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Osthafen - Realisierungskonzept .Hafen 2000+.

Vorlagentyp: B
316 Wochen bis zur Antwort7 Stationen im Verfahren5 Sitzungen

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Inhalt

Bericht des Magistrats vom 11.07.2003, B 551

Betreff:

Osthafen - Realisierungskonzept "Hafen 2000+"

Vorgang:

Beschl. d. Stv.-V. vom 25.09.1997, § 728

- NR 113 GRÜNE, B 378/02 -

Vorbemerkung

Die Stadtverordneten haben im September 1997 das Realisierungskonzept "HAFEN 2000+“ für den Frankfurter Osthafen verabschiedet (vgl. Beschluss § 728 vom 25.09.1997) und damit die Grundlage geschaffen, den Osthafen zu einem funktionalen, effizienten Zentrum des Güterumschlages umzubauen. Die Umsetzung der von den Hafenbetrieben und den Anliegern finanzierten Projekte ist zu etwa zwei Drittel abgeschlossen.

Der Bericht beschreibt den Stand der Umsetzung einzelner Projekte und Modernisierungsvorhaben in den zurückliegenden Monaten seit der letzten Berichterstattung (B 378 vom 02.04.2002) an die Stadtverordneten.

Der Bericht gliedert sich wie folgt:

  1. Immobilien-Management
  2. Verkehrsinfrastruktur
  3. Operatives Hafengeschäft
  4. Marketing und Öffentlichkeitsarbeit In der Anlage sind Flächenbilanzen, Informationen und statistische Werte zur weiteren Erläuterung beigefügt.
  5. Immobilien-Management Die einzelnen Maßnahmen, die im Zuge des Projektes "HAFEN 2000+“ im Osthafen begonnen wurden, haben im Berichtszeitraum spürbar an Dynamik zugenommen. Das Gelände des Westhafens befindet sich inzwischen vollständig in der Verwaltung der Westhafen-Entwicklungsgesellschaft.
    • Der Westhafen verwandelt sich zügig in ein neues modernes Stadtquartier. Große Baufortschritte machen der Westhafen-Tower (Richtfest war am 13.12.2002), das Brückengebäude und das Westhafenhaus, sowie die Molenbebauung. Bereits im August 2003 sind erste Gebäudebereiche bezugsfertig. Im westlichen Teil entstand vor der "Westhafen-Pier“ die neue wasserseitige Entladeanlage zur Kohlenandienung für das Heizkraftwerk-West (HKW) an der Gutleutstraße. Der Lagerhausbetrieb hat im Januar 2002 die verbliebenen Hallenbereiche geräumt. Die letzten Grundstücke im "Zollhof“ hat die Westhafen-Entwicklungsgesellschaft im Laufe des Jahres 2002 übernommen.
    • Die Flächen an der Ruhrorter Werft im Ost-Unterhafen sind bis auf den Bereich der Fa. Thyssen Sonnenberg Recycling GmbH TSR (UH.49) abgeräumt und stehen der städtebaulichen Entwicklung (EZB, Honselldreieck) zur Verfügung. TSR will im Spätherbst 2003 die neue Metall-Recyclinganlage mit einem Volumen von ca. 250.000 t p.a. an der Uhlfelderstraße in Betrieb nehmen. Für den Transport per Schiff und Bahn ist es die größte Anlage ihrer Art in Südhessen.
    • Die Neubebauung der Lindleystraße sowie die Umgestaltung der Straße und der Schienenanbindung liegen im gesetzten Zeitrahmen. Einzelheiten hierzu sind nachfolgend aufgeführt. Diesem Bericht ist eine Gesamtübersicht als Anlage beigefügt. Die Luftbilder und die dazugehörenden Flächenaufstellungen geben die aktuellen Grundstücksdaten wieder. Gleichzeitig werden die von den Unternehmen derzeit eingesetzten Verkehrsträger aufgezeigt. Anhand des Immobilienglobus in Anlage A wird ersichtlich, dass für neue Ansiedlungen nur im Unterhafen gegenüber dem Containerterminal mit entsprechendem Zeitvorlauf (Minimum 1 Jahr) rd. 10.000 qm sowie im Oberhafen Flächen von 7.000 qm derzeit zur Verfügung stehen. Über die zur Zeit noch nicht vermieteten und in den Luftbildern rot gekennzeichneten Flächen wird mit guten Erfolgsaussichten verhandelt. Die Nutzbarkeit und Erweiterung der Grundstücksflächen auf dem ehemaligen Maingas-Gelände zum Ausbau des operativen Geschäftes der Firma Mosolf wird fortgesetzt. Mittlerweile konnten auch die Planungen für die zweite Teilfläche so weit betrieben werden, dass noch in diesem Jahr das Gelände an der Daimlerstraße um rd. 20.000 qm erweitert werden kann. Ziel des Unternehmens ist es, entsprechend der vertraglichen Vereinbarung sobald wie möglich das Binnenschiff für den Transport von PKW’s bei der Bedienung des Standortes Frankfurt einzusetzen. 1.
  6. Logistik Zentrum Lindleystraße (LZL) Zentraler Baustein des Modernisierungsprozesses im Ostunterhafen ist die Umgestaltung der Lindleystraße zum sogenannten "Logistik Zentrum Lindleystraße – LZL“. Dieser misst auch die Stadtverordnetenversammlung besondere Bedeutung bei, wie sie in ihrem Beschluß zum Realisierungskonzept "Hafen 2000+“am 25.09.1997 (§ 728) bestätigt hat. Dort heißt es : "Ein besonderes Element, das auch von zentraler Bedeutung für das Realisierungskonzept ist, besteht in dem angepassten Übergang zwischen dem Hafen und der "Aufwertung“ der Hanauer Landstraße (HLS). Das auf Markt- und Standortanalysen basierende Strukturkonzept enthält folgende Kernelemente:
    • Interpretation der Lindleystraße als Schnittstelle zwischen dem Hafengebiet einerseits und der Hanauer Landstraße andererseits.
    • Ausbildung von Standorten für gewerbliche, hafenaffine Dienstleistungs- und Büronutzungen vom Osthafenplatz bis zur Schwedlerstraße.
    • Damit entsteht eine hochflexible Logistikzone für hochwertige Gewerbebetriebe aus dem Bereich der Lagerlogistik.
    • Rückbau eines Großteils der Schienenanlagen und Ausbau mit Grunderneuerung der Lindleystraße. Dieses Konzept wurde im Juni 1999 von der Betriebskommission als Basis für die weitere Entwicklung verabschiedet. Als Standort für das neue Gebäude der Hafenbetriebe konkretisierte sich der Bereich gegenüber der Einmündung der Schwedlerstraße. Von hier aus wurde das Gebiet als erster Bauabschnitt in Richtung Westen entwickelt. Als grundlegender Schritt für die Realisierung wurde zunächst mit der verkehrlichen Erschließungsplanung begonnen. Die Klärung des Bedarfs und der Anforderungen an die neuen Gebäude sowie die Sondierung des Marktes wurden begleitet von einem Raum- und Funktionsprogramm für das Betriebsgebäude der Hafenbetriebe, ein Etagenlager und ein Garagenhaus. Mit der Projektsteuerung für das Gesamtprojekt wurde die FAAG beauftragt. Die voraussichtlichen Gesamtbaukosten des Logistik Zentrum Lindleystraße ( Verkehrs-,Infrastruktur und Hochbauten) belaufen sich auf ca. 36,6 Mio. Euro (netto). 1.1.1 Neubauvorhaben der Hafenbetriebe 1. 1.1.1 Bürogebäude der Hafenbetriebe (Anlage A – UH 49.4) Das Bürogebäude der Hafenbetriebe ist fertiggestellt. Der Einzug der Hafenbetriebe erfolgte bereits am 21.06.
  7. Das moderne Bürohaus bildet am attraktiven Standort am Schwedlersee einen der Köpfe der Logistikzone und kennzeichnet den Übergang zu der sich nördlich anschließenden Dienstleistungsnutzung. Die Wasserschutzpolizei und die Hafenmeisterei zogen kurz danach ein, die ihren Standort am westlichen Ende der Lindleystraße zugunsten der weiteren Entwicklung von Lager- und Logistikflächen räumen mussten. Mit der Planung wurde das Hochbauamt der Stadt Frankfurt am Main direkt beauftragt. Mit dem neuen Bürogebäude steht eine zukunftsweisende Gebäudetechnik zur Minimierung der Betriebskosten zur Verfügung. Daten und Fakten: Grundfläche 562 m² Geschosse 7 Bruttogeschossfläche 3.700 m² Bruttorauminhalt 16.000 m³ Außenabmessungen 23,7 x 23,7 m Traufhöhe 26,04 m Planungszeit Dezember 1999 - Dezember 2000 Bauzeit Mai 2001 - Mai 2002 Das Gebäude wurde im Juni 2002 nach nur einem Jahr Bauzeit bezogen. Bis auf ein Büro im
  8. OG von 58 qm sind alle Etagen belegt, respektive vermietet. 1.1.1.2 Schwedlerplatz (Anlage A– UH 49.3) Neben der Grunderneuerung der Lindleystraße und Verlegung des Hauptbetriebs-gleises der Hafenbahn wird die Freiflächengestaltung mit Begrünungsmaßnahmen die Attraktivität des neuen Standortes entlang der Lindleystraße erheblich steigern. Besondere Aufmerksamkeit wird hierbei der am
  9. Februar 2003 eingeweihte "Heinz-Raspe-Platz“ (Heinz Raspe, Hafendirektor von 1947-1971) auf sich lenken, der am Hafenbecken zwischen Bürogebäude und Garagenhaus liegt. Mit der Planung und Bauleitung der Freianlagen um das Bürogebäude und den Platz wurden die Landschaftsplaner B.A.E.R. Becsei+Hackenbracht, Frankfurt, beauftragt. Der neue "Heinz-Raspe-Platz“ ist ein offener schlichter Platz, der in Teilbereichen begrünt ist. Es entstand ein der Öffentlichkeit zugänglicher attraktiver Außenbereich zum Verweilen, zur Naherholung und nachhaltiger Aktivierung des Stadtbereiches. Daten und Fakten: Grundfläche 1.620 m² Planungszeit 2000 - 2002 Bauzeit 2002 - 2003 1.1.1.3 Garagenhaus (Anlage A– UH 49.3) Das Garagenhaus wurde im Rahmen der Neustrukturierung des Osthafens als nicht-öffentliches Parkhaus der Hafenbetriebe für hafeneigene Belange konzipiert. Es ist so ausgelegt, dass es die Stellplätze der bis zu einer Entfernung von 400 m liegenden Gebäude des Lager- und Logistikzentrums Lindleystraße aufnehmen kann und damit dem zukünftigen Stellplatzbedarf Rechnung trägt. Das Gebäude liegt zwischen Lindleystraße und dem Hafenbecken, sowie zwischen dem "Heinz-Raspe-Platz“ und dem im Bau befindlichen Kontorhaus. Das Gebäude verfügt als offenes Garagenhaus über ca. 445 Stellplätze einschließlich 9 Behindertenparkplätzen im Erdgeschoss, es besteht aus 8 Geschossen bzw. 15 Parkdecks, die halbgeschossig versetzt angeordnet sind. Mit der Planung wurde die FAAG beauftragt. Daten und Fakten: Grundfläche 1.650 m² Bruttogeschossfläche 12.382,60 m² Bruttorauminhalt 33.871,60 m³ Planungszeit Mai 2000 - März 2002 Bauzeit November 2001 - September 2002 Das Garagenhaus wurde im September 2002 seiner Bestimmung übergeben. 1.1.1.4 Kontorhaus Osthafen (Anlage A – UH 49.2) Mit dem Kontorhaus Osthafen entsteht ein multifunktional nutzbares Gebäude in attraktiver Lage. Hier finden Unternehmen, die von der vorhandenen Infrastruktur - wie Schiene, Schiff und LKW - direkt profitieren, einen optimalen Standort für vielfältige logistische Dienstleistungen und Tätigkeiten. Zwischen Hafenbahn und Lindleystraße gelegen ist es optimal verkehrlich erschlossen, bietet aber auch mit den zum Hafenbecken ausgerichteten Büros und Verkaufsräumen eine unverwechselbare Adresse. Das Erdgeschoss des Gebäudes dient vorrangig der Warenlogistik. Es soll an Firmen vermietet werden, die Waren bewegen, ausstellen, umschlagen und neu verteilen. Hier kann die Rampenandienung mit Lkw als auch durch Bahnverkehr erfolgen. Die großen zusammen.hängenden Lagerflächen sind mit Gabelstaplern zu befahren. In den Obergeschossen entwickelt sich das Kontorhaus in zwei parallele Gebäudeflügel, die sich für vielfältige Nutzungen eignen. Die große Gebäudetiefe der einzelnen Flügel und die klare Grundstruktur ermöglicht ein flexibles "Loft“-Konzept. Lager-, Service-, Atelier- und Werkstattflächen können in diesem offenen Konzept realisiert werden. Die Rohbaustruktur wurde so konzipiert, dass auch Büroformen umsetzbar sind. Jede Etage kann in bis zu acht Mieteinheiten unterteilt werden. Die hohe Funktionalität und architektonische Gestaltung des Kontorhauses schafft Spielräume für eine interessante Nutzungsmischung und prägt das starke Image des Hauses. Mit der Planung wurde das Architekturbüro Dietz-Joppien Architekten, Frankfurt am Main, beauftragt. Daten und Fakten: Grundfläche 4.200m² Geschosse 6 Bruttogeschossfläche 19.250 m² Bruttorauminhalt 61.875 m³ Mietfläche pro Geschoss rd. 2.550 m² Geschosshöhe der Obergeschosse: 3,80 m Baubeginn September 2002 Fertigstellung des Rohbaus Juli 2003 geplante Bezugsfertigkeit April 2004 1.1.1.5 Begleitende Baumaßnahmen für die Lindleystraße – Straßenbau, Gleisbau und Erschließungsmaßnahmen Um als Standort konkurrenzfähig und attraktiv zu werden und langfristig zu bleiben, empfahl die Projektentwicklungsstudie der FAAG als Initialmaßnahme die technische und gestalterische Erneuerung der Lindleystraße. Im Einvernehmen mit dem Stadtplanungsamt und der Bauverwaltung wird die Lindleystraße zur effizienteren Ausnutzung der Verkehrsräume und Baufelder an die nördliche Gebietsgrenze verlegt. Ihr neuer, leistungsfähiger und modern gestalter Straßenraum bietet ein positives Image sowie eine reibungslose Abwicklung des Ladeverkehrs. Sie erhält auf der nördlichen Seite einen Gehweg und einen Parkstreifen unter Bäumen. Auf der Südseite der Fahrbahn ist ein Längsparkstreifen für Lkw.s vorgesehen sowie ein Sicherheits- und Trennstreifen. Die FAAG wurde mit der Planung und Bauleitung beauftragt. Mit der Ausführung wurde Ende 2002 begonnen. Durch die Reduzierung der Anzahl der Gleise am Hafenbecken südlich der Lindleystraße auf ein Gleis und die Verlegung des Hauptbetriebsgleises der Hafenbahn auf dieses Gleis kann der gesamte Straßenkörper der Lindleystraße um die Trassenbreite der Hafenbahn nach Norden und die Grundstücksgrenze der Parzellen an der Lindleystraße in Richtung Hafenbecken verlegt werden. Dieses verbessert wesentlich die Verkehrslogistik. Mit der Planung und Bauleitung wurde die FAAG beauftragt. Die Gleisbauarbeiten wurden im Dezember 2002 abgeschlossen. Nach Abschluss der Gleisbaumaßnahme wurde unter Berücksichtigung der Neubau.vorhaben mit dem Kanalbau begonnen. Wenige Wochen zuvor wurden die Kabeltrassen für Strom, Gas, Wasser und Telekommunikation neu verlegt. Bis Ende 2004 sollen alle Straßenbaumassnahmen abgeschlossen sein. 1.1.2 Entwicklungsprojekte privater Investoren - Lofthouse am Schwedlersee (s. Anlage A– UH 49.5) - e.log.-Port Center (s. Anlage A– UH 49.1) Die Vertragsabschlüsse für das "Lofthouse am Schwedlersee“ und für das “e.log.-Port Center“ sind noch in Verhandlung. Beide Investoren baten vor dem Hintergrund der allgemeinen wirtschaftlichen Situation darum, die Gesamtlaufzeit der Erbbaurechtsverträge auf jeweils 99 Jahre zu verlängern. Der Magistrat hat diesen Wünschen entsprochen (M 283 und M 284 vom 20.12.2002). Der Abschluss der beiden Erbbaurechtsverträge ist im Jahr 2003 zu erwarten.
  10. Verkehrsinfrastruktur Die Güter- und Wirtschaftsverkehre brauchen eine optimale Verkehrsinfrastruktur. Es ist Aufgabe der Hafenbetriebe, diese der Hafenwirtschaft zur Verfügung zu stellen. Daher werden die öffentlichen Hafenanlagen moderni.siert und ausgebaut, die Verkehrsinfrastruktur sowohl den Anforderungen des Verkehrs als auch den Bedürfnissen der Unternehmen angepasst und optimiert. In 2002 wurden folgende Projekte abgeschlossen:
    • Verlegung des Hauptbetriebsgleis im Bereich der Lindleystraße auf den Kaibereich. Dieses neue Hauptbetriebsgleis verbindet den Vorbahnhof Intzestraße mit dem Flusshafen an der Ruhrorter Werft bis hin zum Obermainkai und schließt die Verbindung zum Westhafen entlang des Europäischen-Zentral-Bank-Areals und der Grünanlagen mit ein.
    • Die Hochkaibildung an der Würzburger Werft (Uhlfelderstraße) ist abgeschlossen.
    • Im Bereich der Schmickstraße wurde durch eine Gleiseindeckung die Möglichkeit für die Bahn- und Lkw-Be-/-entladung optimiert.
    • Die Gleisanlage im Westhafen, u.a. zur bahnseitigen Bedienung des Heizkraftwerkes West, wurde in Betrieb genommen. Schwerpunkte der aktuellen Verkehrsinfrastrukturprojekte sind:
    • Erneuerung der Gleisanlagen vor dem Containerterminal in der Schmickstraße zur Verbesserung der Rangiertätigkeiten bei der Containerverladung. Diese Arbeiten werden im Mai 2003 begonnen.
    • Erneuerung der Gleisanlagen im Bereich der Hochkaibildung Würzburger Werft in Zusammenarbeit mit der Firma TSR. Es ist hierbei die Eindeckung des Gleisbereichs vorgesehen, um den Umschlag von Altmetall auf die Bahn bzw. auf das Schiff gleichermaßen flexibel zu gestalten.
    • Mit der Umgestaltung der Schmickstraße wird aus Gründen der Verkehrsführung im Osthafen erst nach Beendigung der Straßenbauarbeiten in der Lindleystraße begonnen. Durchführung 2004/2005.
    • Umgestaltung Uhlfelderstraße. Die Planung wird mit dem Straßenbauamt sowie mit dem Stadtplanungsamt abgestimmt. Hierbei wird insbesondere ein neuer Straßenquerschnitt unter Beachtung des stark zunehmenden LKW- Verkehrs festgelegt. Planung 2003, Durchführung 2004.
  11. Operatives Hafengeschäft Im Umfeld wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen entwickelte sich die Gesamtverkehrsleistung 2002 im Hafen Frankfurt auf Vorjahresniveau. Mit Lkw, Schiff und Bahn wurden rd. 13,4 Mio.Tonnen in den Frankfurter Häfen umgeschlagen. Diese Gesamtleistung darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Lkw am Verkehrswachstum generell am stärksten partizipiert, und dies zu Lasten der beiden Verkehrsträger Schiff und Bahn. Diese Entwicklung sowie strukturelle Einflüsse spiegeln sich im operativen Geschäft der Hafenbetriebe wieder. So konnten mengenmäßige Verluste beim Umschlag von Mineralölprodukten wie Benzin, Diesel und Heizöl oder bei den Baustoffen und den dazugehörigen Recyclingstoffen nicht aufgefangen werden. Zusätzlich machte sich die Baumaßnahme im Westhafen für die neue wasserseitige Kohleumschlagsanlage negativ im Umschlag bemerkbar. Hingegen zeigt der Containertransport über das Terminal im Osthafen erfreuliche Zuwachsraten. Mit Inbetriebnahme der neuen zweiten Kranbrücke konnte so der Umschlag in 2002 um 28% gesteigert werden. Das Transportvolumen der Hafenbahn hat sich im Jahr 2002 positiv entwickelt. Durch intensive Beratung und Betreuung unserer Kunden sowie Gewinnung eines Neukunden aus der Baustoffbranche konnte der Hafenbahnverkehr um 5,4% gesteigert werden. Zu dem guten Ergebnis haben auch die Schienenersatzverkehre wegen der Baumaßnahme an der Förderanlage im Westhafen beigetragen. Der vom Westhafen in den Osthafen verlagerte Lagerhausbetrieb konnte in einem hafeneigenen Lagergebäude an der Lindleystraße erstmals wieder deutliche Umschlagszuwächse erzielen und damit seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Dazu gehört u.a. die tägliche "Just in time“-Auslieferung von Verpackungsmaterialien an einen im Hafen ansässigen Produktionsbetrieb per Hafenbahn.
  12. Marketing und Öffentlichkeitsarbeit Für eine stärkere Auslastung der Häfen und eine weiter optimierte Güterlogistik werden die Hafenbetriebe stärkeren Einfluss auf das operative Geschäft im Hafen nehmen. Aus diesem Grund wurde die HFM Hafen Frankfurt Managementgesellschaft mbH gegründet, die schneller und flexibler auf Marktanforderungen reagieren kann. Die HFM hat per 01.07.2002 den gesamten Hafenbetrieb über einen Pachtvertrag übernommen. Das Personal der Hafenbetriebe steht der HFM durch den Personalgestellungsvertrag mit dem gesamten Know-how zur Verfügung und wird sukzessive durch neues Personal der HFM ergänzt und unterstützt. Auch damit wurde einem Teil des Projektes "Hafen 2000+“ – einer möglichen Umwandlung der Hafenbetriebe in die private Rechtsform – Rechnung getragen. Moderne Häfen sind heute nicht mehr nur Schnittpunkte für trimodale Transport- und Logistikketten mit entsprechender Infrastruktur, sondern auch marktaktive und kundenorientierte Dienstleistungsunternehmen. Hierbei übernimmt das Hafenmanagement die Rolle des Koordinators für Transporte, die über den Frankfurter Hafen abgewickelt werden. Ziel ist es, im Leistungsverbund mit den Hafenanliegern, Bahnen und anderen Häfen in Zukunft verstärkt Verkehrs- und Transportketten auf- und auszubauen. Die persönlichen Kontakte zu den Unternehmen im Hafen und deren gewachse.ne Bereitschaft, kooperativ miteinander zu agieren, führte zu erheblich verbesserten Leistungen und Logistikabläufen. Das Transportvolumen für Frankfurt blieb dadurch erhalten. Die Umsetzung der Konzeption "HAFEN 2000+“ findet weiterhin großes Interesse und Beachtung in anderen deutschen Hafen-Städten und in der Fachöffentlichkeit: Nicht nur die Aktivitäten, die der Hafen Frankfurt in Richtung Einbindung der Hafenbahn in den regionalen Güterverkehr vorsieht, sondern auch enge Kooperationen mit benachbarten Häfen. Es ist daher Aufgabe des Managements, die Chancen einer optimierten Güterlogistik im Zusammenhang mit dem Projekt "HAFEN 2000+“ zu nutzen. Dazu zählt unter anderem die Schaffung neuer Ganzzugverkehre zu den europäischen Seehäfen und Wirtschaftszentren in Zusammenarbeit mit den Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen aus dem europäischen Verkehrsbereich. Am
  13. Mai 2002 wurde der Frankfurter Osthafen 90 Jahre alt. Mit zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft wurde bei einem Festakt nicht nur die historische Bedeutung des Hafens gewürdigt, es gab vor allem einen Ausblick in die Zukunft des Güterzenturms Hafen Frankfurt am Main. Die Presseresonanz auf diesen feierlichen Anlass war enorm, was sich auch in der teils umfangreichen Berichterstattung sowohl in der Lokal- und Fachpresse, als auch in Rundfunkbeiträgen widerspiegelte (Siehe Anlage B ff). Am
  14. September 2002 fand unter dem Motto "Hafenanlieger stellen sich vor“ der "2. Frankfurter Hafentag“ statt. Nachdem sich die Frankfurter Hafenwirtschaft in der Vergangenheit mehrfach erfolgreich nach außen hin dargestellt hat, war es Zielsetzung dieser Veranstaltung, sich nach innen zu präsentieren. Eine erste Gruppe von Unternehmen der hafenanliegenden Wirtschaft hatte sich bereiterklärt, Führungskräften und Mitarbeitern von Unternehmen im Hafen ihr Leistungsprogramm und ihre Produktionsabläufe vorzustellen. Parallel dazu bestand die Möglichkeit, hafenseitig die Umschlagsanlagen und Gleisanlagen im Osthafen zu besichtigen. Das Informationsangebot stieß bei den Betrieben im Hafen auf eine gute Resonanz, und eine Vielzahl von Besuchsterminen und Gesprächen konnten organisiert werden. Zusammenfassung Die Umsetzung des Projektes "HAFEN 2000+“ verläuft weitgehend nach Plan. Die Entscheidung zum Bau des Bürohauses als administratives Zentrum des Hafens war richtig. Hafenbehörde, Hafenordnungsdienst, Wasserschutzpolizei, die Firma TietoEnator (Finnland), Hafenbetriebe und HFM belegen bis auf derzeit 58 qm den gesamten Komplex. Die neue Schieneninfrastruktur im Bereich Franziusstraße und Schmickstraße (Überfahrbarkeit durch LKW) hat sich hervorragend bewährt und war Beispiel für die gleiche Struktur entlang des Kaibereichs der Lindleystraße. Per Stand Frühjahr 2003 belaufen sich die bereits getätigten resp. vorgesehenen Investitionen der Hafenwirtschaft, der Logistikunternehmen und der Hafenbetriebe selbst auf ein Volumen von über 180 Mio. Euro. Dies sind gut 30 Mio. Euro mehr als im Vorjahr (siehe Anlage C). Hier zeigt sich, dass Investitionen für die Zukunft im positiven Wirtschaftsumfeld eine Eigendynamik entwickeln. So siedelte z.B. die Firma Prologis als Logistikdienstleister und Investor neu auf dem ehemaligen Gelände von Wayss + Freytag an, die Spedition König bezog einen Neubau im Bereich des Gutleuthafens. Zu Beginn der Umsetzung des Projektes im Jahr 1998 wurde die Investitionssumme noch mit 102 Mio. Euro beziffert. Das Projekt "HAFEN 2000+“ wird von der Hafen- und Verkehrswirtschaft voll akzeptiert und unterstützt. Die gesamtwirtschaftliche Lage hat leider zu einer Verzögerung beim Bau des e.log.-Port-Centers und des administrativen Centers neben dem Hafenbürogebäude im Bereich des Logistikzentrums Lindleystraße geführt. Planungen der Investoren sehen den Baubeginn noch in 2003 vor, sobald die entsprechenden Verträge unterzeichnet sind. Die Planungen der Europäischen Zentralbank auf dem Großmarktgelände erforderten eine geänderte Gleisführung des Hauptbetriebsgleises im Bereich des Honsell-Dreiecks. Die Lindleystraße wird neu gestaltet und verlegt. An ihrer Nordseite liegende Unternehmen wollen nach der Fertigstellung angebunden werden. Ein Problem für den Hafengüterverkehr stellt nach wie vor der Verkehrsknoten Intzestraße/Hanauer Landstraße dar, bis die Erneuerungen der Intzestraße im Zusammenhang mit der Bebauung des ehemaligen Raab-Karcher-Gelände einen wesentlich verbesserten Verkehrszu- und -ablauf gewährleisten. Die hervorragende Anbindung des Hafens Frankfurt an das transeuropäische Netzwerk (Wasserstraße, Schienenwege) im Zusammenhang mit der Modernisierung der Hafeninfrastruktur sind die Basis für die weitere wirtschaftliche Entwicklung beider Unternehmen. Das aktive Einschalten in das operative Geschäft durch die HFM im Bereich der Bahnlogistik und des Lagerhaushandlings sind ein weiteres Angebot für unsere heimische Wirtschaft. Sie sichern die bestehenden Arbeitsplätze, aber schaffen auch die Chancen zur Bildung neuer Arbeitsplätze und stärken den Standort Frankfurt am Main. Der bisherige Projektablauf bestätigt dies. Die mit dem Realisierungskonzept "HAFEN 2000+“ verbundenen Investitionen der Hafenbetriebe verlaufen, sowohl in Höhe wie Zeit, weitgehend entsprechend Plan. Zwar zwingen mitunter technische Probleme,Anforderungen des Marktes, gesetzliche Vorgaben, Veränderungen bei den Unternehmen selbst und nicht vorhersehbare Situationen durch Altlasten zu Änderungen und teilweise auch zu Kostenerhöhungen, die aber bisher alle abgedeckt werden konnten. Veränderungen bei Straßen- und Gleisführungen dienen dabei letztlich auch der künftigen optimierten Nutzung aber auch, wie im Bereich der Lindleystraße, einer möglichen Anbindung der nördlich gelegenen Unternehmen. Die Trimodalität des Hafens Frankfurt am Main ist die Grundlage der künftigen wirt.schaftlichen und weitgehend umweltschonenden Abwicklungen des gesamten Wa.rengüterverkehrs für die Stadt Frankfurt und die Region. Die Förderung des Wirtschaftsraumes und des Standortes Frankfurt am Main sind wesentliche Ziele. Dazu dient die Umsetzung des Projektes "HAFEN 2000+“. Nachdem das Realisierungskonzept "Hafen 2000+“ weitgehend umgesetzt wurde und die HFM zwischenzeitlich den gesamten Hafenbetrieb im Rahmen eines Pachtvertrages übernommen hat, sieht der Magistrat seinen aus dem Vortrag an die Stadtverordnetenversammlung M 151 vom 20.06.1997 herrührenden Auftrag zur gesonderten jährlichen Berichterstattung als erbracht an. Der Magistrat wird jedoch die Geschäftsführung der HFM anhalten, im Rahmen der jährlichen Lageberichterstattung ein besonderes Kapitel den noch ausstehenden Umsetzungsmaßnahmen zu widmen, das auf Wunsch der Stadtverordnetenversammlung zur Verfügung gestellt werden kann. Anlagen: (nicht vervielfältigt) Anlage A: Globus der Immobilien Flächenbilanzen Anlage B: Prospekt Hafen mit LZL, Presseberichte Anlage C: statistische Werte Anlage A_Flaechenbilanzen (ca. 144 KB) Anlage A_Gutleuthafen (ca. 480 KB) Anlage A_Oberhafen (ca. 86 KB) Anlage A_UHFranziusstrasse (ca. 400 KB) Anlage A_UHGesamtansicht (ca. 382 KB) Anlage A_UHLindleystrasse (ca. 326 KB) Anlage A_UHRuhrorterWerft (ca. 632 KB) Anlage A_UHSchmickstrasse (ca. 506 KB) Anlage B_1 (ca. 6692 KB) Anlage B_2 (ca. 4829 KB) Anlage B_3 (ca. 3585 KB) Anlage B_4 (ca. 1075 KB) Anlage B_5 (ca. 586 KB) Anlage C_1 (ca. 403 KB) Anlage C_2 (ca. 491 KB) Anlage C_3 (ca. 372 KB) Anlage C_4 (ca. 386 KB) Anlage C_5 (ca. 372 KB) Anlage C_6 (ca. 429 KB) Anlage Deckblatt (ca. 10 KB)

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 20. Juni 1997MM 151Osthafen - Realisierungskonzept "Hafen 2000+"Magistratsvortrag
  2. 11. September 1997NRNR 113Osthafen - Realisierungskonzept "Hafen 2000+"STVV-Antrag · GRÜNE
  3. 24. April 1998BB 274Osthafen - Realisierungskonzept "Hafen 2000+"Magistratsbericht
  4. 10. September 1999BB 650Osthafen-Realisierungskonzept "Hafen 2000+"Magistratsbericht
  5. 10. November 2000BB 873Osthafen-Realisierungskonzept .Hafen 2000+.Magistratsbericht
  6. 2. April 2002BB 378Osthafen-Realisierungskonzept .HAFEN 2000+.Magistratsbericht
  7. 11. Juli 2003Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 316 Wochen
    BB 551Osthafen - Realisierungskonzept .Hafen 2000+.
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf5 Beratungen
OBR 11
Sitzung 23 · 08.09.2003
TO II, TOP 10
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 551 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 4
Sitzung 23 · 09.09.2003
TO II, TOP 9
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 551 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüne
Ablehnung:
PDS
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD und GRÜNE gegen PDS (= Zurückweisung)

Ausschusses für Planen und Bauen
Sitzung 25 · 06.10.2003
TO I, TOP 20
Beraten
nicht auf TO a) Die Beratung der Vorlage B 551 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. b) Der Vorsitzende wird gebeten, den Wirtschaftsdezernenten zur nächsten Ausschusssitzung einzuladen, um das Konzept "Hafen 2000" im Ausschuss für Planen und Bauen vorstellen zu lassen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPFAGREP
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP, FAG und REP

Wirtschaftsausschusses
Sitzung 24 · 07.10.2003
TO I, TOP 7
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 551 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPFAG
Sonstige:
REP (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (= Kenntnis)

Ausschusses für Planen und Bauen
Sitzung 26 · 10.11.2003
TO I, TOP 21
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 551 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPFAGREP
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP, FAG und REP

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
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