Seniorengerechtes Wohnen in Frankfurt (I): Durch eine Bedarfsanalyse voranbringen
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Bericht des Magistrats vom 01.12.2006, B 513
Betreff:
Seniorengerechtes Wohnen in Frankfurt (I): Durch eine Bedarfsanalyse voranbringen
Vorgang:
Beschl. d. Stv.-V. vom 14.09.2006, § 707
- NR 52 GRÜNE, B 233/06 -
Zwischenbericht:
Die im vorliegenden Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, § 707 vom 14.09.2006, unter Punkt II.1 genannten Grundstücke sind für den Bau einer "betreuten Altenwohnanlage“ grundsätzlich geeignet. Die Grundstücke befinden sich allerdings nicht im Eigentum der Stadt Frankfurt am Main. Ein Investor für ein solches Projekt ist bisher nicht bekannt.
Zu einem Zeitpunkt, zu dem über die Realisierung einer neuen betreuten Altenwohnanlage noch nicht entschieden ist und weder ein Investor noch ein Einrichtungs- und Betreuungsträger dies anstreben, sind Überlegungen hinsichtlich eines Konzepts zur interkulturellen Betreuung aus Sicht des Magistrats verfrüht.
Sollte sich die Tendenz zugunsten eines entsprechenden Wohnangebots konkretisieren, müsste eine Konzeption unter Mitwirkung der künftigen Einrichtungs- und Betreuungsträger sowie anderer Akteure erarbeitet werden. Das Konzept könnte beispielsweise an den Strukturen im Victor-Gollancz-Haus (Interkulturelles Altenhilfezentrum des Frankfurter Verbandes für Alten- und Behindertenhilfe e. V.) orientiert sein oder aber ein anderes Szenario des Zusammenlebens unterschiedlicher Kulturen beschreiben.
Der Begriff "Seniorengerechtes Wohnen“ ist nicht eindeutig. Seniorinnen und Senioren spiegeln die Vielfalt unserer Gesellschaft wider und der Begriff "seniorengerecht“ ist ebenso wenig eindeutig definiert, wie der Begriff "seniorenfreundlich“. Im Antrag NR 52 wird der Bau betreuter Altenwohnungen als eine Lösung bei umfangreicher Pflegebedürftigkeit gesehen. Dies trifft aber eher nicht zu, da das Leistungsspektrum der Betreuungsträger den Mieterinnen und Mietern nicht primär ambulante Pflegedienstleistungen, sondern einen Hausnotruf einschließlich eines haushaltsnahen Services anbietet.
Die Einschätzung des Magistrats zum "seniorengerechten“ Wohnen sowie zur Barrierefreiheit, zur Rolle von Investoren und zu Interventionsmöglichkeiten der städtischen Ämter ist im Bericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung, B 493 vom 04.07.2005, dargelegt.
Die Teilberichte I bis IV zur Partizipativen Altersplanung liegen mit dem Bericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung, B 346 vom 01.09.2006, vor und umfassen u. a. auch eine Vielzahl von Kapiteln zum Wohnen. So ergab die repräsentative Befragung in diesem Rahmen beispielsweise, dass 135 (13,4%) von 1.011 Befragten in Frankfurt am Main an einen Umzug denken. 34,6% dieser 135 Personen möchten in ein Haus mit Betreuungsangeboten ziehen. Eine weitere Feststellung im Teilbericht I ist, dass ältere Menschen, die in Seniorenwohnungen und Altenpflegeheimen leben, eine Minderheit bilden: Ende 2004 hatten knapp 10.500 Personen (rd. 7% der Frankfurter Einwohnerinnen und Einwohner ab 60 Jahren) ihren Wohnsitz an einer Adresse, an der sich Seniorenwohnungen und/oder Altenpflegeheime befinden.
Die Mehrzahl der älteren Menschen möchte so lange wie möglich ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben in den "eigenen vier Wänden“ führen. Ungeachtet dessen wird sich der Magistrat bemühen, einen Investor für eine betreute Altenwohnanlage zu finden, sofern im Gallusviertel ein Bedarf für eine solche Einrichtung tatsächlich besteht.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 28. April 2006BB 233Seniorengerechtes Wohnen in Frankfurt (I) Durch eine Bedarfsanalyse voranbringenMagistratsbericht
- 14. Juni 2006NRNR 52Alten Menschen ein Leben in vertrauter Umgebung ermöglichenSTVV-Antrag · GRÜNE
- 1. Dezember 2006Sie sind hierBB 513Seniorengerechtes Wohnen in Frankfurt (I): Durch eine Bedarfsanalyse voranbringenMagistratsbericht
- 16. April 2007BB 187Seniorengerechtes Wohnen in Frankfurt (I): Durch eine Bedarfsanalyse voranbringenMagistratsbericht
- 3. Dezember 2007Antwort des Magistrats · nach 83 WochenBB 858Seniorengerechtes Wohnen in Frankfurt (I): Durch eine Bedarfsanalyse voranbringenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE.WASG, FDP, FAG und BFF Sonstige Voten/Protokollerklärung: NPD (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE.WASG, FDP, FAG und BFF Sonstige Voten/Protokollerklärung: NPD (= Kenntnis)