Förderprogramm .Leerstehende Räume für Kreative.
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Thema Wohnen verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 28.10.2011, B 436
Betreff: Förderprogramm "Leerstehende Räume für Kreative" Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 25.03.2010, § 7859 - NR 1748/10 CDU und GRÜNE - Zwischenbilanz des Förderprogramms "Leerstehende Räume für Kreative" Das von den Stadtverordneten am 25.03.2010 beschlossene Förderprogramm "Leerstehende Räume für Kreative" zielt auf die Förderung der Umnutzung leerstehender Räume zu günstigen Mietpreisen für Kreativbetriebe und Künstler. Die Programmlaufzeit des Förderprogramms wurde zunächst bis Ende 2011 befristetet. Für diesen Zeitraum wurden Haushaltsmittel in Höhe von 135 T€ für das Jahr 2010 und 270 T€ für das Jahr 2011 zur Verfügung gestellt. Der Magistrat ist aufgefordert, der Stadtverordnetenversammlung rechtzeitig zur Beratung des Haushaltes 2012 über den Erfolg des Programms zu berichten. Zur Erreichung der Förderziele des Programms wurde der Magistrat mit dem vorgenannten Beschluss zum Einen beauftragt, für die Vergabe von Fördermitteln eine Richtlinie zu erarbeiten und den Stadtverordneten zur Beschlussfassung vorzulegen. Der Stadtverordnetenbeschluss über das "Frankfurter Programm zur Förderung des Umbaus leerstehender Räume - Richtlinien für die Vergabe von Bauzuschüssen" erfolgte am 16.12.2010. Der Magistrat wurde ferner beauftragt, zur Zielerreichung eine Leerstandsagentur einzurichten, die zwischen Eigentümern von leerstehenden Räumen und Räume suchenden Kreativen vermittelt. Die erforderliche öffentliche Ausschreibung dieser Tätigkeit durch den Magistrat erfolgte am 10.11.2010. Den Zuschlag erhielt die Bewerbung von basis e.V., die zuvor bereits seit einigen Jahren in Frankfurt erfolgreich bei der Vermittlung von preisgünstigen Räumen an junge Künstler tätig waren. Die Beauftragung erfolgte am 15.02.2011. Für die Tätigkeit der Leerstandagentur durch basis e.v. wurde der Name "R A D A R - Kreativräume für Frankfurt" und der Internetauftritt www.radar-frankfurt.de entwickelt. Aufgrund der oben beschriebenen Zeitabläufe konnte mit der Programmumsetzung im Februar 2011 begonnen werden. Demnach kann zum Stand September 2011 über eine tatsächliche Laufzeit des Programms von 7 Monaten berichtet werden: R A D A R - Kreativräume für Frankfurt R A D A R verzeichnet bei Kreativen eine hohe und dynamische Nachfrage nach günstigen und gleichzeitig zentral gelegenen Arbeits-, Geschäfts- und Projekträumen. Dabei zeigt sich, dass es sich beim Großteil der Anfragen um junge, gerade von den Hochschulen abgegangene Kreative handelt, die es sehr schwer haben auf dem freien Mietmarkt Fuß zu fassen. R A D A R arbeitet hier an einem breiten Spektrum von Perspektiven zwischen kurzfristig temporär zu nutzenden Projektflächen und einem differenzierten Angebot für nachhaltige Professionalisierungsbestrebungen junger Kreativer. Bei den Aktivitäten von R A D A R, zwischen den Belangen der Kreativszene und den Interessen der Eigentümer leer stehender Flächen in den Quartieren zu vermitteln zeichnen sich erste Erfolge ab. Ein wesentlicher Bestandteil ist in diesem Zusammenhang die von R A D A R geleistete Vernetzungsarbeit zwischen Kreativen, Eigentümern, Stadtteilinitiativen und Institutionen. Hier können vor allem z.T. auch kurzfristige Zwischennutzungen und die Ermöglichung von künstlerischen und kreativen Projekten dazu dienen, das Umfeld und Eigentümer für Kreative zu sensibilisieren, um so ein Bewusstsein für die Kreativwirtschaft als bereichernden Faktor für den Stadtteil zu schaffen. Generell lässt sich bei jungen Kreativen eine Orientierung in zentrale Quartiere wie das Bahnhofsviertel verzeichnen während diese Tendenz bei etablierteren Kreativen abnimmt. Auch hier setzt R A D A R an und vermittelt Raumangebote, die in zentraler Lage nicht zu finden sind, außerhalb der am meisten begehrten Quartiere. Hierdurch lässt sich eine Kreativszene und ein kreatives Klima in den Quartieren nach und nach etablieren, und sich deren Attraktivität für Kreative generell erhöhen. Mit den bisherigen Vermittlungen deckt R A D A R ein breites Nutzungsspektrum ab, das von Ausstellungsprojekten über befristete Zwischennutzungen bis hin zu dauerhaften Mietverträgen reicht. R A D A R trägt dem unterschiedlichen Anfrageprofilen von jungen Hochschulabsolventen bzw. etablierten Kreativen sowohl nach kleinen Einzelräumen als auch großen Gemeinschaftsflächen Rechnung. Die Vermittlung dauerhafter Mietverhältnisse ist naturgemäß mit längerem Vorlauf an Verhandlungen und dem Ausloten von Fördermöglichkeiten verbunden. Hier zeichnet sich nach einem halben Jahr der Arbeit von R A D A R ein Beschleunigungsprozess ab. R A D A R etabliert sich nach und nach in der Wahrnehmung des Klientels der Kreativen und der Eigentümer. Erfolgreiche Vermittlungen machen nicht zuletzt durch bestehende Vernetzungen der Kreativen untereinander Schule und lassen einen weiteren Anstieg der Vermittlungsfrequenz erwarten. Bislang wurden durch R A D A R ca. 6400 m2 leerstehende Flächen ermittelt, die potenziell für Zwischennutzungen geeignet sind. 1600 m2 leerstehende Flächen wurden als potenziell für dauerhafte Nutzungen für Kreative geeignet ermittelt.1.405 m2 konnten für Nutzungen für Kreative vermittelt werden, die keine Fördermittel in Anspruch genommen haben. 15 Objekte sind derzeit auf der Webseite ausgeschrieben und sind um ein Vielfaches nachgefragt worden. "Frankfurter Programm zur Förderung des Umbaus leerstehender Räume - Richtlinien für die Vergabe von Bauzuschüssen" Für die Fälle von längerfristigen Nutzungen durch Kreative bietet das "Frankfurter Programm zur Förderung des Umbaus leerstehender Räume - Richtlinien für die Vergabe von Bauzuschüssen" einen wichtigen Anreiz für Eigentümer, ihre Immobilien, die nicht mehr den Anforderungen des Marktes gewerblicher Immobilen genügen aber noch keine neue Nutzungsperspektive gefunden haben im Sinne einer positiven Quartiersentwicklung für Kreative Nutzungen zur Verfügung zu stellen. Die Förderung eines Umbaus von für Kreative geeigneten Räumlichkeiten wird pauschal als Zuschuss gewährt. Je Antragsteller können förderfähige Gesamtkosten bis zu 150 Euro pro Quadratmeter bei einer förderfähigen Mietfläche bis maximal 120 Quadratmetern berücksichtigt werden. Bei Einsetzung von Eigenkapital oder Eigenleistung des Antragstellers bis zu 15% der Fördersumme werden die förderfähigen Gesamtkosten um diesen Betrag erhöht. Die Räume müssen mindestens fünf Jahre lang für Kreative zur Verfügung stehen. Im Rahmen der zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel abzüglich der Kosten für R A D A R können bei jeweiliger Ausschöpfung der Förderhöchstsumme jährlich 12 Projekte zu je max. 18.000 € gefördert werden. Bei Inanspruchnahme der Möglichkeit, die Förderung durch Eigenkapital aufzustocken würde sich die Anzahl der Förderprojekte auf jährlich 10 zu je max. 20.700 € reduzieren. Im Berichtszeitraum von 7 Monaten wurden 3 Anträge bewilligt, weitere 10 Anträge sind in Bearbeitung und könnten in 2011 bewilligt werden. Bei den Objekten handelt es sich um gewerbliche Flächen, die überwiegend im Erdgeschoss oder
- Obergeschoss in den Stadtteilen Bahnhofsviertel, Gutleut, Ostend und Fechenheim liegen und mit insgesamt 1486 m2 zusätzlich zu den o.g. Flächen durch R A D A R vermittelt wurden. Alle bisherigen Antragsteller beabsichtigen den Einsatz von Eigenkapital und schöpfen damit die Förderobergrenze aus. Damit sind Mittel in Höhe von 236 T€ bewilligt bzw. nachgefragt und die jährlich veranschlagten Kosten in 2011 bereits nach 7 Monaten überzeichnet. Dies kann durch die Hinzuziehung der Veranschlagung für 2010, die infolge der oben beschriebenen Zeitläufe nicht verausgabt werden konnte, ausgeglichen werden. Sofern bei einer künftigen Fortsetzung der Förderung eine Erhöhung der jährlichen Förderzahlen angestrebt wird, müssen die Mittel aufgestockt werden. Eine Reduzierung der bereits niedrigen Fördersummen wird als nicht zielführend erachtet. Fazit: Der Magistrat zieht eine überaus positive Zwischenbilanz des im Berichtszeitraum sehr erfolgreich durchgeführten Förderprogramms "Leerstehende Räume für Kreative, das aus einer Kombination der städtischen Zuschussförderung und der Vermittlungstätigkeit von R A D A R besteht, und schlägt daher vor, das Förderprogramm im Jahr 2012 und den Folgejahren des Investitionsprogramms 2012-2015 mindestens in Höhe der bisherigen jährlichen Veranschlagung fortzusetzen, auf weitere Stadtteile auszudehnen und zu verstetigen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 22. Januar 2010MM 11Förderprogramm "Leerstehende Räume für Kreative"Magistratsvortrag
- 25. Februar 2010NRNR 1748Förderprogramm .Leerstehende Räume für Kreative.STVV-Antrag · CDU, GRÜNE
- 28. Oktober 2011Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 92 WochenBB 436Förderprogramm .Leerstehende Räume für Kreative.Magistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf7 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Annahme bei Enthaltung FREIE WÄHLER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und FDP Sonstige Voten/Protokollerklärung: FREIE WÄHLER, Piraten und NPD (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER und Piraten Sonstige Voten/Protokollerklärung: NPD (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und FREIE WÄHLER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE. und FDP Sonstige Voten/Protokollerklärung: FREIE WÄHLER und Piraten (= Kenntnis)