Zum Deutschen Chorfest 2012 in Frankfurt in der Zeit vom 6. bis 10. Juni 2012 werden fast 400 Chöre mit 20.000 Sängerinn
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Frage vom 23.03.2012, F 370 Zum Deutschen Chorfest 2012 in Frankfurt in der Zeit vom 6. bis 10. Juni 2012 werden fast 400 Chöre mit 20.000 Sängerinnen und Sängern aus aller Welt erwartet. Geplant sind in diesen vier Tagen rund 600 Konzerte. Verglichen mit anderen Großereignissen in Frankfurt scheint das Frankfurter Chorfest noch nicht sehr viel öffentliche Aufmerksamkeit zu finden. Dies vorausgeschickt, frage ich den Magistrat: Welche Möglichkeiten sieht der Magistrat, die Bedeutung dieses Ereignisses als Event für Frankfurt in der Stadtöffentlichkeit herauszustellen und für einen regen Besuch der geplanten Veranstaltungen zu werben?
Antwort des Magistrats: Stadtrat Markus Frank: Vielen Dank, Herr Vorsteher!
Sehr geehrter Herr Paulsen, meine Damen und Herren! Tatsächlich, vom 7. bis zum 10. Juni dieses Jahres, werden wir zur europäischen Hauptstadt der Chöre, sozusagen die Chorhauptstadt. 450 Chöre mit fast 20.000 Sängerinnen und Sängern werden wir hier empfangen können. Frankfurt wird eine richtig fröhliche, singende Stadt werden. Darauf freuen wir uns ganz besonders. Herr Paulsen hat schon ausgeführt, dass es 27 verschiedene Spielorte und rund 600 Konzerte in der Stadt geben wird. Die allermeisten sind kostenfrei. Also, es wird ein richtig großes Event. Wir rechnen gemeinsam mit dem Deutschen Chorverband, dass ungefähr 200.000 Besucherinnen und Besucher zum Chorfest nach Frankfurt am Main kommen werden. Das ist eine ganze Menge. Selbstverständlich wollen wir alles tun, um dafür zu sorgen, dass dieses Chorfest für Frankfurt ein großer Erfolg wird und dass wir selbstverständlich auch wieder einmal die Chance nutzen wollen, wie beim Internationalen Deutschen Turnfest oder bei der Frauenfußball-WM, unsere Stadt als eine internationale Stadt darzustellen, die auch davon lebt, dass sie so international ist wie sie ist. Wir haben die verschiedensten Maßnahmen gemeinsam mit der Tourismus und Congress GmbH vorbereitet, zum Beispiel Informationsseiten zum Chorfest auf der Internetseite veröffentlicht, und wir haben Zimmervermittlungspakete geschnürt, die natürlich auch beworben werden. Es gibt Flyer, Programmhefte, und die Tourist Informationen am Römerberg und am Hauptbahnhof werden werben. Social Media wird eingeschaltet, also Facebook und anderes wird aktiviert. Seit Mitte 2011 werben wir auch für das Deutsche Chorfest in der Chorzeitschrift "Neue Chorzeit", die regelmäßig in einer Auflage von über 40.000 Exemplaren erscheint. Auf der Tourismusmesse, der ITB, die vor Kurzem stattfand, haben wir ordentlich die Werbetrommel für das Chorfest gerührt. Ich glaube, meine Damen und Herren, das wird ein Erfolg. Es ist natürlich so, dass ein Chorfest ein eigenes Publikum hat. Aber ich glaube, es ist ein großer Wurf, dass Sie, Herr Professor Semmelroth, es gemeinsam mit unserer Oberbürgermeisterin geschafft haben, das Chorfest nach Frankfurt zu holen, weil wir auch einmal einem anderen Publikum zeigen können, wie toll sich unsere Stadt in den letzten Jahren entwickelt hat.
(Beifall) Stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Baier: Es gibt eine Zusatzfrage von Herrn Stadtverordneten Hübner. Bitte! Stadtverordneter Wolfgang Hübner, FREIE WÄHLER: (Zusatzfrage) Wir 93 Stadtverordneten hören immer wieder gerne, wenn Sie am Mikrofon stehen, auch wenn Sie heute dauernd am Mikrofon stehen. Ich bin der etwas altmodischen Meinung, dass das Chorfest etwas mit Musik zu tun hat und dass Musik etwas mit Kultur zu tun hat. Deswegen frage ich mich, zählt ein Chorfest nicht zur Kultur, und warum tritt hier nicht der Kulturdezernent auf? Es ist doch wohl so, dass selbst wenn ein Wohnwagen, der auf dem Goetheplatz steht, irgendwelche Töne von sich gibt, die Vorwerbung monatelang läuft, aber beim Chorfest eigentlich überhaupt nichts zu hören ist, was die kulturelle Reklame dafür betrifft. Ich höre Sie gerne, Herr Frank, aber in diesem Fall würde ich lieber Herrn Professor Semmelroth hören. Danke! Stadtrat Markus Frank: (fortfahrend) Wer welche Frage beantwortet, entscheidet der Magistrat. Wahrscheinlich, Herr Hübner, hat das damit zu tun, dass der Deutsche Chorverband mit der TCF einen Vertrag abgeschlossen hat und die TCF der Ausrichter des Deutschen Chorfestes ist. Die TCF hat auch schon die Frauenfußball-WM, die Fußballweltmeisterschaft 2006 wie auch das Internationale Turnfest organisiert und alles drumherum gemacht. Deshalb stehe ich hier und darf diese Fragen beantworten. Die Werbestrategie hat sich natürlich erst einmal nach außerhalb gerichtet, weil wir viele Menschen nach Frankfurt am Main holen wollen. Bei den Menschen, die sich mit Chören auskennen, zum Beispiel bei unseren Sängern in der Stadt, ist es überall bekannt, dass wir ein Chorfest haben, und sie sind auch in hohem Maße daran beteiligt, Herr Hübner. Aber ich werde Ihnen ganz persönlich ein Programm zukommen lassen, damit auch Sie, lieber Herr Hübner, gut informiert sind und sich schon einmal auf das Chorfest und die Melodien, die hier erklingen werden, vorbereiten können.
(Beifall) Stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Baier: Die zweite Zusatzfrage kommt von Frau Dr. Hambrock. Bitte! Stadtverordnete Dr. Heike Hambrock, GRÜNE: (Zusatzfrage) Wir haben damals bei der Beschlussfassung, dass das Deutsche Chorfest nach Frankfurt kommt, darüber diskutiert, dass es natürlich nicht nur ein touristischer Event ist, sondern dass eben auch für die Stadt und für die Kinder und Jugendlichen in Frankfurt etwas hängenbleiben sollte beziehungsweise Schulen und Kindergärten auch an dem Programm beteiligt werden sollten und mit ihren Projekten, wie Primacanta, in das Programm des Deutschen Chorfestes mit einbezogen werden. Jetzt liegt mir das Programm nicht in der Gänze vor, damit ich weiß, welche Grundschulen überhaupt beteiligt sind. Gibt es hinsichtlich dessen denn auch eine Erfolgsmeldung, dass quasi fast jede Grundschule mit ihren Chören an diesem Chorfest beteiligt ist? Stadtrat Markus Frank: (fortfahrend)
Selbstverständlich. Die Bildungsdezernentin, Frau Ebeling, hat sich insbesondere in den vergangenen zwei Jahren sehr intensiv darum bemüht, unsere Schulen hier einzubinden. Die Idee ist nicht nur, dass wir ein großes Chorfest in Frankfurt am Main feiern, sondern dass dieses Fest weitergetragen wird, auch in die Schulen und die Kindertagesstätten. Liebe Frau Stadtverordnete, seien Sie mir nicht böse, aber die Frage lautete anders, deswegen habe ich Ihnen die Antwort auf die Fragestellung von Herrn Paulsen gegeben. Aber ich werde für Sie speziell noch einmal zusammenstellen lassen, welche Frankfurter Schulen und Kindertagesstätten sich beteiligen. Ich weiß, dass es zum großen Teil auch in die Kindertagesstätten und die Schulen als reguläres Programm gegangen ist. Wir können uns nicht nur freuen, unzählige Gäste aus vielen Städten, auch aus Europa, zu sehen, sondern wir werden auch viele fröhliche Frankfurter Kinder auf dem Römerberg und an anderen Stellen singen hören. Das Chorfest ist auch eingebettet in Aktionen der Frankfurter Chöre.
(Beifall) Antragstellende Person(en): Stadtv. Uwe Paulsen
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 23. März 2012 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.