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Die Koordinations- und Beratungsstelle für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen weiter betreiben

Vorlagentyp: M
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Inhalt

Vortrag des Magistrats vom 05.07.2010, M 137

Betreff: Die Koordinations- und Beratungsstelle für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen weiter betreiben Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 25.03.2010, § 7831 (M 237)

  1. Der mit Beschluss der Stadtver.-Vers. vom 25.03.2010, § 7831, Etat-Antrag E 8, für den Haushalt 2010/2011 beschlossene Zuschuss an das Netzwerk Frankfurt am Main in Höhe von 64.200 € wird um weitere 22.800 € auf 87.000 € erhöht sowie für die Jahre 2012 - 2014 in Höhe von 87.000 € fortgeschrieben.
  2. Zur Deckung dieses Betrages wird der "Zuschuss für Umzugsprämien" in den Haushaltsjahren 2010/2011 von 213.800 um weitere 22.800 € auf 191.000 € und in den Haushaltsjahren 2012 - 2014 von 278.000 € um 87.000 € auf 191.000 € gekürzt. Begründung: Im großstädtischen Raum suchen immer mehr Menschen in einer Zeit des Umbruchs traditioneller und familiärer Bindungen nach neuen selbstbestimmten und solidarischen Formen des Wohnens und Zusammenlebens. Dabei bieten neue Formen nachbarschaftlicher Beziehungen genau die passende Form der Verbindlichkeit und Verlässlichkeit auf der einen Seite und genügend Freiraum für ein eigenständiges Leben in Autonomie und Sicherheit auf der anderen Seite. Das Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. hat sich als Zusammenschluss bestehender Wohnprojekte und Wohninitiativen seit seiner Gründung dieser gesellschaftlichen Herausforderung gestellt. Ziel des Netzwerkes ist es, selbstverantwortliche Wohnformen im Interesse aller Lebensalter und unterschiedlicher Einkommensverhältnisse zu unterstützen und die Gruppenbildung anzuregen. Im Jahr 2008 hat der Magistrat sich daher entschieden, die Einrichtung und Unterhaltung einer Koordinations- und Beratungsstelle des Netzwerks Frankfurt zu fördern und mit 64.200 € finanziell zu unterstützen. Im März 2009 hat diese in den Räumen des Amtes für Wohnungswesen ihre Arbeit aufgenommen. Dieser einmalig gewährte Zuschuss sollte dem Netzwerk Frankfurt eine Pilotphase ermöglichen, um mit personeller und professioneller Unterstützung das Thema gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen in Frankfurt strategisch weiterzuentwickeln. Diese endete am 15.03.
  3. Der vom Netzwerk Frankfurt vorgelegte Bericht für das erste Jahr belegt eindrucksvoll die erfolgreiche Arbeit dieser Einrichtung. Den Bürgerinnen und Bürgern sowie Gruppen wurden unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zum Netzwerk regelmäßige Sprechzeiten angeboten, die rege angenommen wurden. Informationsmaterial wurde entwickelt und eine Internetpräsenz eingerichtet. Regelmäßige Informationsabende, Plenumsveranstaltungen und Vorträge ergänzen die Arbeit der Beratungsstelle, welche auch bei verschiedenen Veranstaltungen präsent war bzw. diese mit organisiert hat (z.B. in Zusammenarbeit mit dem Amt für Wohnungswesen die Planung und Organisation der
  4. Informationsbörse für gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen in Frankfurt am Main). Ein ämterübergreifender Arbeitskreis (Arbeitskreis Wohnprojekte), der regelmäßig tagt, wurde eingerichtet, um Projekte zwischen den Ämtern besser koordinieren zu können. Die Arbeitsgemeinschaft der Naxos-Gruppen wurde unterstützt und die Gruppen im Bewerbungsverfahren begleitet. Bereits am 30.11.2009 hat das Netzwerk einen Antrag auf weitere Unterstützung gestellt. Die Finanzierung der Koordinierungs- und Beratungsstelle wurde daraufhin bis zum 15.09.2010 vorläufig gesichert. Um die Potenziale eines selbstorganisierten Netzwerkes und seiner Mitglieder für gemeinschaftliches Wohnen zu bündeln und die Kooperation mit den zuständigen städtischen Ämtern nachhaltig und zuverlässig im erforderlichen Maß entwickeln zu können, bedarf es aber sowohl einer inhaltlichen als auch personellen, längerfristigen Planungssicherheit zur Fortführung der hauptamtlichen Arbeit der Koordinations- und Beratungsstelle. Für die Pilotphase wurde der Antrag auf finanzielle Unterstützung z.B. für Fortbildung der Mitarbeiterin, Honorare für Aktionen, Kampagnen und Projektinitiierung teilweise zurückgesellt. Zur Weiterentwicklung der Beratungsstelle, Qualifizierung der Mitarbeiterin und Qualitätssteigerung ist eine Aufstockung des Förderbetrages jedoch erforderlich. Zielsetzung Ziel ist die Fortführung der Koordinations- und Beratungsstelle, um den Fortbestand einer qualitätvollen und nachhaltigen Netzwerksarbeit als Beitrag zur Weiterentwicklung innovativer Wohn- und Nachbarschaftsformen aus der Mitte der Bürgerinnen und Bürger mit ihren Potenzialen in Frankfurt am Main zu ermöglichen. Alternativen Keine Lösung Die Stadt Frankfurt am Main gewährt dem Netzwerk Frankfurt zunächst für die Dauer von fünf Jahren einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 87.000 € zur Finanzierung der Personal- und Sachkosten der Koordinations- und Beratungsstelle. In einem Zuwendungsbescheid werden Mindestleistungen und Ziele verbindlich festgelegt. Kosten - keine -

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

MVortrag des Magistrats

Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.

  1. 1Magistrat legt Vortrag vor
  2. 2Ausschüsse beraten
  3. 3Plenum entscheidet

Der Weg dieser Vorlage

Am 5. Juli 2010 legte der Magistrat diesen Vortrag der Stadtverordnetenversammlung vor. In 4 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 02.09.2010 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf4 Beratungen
KAV
Sitzung 48 · 16.08.2010
TO I, TOP 3
Zur Kenntnis
Die Vorlage M 137 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 43 · 26.08.2010
TO I, TOP 11
Angenommen
Der Vorlage M 137 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFreie WählerFAGStv. Holtz
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP und FREIE WÄHLER Sonstige Voten/Protokollerklärung: FAG und Stv. Holtz (= Annahme)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 46 · 31.08.2010
TO II, TOP 16
Angenommen
Der Vorlage M 137 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGFreie Wähler
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und FREIE WÄHLER

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 46 · 02.09.2010
TO II, TOP 36
Angenommen
Der Vorlage M 137 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPFAGFreie WählerREPÖkoLinX-ARLStv. Holtz
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG, FREIE WÄHLER, REP, ÖkoLinX-ARL und Stv. Holtz

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