Die Koordinations- und Beratungsstelle für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen weiter betreiben
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
E-Mail-Abo einrichtenInhalt
Vortrag des Magistrats vom 16.01.2015, M 12
Betreff: Die Koordinations- und Beratungsstelle für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen weiter betreiben Vorgang: l. Beschl. d. Stv.-V. vom 02.09.2010, § 8620 (M 137) I. Die Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e. V. zur Beibehaltung einer Koordinations- und Beratungsstelle für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen wird bis zum 15.03.2020 fortgesetzt. II. In diesem Zusammenhang wird der mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 05.07.2010, § 8620 beschlossene Zuschuss an das Netzwerk Frankfurt am Main e. V. in Höhe von 87.000 € jährlich ab dem Haushaltsjahr 2015 auf 100.000 € jährlich erhöht. III. Zur Deckung der Mehraufwendungen in Höhe von 13.000 € p. a. erfolgt eine äquivalente Verringerung der Zuschüsse für Umzugsprämien, welche ebenso wie die Zuwendungen an das Netzwerk Frankfurt am Main e. V. in der Produktgruppe 17.01 Wohnen veranschlagt sind.
Begründung: A. Zielsetzung Ziel ist die Fortführung einer Koordinations- und Beratungsstelle, um den Fortbestand einer qualitätsvollen und nachhaltigen Netzwerksarbeit als Beitrag zur Weiterentwicklung innovativer Wohn- und Nachbarschaftsformen aus der Mitte der Bürgerinnen und Bürger mit ihren Potenzialen in Frankfurt am Main zu ermöglichen. Insoweit beabsichtigt der Magistrat, die sehr erfolgreiche Arbeit mit dem Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e. V. (nachfolgend Netzwerk genannt) fortzusetzen. Seit fünf Jahren, nachdem die Koordinations- und Beratungsstelle des Netzwerks seine Tätigkeit aufgenommen hat, hat sich das Thema in Frankfurt am Main etabliert und das Netzwerk ist stark gewachsen. Waren es 2009 fünfzehn Gruppen, die dem Netzwerk angehörten, so sind es heute mehr als dreißig. Dies ist ein deutliches Zeichen, dass das Thema in Frankfurt am Main zunehmend an Bedeutung gewinnt und die Gruppen und Initiativen Rat und Begleitung durch das Netzwerk suchen und finden. Die Koordinations- und Beratungsstelle bietet interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie den Wohninitiativen und Baugruppen Information und Unterstützung bei ihren Planungen und Projekten. Die Koordinierungs- und Beratungsstelle des Vereins hat sich zu einem Kompetenzzentrum entwickelt, das auch überregional wahrgenommen wird. Hiervon profitiert die Stadt Frankfurt am Main durch einen ständigen Wissenstransfer. Im Übrigen wird auf den Beitrag des Netzwerks im jährlichen Tätigkeitsbericht des Amtes für Wohnungswesen verwiesen, in dem jeweils ausführlich über die inhaltliche Arbeit berichtet wird. Die neuen Schwerpunkte der Arbeit in den nächsten Jahren sind: - Begleitung des Bewerbungs- und Vergabeverfahrens bei Liegenschaften aus dem Liegenschaftsfonds (siehe Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 28.06.2012, § 1849). Insbesondere durch den Liegenschaftsfonds werden sich die Chancen auf Umsetzung von Projekten wesentlich verbessern und die Mitwirkung des Netzwerks erfordern. - Aufbau eines Fachleutenetzwerks: Von der Mediation, Moderation über die Rechts-und Finanzberatung bis hin zur Projektentwicklung, Architektur, Haustechnik, Controlling und anderen Bereichen ist bei den Gruppen und Initiativen Fachwissen gefragt. Die Koordinations- und Beratungsstelle wird künftig verstärkt auch für Fachleute Informations- und Vernetzungsstelle sein, um Projekte erfolgreich auf den Weg zu bringen. - Intensivierung und weitere Konkretisierung von Projekten mit Traditionsgenossenschaften und Projektentwicklungsgesellschaften (z.B. Hessen Agentur, GSW sowie der neuen Kooperation der sieben Wohnungsbaugenossenschaften in Frankfurt am Main). - Untermauerung der laufenden Aufgaben mit Erkenntnissen aus Studien und Forschungsprojekten: Es ist ein besonderes Anliegen des Netzwerks, die Arbeit auf objektive Erkenntnisse zu stützen. Denkbar wäre eine jährlich stattfindende Konferenz ggf. mit Einbeziehung einzelner Akteure der Fachhochschule und/oder der Goethe-Universität. Wichtig ist ein Erfahrungsaustausch mit anderen Städten. Die dort gewonnenen Erkenntnisse sind z. B. bei der Weiterentwicklung des Vergabeverfahrens in Frankfurt am Main wertvoll. Das Netzwerk möchte sich für eine innovative und zukunftsweisende Entwicklung in Frankfurt am Main einsetzen. - Förderung der regionalen Zusammenarbeit in Hessen: Das Netzwerk hat in der letzten Zeit zunehmend Interesse aus dem Umland am Thema gemeinschaftliches Wohnen verzeichnet. Eine dem Netzwerk vergleichbare Einrichtung für die Region scheint dringend erforderlich. Hierzu möchte das Netzwerk z.B. beim Land Hessen werben. - Ein völlig neues Thema sind die Wohn-Pflege-Gemeinschaften außerhalb des Heimgesetzes. Es befassen sich viele Interessierte etwa ab 60 Jahren mit dem Thema, wie man rechtzeitig bezahlbare und würdevolle Pflege im Alter sichern kann. Hierzu hat das Netzwerk bislang keine eigenen Strategien entwickelt. Es wird aber sichtbar in den nächsten Jahren ein Thema sein, dem mehr Aufmerksamkeit zukommen muss. Aufgrund der deutlich gewachsenen Anforderungen an die Leitung der Koordinations- und Beratungsstelle sowie des gestiegenen Zeitaufwandes aufgrund der Ausweitung des Tätigkeitsbereichs insbesondere zur Durchführung von Vergabeverfahren für Gemeinschaftliche Wohnprojekte im Rahmen des Liegenschaftsfonds wird eine Anpassung des Zuschusses notwendig. B. Alternativen Keine. C. Lösung Die Stadt Frankfurt am Main setzt die Kooperation mit dem Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e. V. fort und gewährt in diesem Zusammenhang weiterhin ab 2015 für die Dauer von fünf Jahren einen jährlichen Zuschuss zur Finanzierung der Personal- und Sachkosten der Koordinations- und Beratungsstelle. In dem Zuwendungsbescheid werden Mindestleistungen und Ziele verbindlich festgelegt. D. Kosten keine -Nebenvorlage: Antrag vom 10.02.2015, NR 1130
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 16. Januar 2015Sie sind hierMM 12Die Koordinations- und Beratungsstelle für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen weiter betreibenMagistratsvortrag
- 10. Februar 2015NRNR 1130Koordinations- und Beratungsstelle für gemeinschaftliches und genossenschaftliches WohnenSTVV-Antrag · FDP
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.
- 1Magistrat legt Vortrag vor
- 2Ausschüsse beraten
- 3Plenum entscheidet
Beratungsverlauf5 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und RÖMER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER und RÖMER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FREIE WÄHLER und RÖMER gegen FDP (= Ablehnung) zu 2. Ziffer 1.: CDU, GRÜNE und SPD gegen LINKE., FDP, FREIE WÄHLER und RÖMER (= Annahme) Ziffer 2.: CDU, GRÜNE, SPD und LINKE. gegen FDP, FREIE WÄHLER und RÖMER (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Piraten (M 12 = Annahme, NR 1130 = Ablehnung) ÖkoLinX-ARL (M 12 und NR 1130 = Annahme) NPD (M 12 = Ablehnung, NR 1130 = Annahme) REP (NR 1130 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FREIE WÄHLER und RÖMER gegen FDP (= Ablehnung) zu 2. Ziffer 1.: CDU, GRÜNE und SPD gegen LINKE., FDP, FREIE WÄHLER und RÖMER (= Annahme) Ziffer 2.: CDU, GRÜNE, SPD und LINKE. gegen FDP, FREIE WÄHLER und RÖMER (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FREIE WÄHLER, RÖMER und Piraten gegen FDP und NPD (= Ablehnung) zu 2. Ziffer 1.: CDU, GRÜNE, SPD und Piraten gegen LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, RÖMER, NPD und REP (= Annahme) Ziffer 2.: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und Piraten gegen FDP, FREIE WÄHLER, RÖMER, NPD und REP (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (M 12 und NR 1130 = Annahme)