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Frage vom 19.02.2016, F 2743 Der Gerechtigkeitsbrunnen mit der Göttin Justitia als Brunnenfigur, die Richtschwert und Waage in den Händen hält, ist ein Wahrzeichen Frankfurts und ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt, die sich davor fotografieren lassen. Leider ist das Gitter, das den Brunnen umgibt, in ausgesprochen schlechtem Zustand; mehrere Teile sind abgebrochen und an vielen Stellen frisst sich der Rost durch das Metall. Um die Sanierungsarbeiten zu einem späteren Zeitpunkt nicht noch teurer werden zu lassen, sollte das Gitter schnellstmöglich saniert werden.
Ich frage den Magistrat: Wann wird das Gitter saniert?
Antwort des Magistrats: Stadtrat Prof. Dr. Felix Semmelroth: Herr Stadtverordnetenvorsteher, meine sehr geehrten Damen und Herren, sehr geehrte Frau Dr. Teufel! In der Tat weist das Gitter um den kulturhistorisch und stadthistorisch bedeutsamen Gerechtigkeitsbrunnen erhebliche Defizite auf. Die Sanierungsprüfung, die wir vorgenommen haben, hat ergeben, dass die Beseitigung dieser Mängel mitnichten unaufwendig sein wird, aber auch in diesem Fall zeigt sich einmal mehr, dass Frankfurt eine Stadt des bürgerschaftlichen Engagements ist. Wie bei der Sanierung des legendären Uhrtürmchens in Bornheim, haben wir darum mit dem Freunde Frankfurts e. V. Gespräche geführt, der sich gerne an diesen Sanierungsmaßnahmen beteiligen würde. Die Prüfungen haben, wie gesagt, bereits stattgefunden. Ganz wesentlich sind jetzt noch die Abstimmungen mit dem Denkmalamt, mit dem Denkmalschutz, weil es sich um ein kulturhistorisch bedeutsames Denkmal der Stadt Frankfurt handelt. Das heißt, das Gitter muss natürlich so hergerichtet und teilweise erneuert werden, dass damit nicht der Gesamtcharakter des Denkmals beschädigt wird. Aber sobald diese Prüfungen abgeschlossen sind, werden wir mit der Sanierung beginnen können, also in absehbarer Zeit. (Beifall) Stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher Lothar Stapf: Die erste Zusatzfrage kommt von Herrn Stadtverordneten Emmerling von der SPD-Fraktion. Bitte! Stadtverordneter Eugen Emmerling, SPD: (Zusatzfrage) Herr Professor Semmelroth, ist denn auch sichergestellt, dass nach einer Sanierung, die natürlich dringend notwendig ist, auch in Zukunft ein gewisser Sicherheitsabstand bei der Bestuhlung und der Bereihung von Jahrmärkten und ähnlichen Veranstaltungen, die auf dem Römerberg stattfinden, eingehalten wird? Das Gitter wird immer wieder durch Stuhlreihen und Tische, die daran gestoßen werden, massiv beschädigt. Die Frage ist: Haben Sie Maßnahmen geplant oder vor, die dafür sorgen, dass das nicht mehr passiert? Stadtrat Prof. Dr. Felix Semmelroth: (fortfahrend) Wir wissen um die Bedeutung des Gerechtigkeitsbrunnens. Darum werden wir alles tun, um solche Maßnahmen zu ergreifen, dass keine Beschädigungen vorkommen. Aber wir wissen auch, dass nicht nur Unachtsamkeit gegeben ist, gerade bei solchen Großveranstaltungen, sondern auch eine gewisse Lust am Vandalismus. Das heißt, wenn man dort keinen Sicherheitszaun anbringen möchte, wird man immer die Gefahr haben, dass es zu neuerlichen Beschädigungen kommt. Aber sie sollten so weit wie möglich minimiert werden. Stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher Lothar Stapf: Eine weitere Zusatzfrage kommt von Herrn Stadtverordneten Ochs. Bitte! Stadtverordneter Bernhard E. Ochs, fraktionslos: (Zusatzfrage) Herr Stadtrat, ich korrigiere Sie ungern. Sie meinten das Uhrtürmchen im Ostend, nicht das in Bornheim. Aber wenn wir schon einmal beim Uhrtürmchen sind: Das Uhrtürmchen in Bornheim hat vor einigen Monaten neue Zeiger bekommen, und zuständig für den Wechsel der Zeiger war Ihr Amt. Diese Zeiger passen in der Form überhaupt nicht zu diesem Uhrtürmchen, weil sie viel zu filigran sind. (Heiterkeit) Wann wird dies denn wieder korrigiert, indem wieder die Uhrzeiger an das Bornheimer Uhrtürmchen kommen, die auch vom Stil her passen? Stadtrat Prof. Dr. Felix Semmelroth: (fortfahrend) Zum einen entschuldige ich mich, Herr Ochs, es liegt genau an der Grenze zwischen Ostend und Bornheim, zum anderen kann ich Ihnen wegen der Zeiger versichern, dass wir keinen Schutzzaun um das Uhrtürmchen anbringen werden, damit man sie nicht sieht. (Heiterkeit) Antragstellende Person(en): Stadtv. Dr. Nina Teufel
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 19. Februar 2016 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.