zu verbessern. Die Maßnahme zielt darauf ab, den öffentlichen Nahverkehr im Frankfurter Norden effizienter und komfortabler zu gestalten. Erwartet wird eine Fortsetzung des erfolgreichen Betriebs bis mindestens Ende 2028.

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Thema Öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilität verfolgen

Beschlussvorschlag

Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

  1. Der Magistrat wird beauftragt, die traffiQ Lokale Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH (traffiQ) zu ermächtigen, die erforderliche wettbewerbliche Vergabe für die Fortführung des On-Demand Verkehrs KNUT ab Dezember 2025 durchzuführen, den Zuschlag zu erteilen und Verträge (einschließlich Nachträge) mit Dritten abzuschließen bzw. abzuwickeln, wobei traffiQ als Vertreterin der Stadt Frankfurt am Main auftritt.
  2. Der Magistrat wird beauftragt, traffiQ zu ermächtigen, den On-Demand Verkehr KNUT ab Dezember 2025 für mindestens drei Jahre mit Option für bis zu zwei weiteren Jahren durchführen zu lassen. 3. traffiQ wird vom Magistrat beauftragt zu prüfen, ob die Maßnahme förderfähig ist und ggf. entsprechende Förderanträge zu stellen.

Begründung

A. Zielsetzung

:

Mit dem On-Demand Verkehr KNUT wurde ein weiterer Baustein des ÖPNVs im Frankfurter Norden über die Projektlaufzeit (seit 10/2021) hinweg etabliert. Mit der Einführung von KNUT sollte ein komfortabler Zubringer zum klassischen ÖPNV und hier vor allem den Schienenverkehren im Bediengebiet geschaffen werden. Diese Zielsetzung konnte vollends erfüllt werden, denn die U- und S-Bahnstationen im KNUT Bediengebiet sind die am stärksten genutzten (virtuellen) Haltestellen. Zum Einsatz kamen hierbei ausschließlich E-Fahrzeuge des Typs Mercedes-Benz eVito, wodurch ein emissionsfreier Betrieb möglich war.

Der von den Kundinnen und Kunden sehr geschätzte On-Demand Verkehr KNUT soll auch zukünftig bis mindestens Ende 2028 weiterbetrieben werden und das bestehende ÖPNV Angebot ergänzen. Es bestehen zwei einseitige Verlängerungsoptionen für traffiQ von jeweils einem Jahr, wodurch der Betrieb bis maximal Ende 2030 möglich ist.

Die nachfragestärksten Zeiten von KNUT liegen am Abend zwischen 18 und 0 Uhr, weshalb KNUT dort weiterhin, parallel zum bestehenden ÖPNV, in gewohnter Form verkehren soll. Zwischen 0 und 5 Uhr ersetzt KNUT die nur sehr schwach ausgelasteten und teuren Nachtverkehre der Linien 28 und 29. Die Linien 39 und 63 werden zwischen 1 und 4 Uhr durch KNUT ersetzt. Dadurch kann die Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems verbessert und den Fahrgästen ein attraktives Angebot bis nahezu an die Haustür (auch in der Nacht) geboten werden.

B. Alternativen

:

Die Alternative wäre die Einstellung des On-Demand Verkehrs KNUT zum 13.12.2025.

C. Lösung

:

Für die unmittelbare Zeit nach Ablauf des Projektzeitraums von KNUT am 31.12.2024 wurde eine Interimsvergabe mit dem Bestandsbetreiber, der Via Rhein-Main Mobility GmbH, abgeschlossen. Diese beginnt am 01.01.2025 und endet am 13.12.2025. Für die Folgejahre ist hingegen die wettbewerbliche Ausschreibung der Leistungen erforderlich, um den On-Demand-Verkehr in ein Regelangebot zu überführen. Der Betriebsstart mit neuem Betreiber soll zum 14.12.2025 erfolgen.

Die Ausschreibung umfasst das angepasste und bereits während der Interimsvergabe angewendete neue Betriebskonzept von KNUT. Dieses sieht eine Bedienung von 18 bis 06 Uhr an jedem Tag vor. Wie bereits unter A. geschildert, werden die Nachtbusverkehre im Bediengebiet in den genannten Zeiten eingestellt. Für den auszuschreibenden Betrieb ab Dezember 2025 ist dann eine Erweiterung des Bediengebietes auf Bad Vilbel vorgesehen (Gremienbeschlüsse der Stadt Bad Vilbel und Aufsichtsratsbeschluss von traffiQ liegen vor). Hierfür ist ein zusätzliches Fahrzeug erforderlich, wobei der zukünftige Betreiber auch die drei heutigen Bestandsfahrzeuge durch Neufahrzeuge (elektrisch) ersetzen wird. Die insgesamt vier Neufahrzeuge umfassende Flotte wird nach aktueller Planung vollständig über Rollstuhlrampen und Trittstufen zum erleichterten Einstieg verfügen. Die drei bisher im Einsatz befindlichen eVitos sollen, sofern diese noch einsatzfähig sind, als Reservefahrzeuge weitergenutzt und dem Betreiber (gegen Gebühr) zur Verfügung gestellt werden. Andernfalls wird der Betreiber ein Reservefahrzeug bereitstellen.

Beim Vergabeverfahren selbst handelt es sich um eine europaweite Ausschreibung im Wettbewerb. Der Anbieter mit dem wirtschaftlichsten Angebot erhält den Zuschlag. Die auszuschreibende, oben dargelegte Leistung ist für mindestens drei Jahre zu erbringen. traffiQ verfügt über zwei Verlängerungsoptionen von jeweils einem Jahr. Maximal ist also ein Betrieb bis zum 14.12.2030 möglich. Um möglichst große Flexibilität und Anpassungsmöglichkeiten zu haben, besteht neben einer optionalen Betriebsstufe zum 13.12.2026 (ein zusätzliches Fahrzeug) ein umfassendes Änderungsmanagement. Dieses ermöglicht Leistungs- und Qualitätsänderungen von bis zu jeweils 50% des ursprünglichen Auftragswertes.

D. Öffentlichkeitsbeteiligung

In der mittelfristigen Finanzplanung der traffiQ werden die für KNUT erforderlichen Mittel berücksichtigt. Diese errechnen sich aus der Differenz zwischen dem voraussichtlichen Aufwand von jährlich ca. 588.000€ abzüglich der prognostizierten Einnahmen von etwa 102.000€. Durch den Entfall der Busleistungen im Nachtverkehr können Einsparungen in Höhe von rund 292.000€ erzielt werden. Die erforderlichen Mittel der Stadt Frankfurt am Main können ggf. durch Betriebskostenzuschüsse des Landes Hessen, welche über den Rhein-Main Verkehrsverbund gewährt werden, weiter reduziert werden. Deren Verfügbarkeit und etwaige Höhe wird derzeit noch verhandelt.

Sollten jedoch letztlich keine wirtschaftlich akzeptablen Angebote im Rahmen des wettbewerblichen Vergabeverfahrens vorliegen, so kann auf einen Zuschlag Anfang Juli 2025 verzichtet werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 7. März 2025Sie sind hier
    MM 42Wettbewerbliche Vergabe des On-Demand Verkehrs KNUT ab Dezember 2025
    Magistratsvortrag
  2. 12. September 2025Antwort des Magistrats · nach 27 WochenBB 348KNUT - Vereinbarung mit Bad VilbelMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

MVortrag des Magistrats

Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.

  1. 1Magistrat legt Vortrag vor
  2. 2Ausschüsse beraten
  3. 3Plenum entscheidet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf10 Beratungen
OBR 10
Sitzung 37 · 18.03.2025
TO I, TOP 22
Angenommen
Der Vorlage M 42 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 8
Sitzung 36 · 20.03.2025
TO I, TOP 33
Angenommen
Der Vorlage M 42 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 9
Sitzung 37 · 20.03.2025
TO I, TOP 36
Zur Kenntnis
Die Vorlage M 42 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFraktionslos
Ablehnung:
FDP
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke und fraktionslos gegen FDP (= Zurückweisung)

OBR 15
Sitzung 37 · 21.03.2025
TO I, TOP 26
Angenommen
Der Vorlage M 42 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 14
Sitzung 37 · 24.03.2025
TO I, TOP 15
Angenommen
Der Vorlage M 42 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Enthaltung:
1 CDU
Abstimmung im Original

Abstimmung: Annahme bei Enthaltung 1 CDU

Ausschusses für Mobilität und Smart-City
Sitzung 34 · 24.03.2025
TO I, TOP 18
Angenommen
Der Vorlage M 42 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass der Magistrat unaufgefordert über die vertraglichen Regelungen zur Kostenvereinbarung mit der Stadt Bad Vilbel berichtet.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPVoltStadtv. Bäppler-Wolf
Ablehnung:
CDULinkeAfDBFF-BIGFRAKTIONÖkoLinX-ELF
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD und FDP gegen CDU, Linke, AfD, BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme ohne Zusatz) sowie ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Volt (= Annahme mit der Maßgabe, dass der Magistrat unaufgefordert über die vertraglichen Regelungen zur Kostenvereinbarung mit der Stadt Bad Vilbel berichtet) Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme)

OBR 13
Sitzung 37 · 25.03.2025
TO I, TOP 12
Angenommen
Der Vorlage M 42 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 12
Sitzung 37 · 28.03.2025
TO I, TOP 14
Angenommen
Der Vorlage M 42 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDFDPVolt
Ablehnung:
Linke
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen Linke (= Ablehnung)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 37 · 01.04.2025
TO II, TOP 12
Angenommen
Der Vorlage M 42 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass der Magistrat unaufgefordert über die vertraglichen Regelungen zur Kostenvereinbarung mit der Stadt Bad Vilbel berichtet.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPVolt
Ablehnung:
CDULinkeAfDBFF-BIGFRAKTIONÖkoLinX-ELF
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, Linke, AfD, BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme ohne Zusatz) sowie ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 39 · 03.04.2025
TO II, TOP 48
Angenommen
Der Vorlage M 42 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass der Magistrat unaufgefordert über die vertraglichen Regelungen zur Kostenvereinbarung mit der Stadt Bad Vilbel berichtet.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPVolt
Ablehnung:
CDULinkeBFF-BIGAfDFRAKTIONStadtv. Bäppler-WolfÖkoLinX-ELF
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, Linke, BFF-BIG, AfD, FRAKTION und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Annahme ohne Zusatz) sowie ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung)

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