Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Massiv gestiegener Fluglärm im Frankfurter Norden

Vorlagentyp: B
15 Wochen bis zur Antwort4 Stationen im Verfahren9 Sitzungen

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Wohnen verfolgen

Inhalt

Bericht des Magistrats vom 02.12.2011, B 487

Betreff: Massiv gestiegener Fluglärm im Frankfurter Norden Vorgang: A 39/11 SPD Der Magistrat arbeitet intensiv in den Gremien des Forums Flughafen und Region (FRR) mit. Ein Ergebnis dieses Gremiums ist das

  1. Maßnahmenpaket zum aktiven Schallschutz aus dem Jahr
  2. Die Maßnahmenvorschläge zielen darauf ab, möglichst viele Menschen, die in der Region von Fluglärm betroffen sind, zu entlasten bzw. zusätzliche Belastungen nach dem Ausbau so gering wie möglich zu halten. Neben technischen Maßnahmen am Luftfahrzeug, die den durch das Flugzeug erzeugten Lärm verringern, werden operative Maßnahmen durch veränderte Flugprofile, Flugverfahren, Routen oder ähnliches erprobt. Es ist gelungen, einen Teil der Maßnahmen (z.B. Flottenumrüstung, Optimierung der Starts, bevorzuge Start- und Landebahnnutzung, späteres Eindrehen auf den Endanflug) bereits vor Inbetriebnahme der neuen Landebahn umzusetzen bzw. zu erproben. Im Rahmen der Neustrukturierung des Luftraums über der Rhein-Main-Region zur Vorbereitung der Inbetriebnahme der neuen Landebahn sind am 10.03.2011 neue Anflugregelungen in Kraft getreten. Für Frankfurt am Main bedeuten die neuen Anflugrouten, dass der nördliche Gegenanflug um 2,55 km nach Norden verschoben worden ist. Der Anflug erfolgt seither vor allem über Niederursel, Heddernheim, Eschersheim (Nord), Frankfurter Berg und Berkersheim. Zum Schutz vor vermeidbarem Fluglärm hat der Magistrat im Juni 2011 bei der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) beantragt, dass die Flugzeuge eine Höhe von mindestens 2.400 m (8.000 Fuß) über dem Stadtgebiet von Frankfurt am Main einhalten. Die DFS hat den Antrag abgelehnt, weil der Kapazitätsbedarf bei wechselnder Verkehrsdichte einen vertikal variabel nutzbaren Luftraum unverzichtbar mache. Zur Beantwortung der detaillierten Anfrage der SPD wurde die Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) um Stellungnahme gebeten. Die DFS hat wie folgt Stellung genommen: "Zu Frage 1: Im nördlichen Bereich Frankfurts verläuft eine sogenannte "Radarführungsstrecke", die dazu dient, anfliegende Flugzeuge zunächst einmal vorzusortieren, um sie im späteren Verlauf sicher, geordnet und flüssig auf den Endanflug einzudrehen. Bei dieser Route handelt es sich um ein im Luftfahrthandbuch Deutschland veröffentlichtes Verfahren, das die Fluglotsen der Anflugkontrolle zur sicheren Führung der Flugzeuge nutzen. Die Lage dieser Radarführungsstrecke wird zum Großteil durch das Regelwerk der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) definiert - ein Abweichen ist aus Sicherheitsgründen unrealistisch. Zu den Fragen 2 und 3: Die Luftfahrzeuge werden von der Anflugkontrolle nur dann niedrig geführt, wenn absehbar ist, dass sie zeitnah auf den Endanflug eingedreht werden können. Dies kann bei Westbetriebsrichtung auf Höhe Niederdorfelden/Schöneck geschehen und in Ostbetriebsrichtung auf Höhe westliches Wiesbaden. Bei hohem Verkehrsaufkommen wird allerdings zukünftig vermehrt eine hohe Anzahl von Luftfahrzeugen auf ca. 5.000 Fuß (ca. 1500 m) geführt, um die notwendigen Sicherheitsabstände vor dem Eindrehen auf den Endanflug herzustellen. Zu Frage 4: Das in der Anfrage angesprochene "Steilanflugverfahren" wird bisher nur am Flughafen London-City praktiziert, den ausschließlich kleine Flugzeugmuster anfliegen und den vorgegebenen Sinkgradienten flugphysikalisch umsetzen können. Das Anflugverfahren in London Heathrow (Nutzung mehrerer Warteschleifen in sehr großen Höhen) lässt sich aus Gründen der Luftraumstruktur im Flughafenbereich Frankfurt nicht realisieren, da sich in größeren Höhen bereits Anflüge auf benachbarte Flughäfen wie Köln, Düsseldorf oder Stuttgart befinden. Was gerne verschwiegen wird ist, dass in London die Anflüge in niedriger Höhe mitten über das Londoner Stadtgebiet geführt werden und (die im Verhältnis besonders lauten) Abflüge viel länger niedrig gehalten werden müssen - nämlich so lange, bis sie die Warteschleife der Anflüge unterflogen haben. Zu Frage 5: Nein, diese Presseberichte sind unzutreffend. Eine derartige Vorgehensweise der DFS würde ihrem gesetzlichen Auftrag zuwiderlaufen. Zu Frage 6: Die DFS hat seit dem Jahr 2002 in Kartendarstellungen die mit der Inbetriebnahme der neuen Bahn erfolgenden Veränderungen visualisiert und in Pressemitteilungen artikuliert. Sie hat darüber hinaus in der Fluglärmkommission ausführlich über die zu erfolgenden Veränderungen berichtet und wurde dazu von der Kommission beraten."

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar. Nach der letzten Antwort wurde das Thema erneut aufgegriffen.

  1. 7. September 2011AA 39Massiv gestiegener Fluglärm im Frankfurter NordenSTVV-Anfrage · SPD
  2. 2. Dezember 2011Sie sind hier
    BB 487Massiv gestiegener Fluglärm im Frankfurter Norden
    Magistratsbericht
  3. 19. Dezember 2011Antwort des Magistrats · nach 15 WochenBB 513eungesheimTitel/Betreff: Maßnahmen gegen die vom Rhein-Main-Flughafen ausgehenden Beeinträchtigungen im Ortsbezirk 10Magistratsbericht
  4. 19. Januar 2012OFOF 159/10eungesheimFraktion: SPDTitel/Betreff: Kontinuierliche Emissionsmessungen zur Abschätzung der Risiken im Ortsbezirk.10 sowie des Naturschutz- und Naherholungsgebiets .GrünGürtel Frankfurt.Ortsbeiratsantrag

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf9 Beratungen
OBR 14
Sitzung 7 · 09.01.2012
TO I, TOP 14
Beraten
Die Vorlage B 487 wird zurückgewiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
2 CDUGrüne1 SPD
Ablehnung:
1 SPD
Enthaltung:
1 CDUFreie Wähler
Abstimmung im Original

Abstimmung: 2 CDU, GRÜNE und 1 SPD gegen 1 SPD (= Kenntnis); 1 CDU und FREIE WÄHLER (= Enthaltung)

KAV
Sitzung 11 · 16.01.2012
TO II, TOP 40
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 487 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

OBR 13
Sitzung 7 · 17.01.2012
TO I, TOP 6
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 487 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 10
Sitzung 7 · 17.01.2012
TO I, TOP 35
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 487 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüne
Ablehnung:
SPDLinkeFreie WählerFDP
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU und GRÜNE gegen SPD, LINKE., FREIE WÄHLER und FDP (= Zurückweisung)

OBR 9
Sitzung 7 · 19.01.2012
TO II, TOP 5
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 487 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneFDPFreie Wähler
Ablehnung:
SPDLinke
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, FDP und FREIE WÄHLER gegen SPD (= Kenntnis als Zwischenbericht) und LINKE. (= Zurückweisung)

OBR 15
Sitzung 7 · 20.01.2012
TO I, TOP 21
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 487 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDFreie WählerFDPNPD
Ablehnung:
Grüne
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, FREIE WÄHLER, FDP und NPD gegen GRÜNE (= Zurückweisung)

OBR 12
Sitzung 7 · 20.01.2012
TO I, TOP 18
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 487 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

OBR 8
Sitzung 7 · 26.01.2012
TO I, TOP 36
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 487 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Ausschusses für Umwelt und Sport
Sitzung 7 · 16.02.2012
TO I, TOP 22
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 487 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDFDPFreie Wähler
Ablehnung:
Linke
Sonstige:
Piraten (Kenntnis)NPD (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, FDP und FREIE WÄHLER gegen LINKE. (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Piraten und NPD (= Kenntnis)

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
Alle verknüpften Vorlagen