Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Produktbereich: 10 Wahlen und übergeordnete Angelegenheiten Produktgruppe: 10.03. Integration und Antidiskriminierung Produktbereich: 20 Bildung Produktgruppe:…

Vollständigen Titel anzeigen

Produktbereich: 10 Wahlen und übergeordnete Angelegenheiten Produktgruppe: 10.03. Integration und Antidiskriminierung Produktbereich: 20 Bildung Produktgruppe: 20.01 Schulbetriebsmanagement und pädagogische Aufgaben Stadtteilmütter und Kitarucksack: Ein E

Vorlagentyp: ESPD
219 Wochen bis zur Antwort6 Stationen im Verfahren3 SitzungenAbgelehnt

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

E-Mail-Abo einrichten

Begründung

Das in Essen inzwischen etablierte Modell der Stadtteilmütter hat bundesweit viele Nachahmer gefunden und ist kürzlich in Berlin-Neukölln mit dem Integrationspreis ausgezeichnet worden. Während in Frankfurt bisher viele durchaus erfolgreiche Modellprojekte für mehr oder weniger Geld durchgeführt wurden, mangelt es leider an deren korrekter Auswertung, die dann eine politische Entscheidung nach sich ziehen muss, d.h. entweder ein Projekt wird stadtweit institutionalisiert oder abgeschafft. Von den meisten Programmen, wie z.B. Hippy, profitieren ca. 30-50 Kinder. Die Stadtteilmütter sind so erfolgreich, weil sie Migrantenfamilien in die Lage versetzen, eigene Kompetenzen einzubringen, eng mit der Kindertagesstätte ihres Kindes zu kooperieren und als Multiplikatoren stabilisierend in ihren Stadtteil hinein zu wirken. Durch die gesamte Schullaufbahn vieler Kinder aus Zuwandererfamilien zieht sich die Feststellung, dass ihre Sprachkenntnisse in Deutsch unzureichend sind. Für den Erfolg in der Zweitsprache kommt der Erstsprache aber eine große Bedeutung zu: Verfügt ein Kind in seiner Muttersprache über ausgebildete Sprachstrukturen, kann es auch eine Zweitsprache erfolgreich erlernen. Zu diesem Zweck werden die Stadtteilmütter als Sprachvermittler geschult, bilden daraufhin eine Müttegrruppe und absolvieren zuhause in Absprache mit der Kita Lernmodule in ihrer Muttersprache. Das gleiche Lernmodul wird am nächsten Tag in der Kita auf Deutsch wiederholt. Handwerkszeug ist der besagte Kitarucksack, der die entsprechenden Lernmaterialien bereithält. Stadtteilmütter dienen so als Vorbild für andere Mütter aus dem eigenen sprachlichen und kulturellen Umfeld und leiten sie an, die Sprachentwicklung ihrer Kinder spielerisch zu fördern. Diese Tätigkeit wird mit einem Honorar vergütet. Die bisherigen Evaluationen zeigen eine deutlich bessere Sprachkompetenz in beiden Sprachen, ein besseres Verhältnis zwischen den Familien und den Kindertagesstätten, mehr Engagement der Mütter, selbst mehr Deutsch zu erlernen, und eine aktivere Rolle und höhere Identifikation der Mütter im Stadtteil. In Nordrhein-Westfalen sind zwischen 1999-2003 insgesamt 107 Rucksack-Gruppen in 19 Kommunen entstanden. Alle beteiligten Kommunen und ihre Kooperationspartner haben aufgrund der guten Erfahrungen und der regen Inanspruchnahme in den laufenden Jahren ihr finanzielles Engagement erhöht.

Inhalt

Etatantrag vom 24.11.2006, E 208

Betreff:

Produktbereich: 10 Wahlen und übergeordnete Angelegenheiten Produktgruppe: 10.03. Integration und Antidiskriminierung Produktbereich: 20 Bildung Produktgruppe: 20.01 Schulbetriebsmanagement und pädagogische Aufgaben Stadtteilmütter und Kitarucksack: Ein Erfolgsmodell auch in Frankfurt einführen

Vorgang:

H i n w e i s: Es handelt sich um eine Vorlage zum Vortrag des Magistrats, M 200 vom 06.10.2006, Haushaltsplan und Wirtschaftspläne für das Haushaltsjahr 2007, Investitionsprogramm 2007-2010, Finanzplanung in der Form des Konsolidierungsprogramms 2010. Das Ergebnis ist im Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 01.03.2007, § 1470, dokumentiert.

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

- Der Magistrat gibt die Entwicklung und Durchführung des Elternbildungs- und Sprachförderprogramms "Stadtteilmütter“ in ausgewählten Stadtteilen in Auftrag.

- Analog dem Beispiel der Stadt Essen werden alle betroffenen Kinder und ihre Familien mit Migrationshintergrund zur Durchführung des Projektes mit einem so genannten "Kita-Rucksack“ ausgestattet, der Materialien zur Leseförderung und zur kulturellen Bildung enthält.

- Zur Durchführung dieses Projektes werden zunächst für 2007 160 000 € bereitgestellt.

Begründung:

Das in Essen inzwischen etablierte Modell der Stadtteilmütter hat bundesweit viele Nachahmer gefunden und ist kürzlich in Berlin-Neukölln mit dem Integrationspreis ausgezeichnet worden. Während in Frankfurt bisher viele durchaus erfolgreiche Modellprojekte für mehr oder weniger Geld durchgeführt wurden, mangelt es leider an deren korrekter Auswertung, die dann eine politische Entscheidung nach sich ziehen muss, d.h. entweder ein Projekt wird stadtweit institutionalisiert oder abgeschafft. Von den meisten Programmen, wie z.B. Hippy, profitieren ca. 30-50 Kinder.

Die Stadtteilmütter sind so erfolgreich, weil sie Migrantenfamilien in die Lage versetzen, eigene Kompetenzen einzubringen, eng mit der Kindertagesstätte ihres Kindes zu kooperieren und als Multiplikatoren stabilisierend in ihren Stadtteil hinein zu wirken.

Durch die gesamte Schullaufbahn vieler Kinder aus Zuwandererfamilien zieht sich die Feststellung, dass ihre Sprachkenntnisse in Deutsch unzureichend sind. Für den Erfolg in der Zweitsprache kommt der Erstsprache aber eine große Bedeutung zu: Verfügt ein Kind in seiner Muttersprache über ausgebildete Sprachstrukturen, kann es auch eine Zweitsprache erfolgreich erlernen.

Zu diesem Zweck werden die Stadtteilmütter als Sprachvermittler geschult, bilden daraufhin eine Müttegrruppe und absolvieren zuhause in Absprache mit der Kita Lernmodule in ihrer Muttersprache. Das gleiche Lernmodul wird am nächsten Tag in der Kita auf Deutsch wiederholt. Handwerkszeug ist der besagte Kitarucksack, der die entsprechenden Lernmaterialien bereithält.

Stadtteilmütter dienen so als Vorbild für andere Mütter aus dem eigenen sprachlichen und kulturellen Umfeld und leiten sie an, die Sprachentwicklung ihrer Kinder spielerisch zu fördern. Diese Tätigkeit wird mit einem Honorar vergütet.

Die bisherigen Evaluationen zeigen eine deutlich bessere Sprachkompetenz in beiden Sprachen, ein besseres Verhältnis zwischen den Familien und den Kindertagesstätten, mehr Engagement der Mütter, selbst mehr Deutsch zu erlernen, und eine aktivere Rolle und höhere Identifikation der Mütter im Stadtteil.

In Nordrhein-Westfalen sind zwischen 1999-2003 insgesamt 107 Rucksack-Gruppen in 19 Kommunen entstanden. Alle beteiligten Kommunen und ihre Kooperationspartner haben aufgrund der guten Erfahrungen und der regen Inanspruchnahme in den laufenden Jahren ihr finanzielles Engagement erhöht.

Nebenvorlage: Antrag vom 12.02.2007, NR 318 Zuständige Ausschüsse: Haupt- und Finanzausschuss Ausschuss für Bildung und Integration Zuständige sonstige Gremien: KAV Versandpaket: 29.01.2007

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 24. November 2006Sie sind hier
    EE 208Produktbereich: 10 Wahlen und übergeordnete Angelegenheiten Produktgruppe: 10.03. Integration und Antidiskriminierung Produktbereich: 20 Bildung Produktgruppe: 20.01 Schulbetriebsmanagement und pädagogische Aufgaben Stadtteilmütter und Kitarucksack: Ein E
    Etatantrag · SPD
  2. 12. Februar 2007NRNR 318Projekt Stadtteilmütter im Rahmen des Projekts Soziale Stadt - Neue Nachbarschaften erprobenSTVV-Antrag · CDU, GRÜNE
  3. 8. Oktober 2007BB 736Projekt Stadtteilmütter im Rahmen des Projekts Soziale Stadt - Neue Nachbarschaften erprobenMagistratsbericht
  4. 22. Februar 2008BB 103Projekt Stadtteilmütter im Rahmen des Projekts Soziale Stadt - Neue Nachbarschaften erprobenMagistratsbericht
  5. 22. Januar 2010BB 48Projekt Stadtteilmütter im Rahmen des Projekts Soziale Stadt - Neue Nachbarschaften erprobenMagistratsbericht
  6. 4. Februar 2011Antwort des Magistrats · nach 219 WochenBB 91Projekt Stadtteilmütter im Rahmen des Projekts Soziale Stadt - Neue Nachbarschaften erprobenMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

EEtatantrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.

  1. 1Fraktion bringt Etatantrag ein
  2. 2Haushaltsberatungen
  3. 3Plenum beschließt den Haushalt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Haushaltstopf dieses Antrags
Zur Haushaltsanalyse

10.03 Integration und Antidiskriminierung

Ausgaben 2025: 20 Mio €

Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.

Beratungsverlauf3 Beratungen
KAV
Sitzung 12 · 05.02.2007
TO I, TOP 62
Angenommen
Der Vorlage E 208 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Ausschusses für Bildung und Integration
Sitzung 8 · 12.02.2007
TO I, TOP 40
Abgelehnt
1. Die Vorlage E 208 wird abgelehnt. 2. Der Vorlage NR 318 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUGrüneFDP
Ablehnung:
SPDLinke.wasgFAG
Sonstige:
REP (E 208 und NR 318 = Ablehnung)NPD (E 208 und NR 318 = Ablehnung)E.l (E 208 = Annahme, NR 318 = Votum im Haupt- und Finanzausschuss)
zu 2)
Zustimmung:
CDUGrüneFDP
Ablehnung:
SPD
Sonstige:
Linke.wasg (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)FAG (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD und LINKE.WASG (= Annahme) sowie FAG (= Prüfung und Berichterstattung) zu 2. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD (= Annahme im Rahmen E 208); LINKE.WASG und FAG (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP und NPD (E 208 und NR 318 = Ablehnung) E.L. (E 208 = Annahme, NR 318 = Votum im Haupt- und Finanzausschuss)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 9 · 27.02.2007
TO II, TOP 28
Abgelehnt
1. Die Vorlage E 208 wird abgelehnt. 2. Der Vorlage NR 318 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUGrüneFDP
Ablehnung:
SPDLinke.wasgFAG
Sonstige:
BFF (E 208 und NR 318 = Prüfung und Berichterstattung)REP (E 208 und NR 318 = Ablehnung)NPD (E 208 und NR 318 = Ablehnung)E.l (E 208 = Annahme)
zu 2)
Zustimmung:
CDUGrüneLinke.wasgFDP
Ablehnung:
SPDFAG
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD und LINKE.WASG (= Annahme) sowie FAG (= Prüfung und Berichterstattung) zu 2. CDU, GRÜNE, LINKE.WASG und FDP gegen SPD (= Annahme im Rahmen der Vorlage E 208) und FAG (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF (E 208 und NR 318 = Prüfung und Berichterstattung) REP und NPD (E 208 und NR 318 = Ablehnung) E.L. (E 208 = Annahme)

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
Alle verknüpften Vorlagen