Pflegeangebot für schwerstabhängige Drogenkranke sichern
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Zusammenfassung
Der Magistrat schlägt vor, das Pflegeangebot für schwerstabhängige Drogenkranke in Frankfurt zu sichern, da die bisherigen Bemühungen um einen Alternativstandort ergebnislos waren. Es wird angestrebt, die bestehende Drogenhilfeeinrichtung zu erhalten und gegebenenfalls auszubauen, um den Bedürfnissen der Betroffenen besser gerecht zu werden.
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Schielestraße — 3 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 05.12.2025.
- Pflegeangebot für schwerstabhängige Drogenkranke sichern05.12.2025 · B (Bericht des Magistrats)
- Beschleunigung der Sanierung von Industriestraßen05.12.2025 · B (Bericht des Magistrats)
- Situation auf dem Frankfurter Arbeitsmarkt - kommunale Beschäftigungsförderung14.11.2025 · B (Bericht des Magistrats)
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Durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 11.07.2024, § 4994 wurden 17.000 Euro zur Digitalisierung des Bestandes ISG FFM S12VEC "Zeitzeug*innengespräche - Frankfurter Erzählcafe" bereitgestellt. Die 193 Aufnahmen auf 213 Kassetten mit einer Spieldauer von insgesamt 349 Stunden dokumentieren die seit 1990 im Institut für Stadtgeschichte geführten Zeitzeugen- und Zeitzeuginnengespräche. Dazu gehören die Lebenserinnerungen von im Nationalsozialismus verfolgten Frankfurtern und Frankfurterinnen (u. a. Trude Simonsohn, Mile Braach, Peter Cahn, Ricky Adler, Email Carlebach), Berichte von Gastarbeitern und Gastarbeiterinnen der ersten und zweiten Generation (u. a. aus der Türkei, Griechenland, Italien, aber auch aus Chile, Guinea und Russland) und Interviews mit bedeutenden Persönlichkeiten aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens wie Ignatz Bubis, Rudi Arndt, Jean Claude Diallo, lring Fetscher, Walther Leisler Kiep, Emil Mangelsdorff, Lore Kramer und Frolinde Balser.
Die Erzählcafés befassten sich aber auch mit aussterbenden Berufen (wie den Mainschiffern), boten Raum für Kindheitserinnerungen von Frankfurter Originalen und ließen Menschen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern wie sozialen Einrichtungen (pro familia), Kunst und Kultur (Künstler wie Ferry Ahrle und Institutionen wie der HR und die großen Frankfurter Verlage), Sport (Heinz Ulzheimer, Bronzemedaillist der Olympischen Spiele 1952) oder dem religiösen städtischen Leben zu Wort kommen. Aber auch Menschen am Rande der Gesellschaft wie Obdachlose oder Prostituierte wurden eingeladen und ihre Berichte dokumentiert. Die Erzählcafé-Aufzeichnungen bieten damit ein breites Spektrum an lebensnahen Berichten, die für unterschiedliche Fragestellungen und Zielgruppen herangezogen werden können - genannt seien nur stellvertretend die Bereiche Erinnerungskultur (Gedenkstätten, Zeitzeugen- und Zeitzeuginnenbefragungen) sowie Pädagogik.
Für die Digitalisierung der 193 Filme aus dem Zeitraum 1990 bis 2004 auf 213 Kassetten erhielt die Firma AvantMedia im März 2025 den Zuschlag. Die Bänder wurden zunächst mittels RTI Tapecheck gereinigt und geglättet. Die Digitalisierung erfolgte in Full-HD-Auflösung und entspricht damit den Anforderungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft und nestor-AG für die langzeitsichere Archivierung audiovisueller Medien. Nach Übermittlung der Daten an das ISG wurden die Files qualitätskontrolliert und auf den von Amt 16 betreuten Digitalisateserver umkopiert. Die Masterfiles werden langfristig im Digitalen Magazin (DiMag) des ISG archiviert, Nutzungsdigitalisate werden weiterhin auf dem Digitalisateserver vorgehalten und können jederzeit bereitgestellt werden. Die durch AvantMedia zurückgelieferten Videobänder werden im Sinne des Originalerhalts weiterhin im Kühlmagazin des Karmeliterklosters archiviert, sie werden aber keine weitere Nutzung erfahren. Eine detaillierte Erschließung mit Zeitcodes der digitalisierten Aufnahmen wird im Archivinformationssystem Arcinsys erfolgen; eine Nutzung wird dann ab Januar 2026 noch einfacher und nutzerfreundlicher.
Durch dieses wichtige Digitalisierungsprojekt ist die dauerhafte Erhaltung und Nutzung eines für Frankfurt kulturhistorisch bedeutenden Bestandes sichergestellt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 6. Juni 2024EE 141Produktbereich: 21 Kultur, Freizeit und Sport Produktgruppe: 21.01 Kulturelle Dienstleistungen und Projekte Digitalisierung Zeitzeug*innengespräche - Frankfurter ErzählcaféEtatantrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
- 10. November 2025Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 75 WochenBB 407Digitalisierung Zeitzeug*innengespräche - Frankfurter ErzählcaféMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, BFF-BIG, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP und Stadtv. Bäppler-Wolf (= Kenntnis)