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Kampagne Dezernat V

Vorlagentyp: B
11 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren1 Sitzung
Vorlage
Idee
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Zusammenfassung

Die Kampagne des Dezernats V wurde initiiert, um die Bürger:innen über ihre Beteiligungsmöglichkeiten an städtischen Projekten zu informieren. Ziel war es, die neu verabschiedete Richtlinie zur Öffentlichkeitsbeteiligung bekannt zu machen und die Plattform ffm.de zu bewerben. Die Kampagne hat wesentlich zur Sichtbarkeit des Themas Bürger:innenbeteiligung beigetragen.

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Bericht

  1. Grundlagen und Zielsetzung der Kampagne

- Seit wann läuft die aktuelle Kampagne des Dezernats V und bis wann ist sie vorgesehen?

Die Kampagne wurde am 20. September 2025 gestartet und aufgrund der Herbstferien im Zeitraum vom 1. bis 20. Oktober 2025 vorübergehend ausgesetzt. Die Plakatkampagne endete planmäßig am 20. November

2025.

Die begleitende Social-Media-Kampagne wurde darüber hinaus bis Anfang Dezember 2025 fortgeführt.

- Welche übergeordneten Ziele und Botschaften sollen durch die Kampagne kommuniziert werden?

Ziel der Kampagne war es, die Beteiligungsmöglichkeiten der Bürger:innen der Stadt Frankfurt am Main an städtischen Projekten stärker bekannt zu machen. Ein besonderer Schwerpunkt lag darauf, die im Mai 2025 verabschiedete Richtlinie zur Öffentlichkeitsbeteiligung sowie deren Inhalte hervorzuheben. Die Kampagne machte deutlich, dass nun eine verbindliche Richtlinie existiert, die Qualitätsstandards für Beteiligungsprozesse definiert und den Bürger:innen eine verlässliche Grundlage bietet.

Zudem wurde das Beteiligungsportal ffm.de umfassend kommuniziert. Als zentrale Beteiligungsplattform der Stadt Frankfurt am Main, auf der sämtliche städtische Beteiligungsprojekte gebündelt werden, wurde das Logo der Plattform in die Öffentlichkeitskampagne gut sichtbar integriert. Insgesamt trug die Kampagne maßgeblich dazu bei, das Thema Bürger:innenbeteiligung in Frankfurt stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

Mit der Kampagne wurde dem politischen Auftrag an die Stabsstelle Bürger:innenbeteiligung entsprochen. Im Etatantrag 158 "Leitlinien und (bestehende) Maßnahmen der Bürger:innenbeteiligung in Frankfurt bekannt machen" (E 158 vom 07.06.2023 der GRÜNEN-, SPD-, FDP-, Volt-Fraktion) wurde der Stabsstelle unter anderem der folgende Auftrag erteilt: "Die bereits vorhandenen Möglichkeiten zur Beteiligung von Bürger:innen bekannter machen und damit den Dialog zwischen Bürger:innenschaft und Verwaltung fördern. Damit Bürger:innen über Möglichkeiten und Wege der Beteiligung in der Stadt Frankfurt informiert sind, müssen verschiedene Kanäle der Öffentlichkeitsarbeit bedient werden. Um möglichst breit in die Bevölkerung zu wirken, sind vielfältige Formate der Ansprache nötig."

- Welche Bevölkerungsteile oder Zielgruppen möchte das Dezernat mit der Kampagne erreichen?

Als Gesichter der Kampagne wurden bewusst unterschiedliche Persönlichkeiten ("Local Heroes") ausgewählt, die jeweils verschiedene Zielgruppen ansprechen. Bei der Auswahl wurde zudem besonderen Wert auf Diversität gelegt.

Die Kampagne wurde crossmedial angelegt und über verschiedene Kommunikationskanäle ausgespielt, die von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen genutzt werden. Neben einer umfangreichen Plakatierung in allen Stadtteilen Frankfurts - um auch Menschen mit überwiegend analogem Mediennutzungsverhalten zu erreichen - erfolgte eine gezielte Aussteuerung über Social-Media-Kanäle, um insbesondere jüngere Zielgruppen mit adressatengerechter Kommunikation anzusprechen.

2. Ausgestaltung und Reichweite

- Welche Medien, Kanäle und Formate (u.a. digitale Plattformen, Printprodukte,

Veranstaltungen) werden für die Kampagne genutzt?

Für die Kampagne wurde ein breit angelegter crossmedialer Mix aus digitalen und analogen Kommunikationsformaten genutzt, um eine möglichst große Reichweite in unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zu erzielen.

Die Social-Media-Kommunikation erfolgte über Instagram, LinkedIn sowie teilweise über den städtischen Account der Stadt Frankfurt am Main (frankfurt.de), wodurch die Inhalte auch auf Facebook, X und Bluesky ausgespielt wurden.

Das typografische Plakatmotiv wurde außerdem auf digitalen Informations- und Werbeflächen an der Schillerstraße, der Bockenheimer Warte sowie der Berliner Straße gezeigt.

Zudem wurde ein 10-Sekunden-Spot mit Edin Hasanovic über einen Zeitraum von zehn Tagen auf den digitalen Anzeigen an den U-Bahngleisen der Hauptwache ausgespielt.

Zur Erhöhung der Sichtbarkeit im Stadtgebiet kamen verschiedene Formen analoger Außenwerbemedien zum Einsatz:

  • City-Light-Poster: Die vier "Local Heroes"- Motive wurden über vier Wochen hinweg an jeweils zehn Standorten pro Woche in der Innenstadt präsentiert. Jeweils ein "Local Hero" pro Woche. Eine Woche lang wurden die typografischen Poster präsentiert.
  • Litfaßsäulen: Sechs Plakatmotive (jeweils englisches und deutsches typografisches Motiv sowie vier "Local Heroes"- Motive) wurden über 42 Tage auf 50 % der städtischen Litfaßsäulen gezeigt.
  • U-Bahnhöfe: An 47 Standorten wurden die Plakatmotive über einen Zeitraum von 42 Tagen an den U-Bahngleisen platziert.

Die "Local Heroes" der Kampagne waren: Edin Hasanovic, Maryse Luzolo, Eileen O'Sullivan und Franziska Reichenbacher.

In der Zentralbibliothek der Stadt Frankfurt am Main, in den städtischen Bürgerämtern sowie in der Bürgerberatung wurde entweder ein kurzer Clip mit Edin Hasanovic oder eine typografische Anzeige gezeigt.

Im Rahmen der Social-Media-Kampagne wurden zudem:

  • drei Erklärvideos zur Richtlinie für Öffentlichkeitsbeteiligung produziert, die zu einem späteren Zeitpunkt auch auf der Website "frankfurt fragt mich" eingebunden werden sollen, und
  • zwei Reels (Kurzvideos), die dazu aufrufen, sich über ffm.de an Beteiligungsprozessen zu beteiligen.

- Wie viele Werbemittel und Medien wurden produziert und bislang eingesetzt?

Es wurden sechs Poster entwickelt und gestaltet sowie fünf Reels produziert, darunter drei Erklärreels zur Richtlinie, die auch nach Abschluss der Kampagne auf der Webseite ffm.de genutzt werden. Darüber hinaus wurden insgesamt 20 Postings erstellt, wovon fünf Postings zur Ankündigung der Reels dienten, sodass sich die Anzahl der eigentlichen Postings auf rund 15 beläuft.

- Gibt es weitere geplante Maßnahmen im Rahmen oder Anschluss der

Kampagne?

Derzeit sind keine zusätzlichen Maßnahmen im unmittelbaren Rahmen oder im direkten Anschluss an die Kampagne vorgesehen.

Die Bekanntmachung von Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger:innen sowie die kontinuierliche Hinführung zu ffm.de stellen jedoch eine dauerhafte Aufgabe der Stabsstelle Bürger:innenbeteiligung dar. Entsprechend wird die Stabsstelle auch weiterhin geeignete Kommunikationswege nutzen, um das Thema Bürger:innenbeteiligung in der Stadtöffentlichkeit sichtbar zu halten - beispielsweise durch digitale Hinweise auf den Informationsbildschirmen in den Bürgerämtern sowie weitere kontinuierliche Kommunikationsmaßnahmen.

3. Finanzierung und Kostenstruktur

- Wie hoch belaufen sich die Gesamtkosten der Kampagne, inklusive externer Dienstleistungen, Produktion, Verbreitung und etwaiger interner Aufwendungen?

Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf etwa 70.500 Euro (netto).

- Aus welchem Haushaltstitel werden die Kosten getragen?

Die Stabsstelle Bürger:innenbeteiligung erfüllt hiermit den von der Politik gegebenen Auftrag mit der E 158: "Leitlinien und (bestehende) Maßnahmen der Bürger:innenbeteiligung in Frankfurt bekannt machen." Hierfür wurden 100.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Nachdem die Richtlinie im Mai 2025 verabschiedet wurde hat die Stabsstelle sehr zügig eine offene Ausschreibung durchgeführt und zeitnah die Entwicklung der Öffentlichkeitskampagne gestartet.

- Wurden die Ausschreibungsmodalitäten eingehalten und falls ja, wie gestaltete sich das Verfahren?

Die Ausschreibungsmodalitäten wurden eingehalten. Die Stabsstelle Bürger:innenbeteiligung erstellte eine detaillierte Leistungsbeschreibung, in der die Anforderungen an die potenzielle Agentur sowie die Zuschlagskriterien festgelegt wurden. Es handelte sich um eine offene Ausschreibung, auf die sich insgesamt 14 Agenturen beworben haben. Letztlich setzte sich die Agentur Urban Media Project erfolgreich durch.

4. Abstimmung und Verantwortlichkeiten

- Mit welchen weiteren Dezernaten, Ämtern oder städtischen Gesellschaften wurde die Kampagne im Vorfeld abgestimmt?

Die Kampagne wurde im Vorfeld innerhalb des internen Netzwerks Bürger:innenbeteiligung der Stadt Frankfurt am Main kommuniziert. Dieses Netzwerk umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Ämter und stellt eine zentrale Austauschplattform zur Koordination von Beteiligungsaktivitäten dar. Im Rahmen dieses Gremiums wurde darüber informiert, dass eine stadtweite Öffentlichkeitskampagne gestartet wird.

- Welche Rolle hat das Presse- und Informationsamt in Konzeptentwicklung und Umsetzung übernommen?

Das Presse- und Informationsamt (PIA) war in die Konzeptentwicklung der Kampagne im Vorfeld nicht eingebunden. Die Social-Media-Redaktion des PIA wurde jedoch vorab über die geplanten Maßnahmen informiert und unterstützte die Umsetzung, indem sie Inhalte der Kampagne über den offiziellen Social-Media-Account der Stadt Frankfurt am Main stadtweit verbreitete.

- In welcher Art und Weise wurde der Magistrat über die Kampagne informiert und involviert?

Die Kampagne erfolgte als Umsetzung des politischen Auftrags (Etatantrag 158 "Leitlinien und (bestehende) Maßnahmen der Bürger:innenbeteiligung in Frankfurt bekannt machen") und wurde entsprechend durch Dezernat V verantwortet und gesteuert.

5. Gestaltung und Überprüfung

- Welche Agenturen oder Dienstleister waren an der Konzeption und Produktion beteiligt und nach welchen Kriterien wurden sie ausgewählt?

Nach eingehender Prüfung der Ausschreibungskriterien wurde die offene Ausschreibung zugunsten der Offenbacher Agentur Urban Media Project entschieden. Die Kriterien umfassten insbesondere den angebotenen Preis, die Qualität und Schlüssigkeit des eingereichten Konzepts sowie die Zusammensetzung und Qualifikation des eingesetzten Agenturteams. Des Weiteren wurde Ströer für die Werbemaßnahmen beauftragt.

- Entspricht das gestalterische Erscheinungsbild den Vorgaben des Corporate Designs der Stadt Frankfurt?

Es wurde das offizielle Logo der Stadt Frankfurt am Main verwendet. Ebenso wurde mit der Farbgebung (grau, schwarz, weiß und rot) der Farblichkeit entsprochen, die die Stadt Frankfurt am Main in der Außenkommunikation nutzt. Somit nimmt die Kampagne Bezug zum Corporate Design der Stadt Frankfurt am Main, wie es für viele Öffentlichkeitskampagnen der Stadt üblich ist.

- Wurde die Kampagne vor Veröffentlichung rechtlich und politisch hinsichtlich Neutralität und möglicher Assoziationen geprüft?

Die Kampagne wurde auf Grundlage des Stadtverordnetenbeschlusses E 158 umgesetzt und folgt dem darin formulierten klaren Informationsauftrag.

- Für wie vereinbar mit der Neutralitätspflicht hält die Dezernentin eine Kampagne ohne Stadtlogo mit ihrem Bild im öffentlichen Raum, und das keine 5 Monate vor der Wahl?

Die Kampagne trägt das offizielle Stadtlogo und sie verfolgt ausschließlich einen sachlichen Informationszweck und ist daher mit der Neutralitätspflicht vereinbar.

- Wurde in der Planung eruiert, auch interessierte Bürgerinnen und Bürger als Gesichter der Kampagne miteinzubeziehen, da es explizit um das Thema der Bürgerbeteiligung geht?

Für die Kampagne wurden bewusst Personen des öffentlichen Lebens mit Frankfurtbezug eingesetzt, da sie eine hohe Aufmerksamkeit, Wiedererkennung und Glaubwürdigkeit erzeugen und damit das Thema Beteiligung insgesamt sichtbar stärken.

6. Rechtliche Überprüfung auf Neutralität

- Erfolgte eine juristische Bewertung betreffend das Gebot der politischen Neutralität, und wenn ja, mit welchem Ergebnis?

Eine gesonderte juristische Bewertung erfolgte nicht.

- Wurden potentielle parteipolitische Bezüge oder Interpretationen im Vorfeld berücksichtigt?

Die Kampagne wurde als Informationsmaßnahme umgesetzt. Sie ist klar als städtische Kommunikation gekennzeichnet und ohne parteipolitische Aussagen oder Zielsetzungen konzipiert.

7. Erfolgskontrolle und Evaluation

- Wie wird die Wirkung der Kampagne evaluiert und sind öffentlich zugängliche Berichte über die Ergebnisse geplant?

Die Reichweite der Kampagne lässt sich zum einen über Sichtkontakte der Plakatkampagne und Interaktionen auf den Social-Media-Kanälen messen.

Über die Social-Media-Kanäle gab es über 150.000 Aufrufe auf Instagram und LinkedIn und viele positive Rückmeldungen in Form von Kommentaren und Privatnachrichten.

Ströer erhebt Daten zu durchschnittlichen Sichtkontakten. Diese werden für den gesamten Kampagnenzeitraum (für Allgemeinstellen, CityLightPoster und Public Video Infoscreens) auf insgesamt knapp 36.000.000 Sichtkontakte beziffert.

Zwar sind Sichtkontakte, Interaktionen oder Klickzahlen erfassbar und erlauben eine grobe Einschätzung der erzielten Reichweite, jedoch ist die tatsächliche Wirkung nicht monokausal zu bestimmen.

Inzwischen wird eine wachsende Zahl an Beteiligungsprozessen über ffm.de abgebildet, sodass das allgemeine Interesse an der Beteiligungsplattform "frankfurt fragt mich" auch durch die verbesserte inhaltliche Pflege steigt. Eine eindeutige Zuordnung dieses Anstiegs ausschließlich zur Kampagne ist daher nicht möglich.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 7. November 2025AA 380Kampagne Dezernat VSTVV-Anfrage · FDP
  2. 23. Januar 2026Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 11 Wochen
    BB 39Kampagne Dezernat V
    Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
Ausschusses für Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa
Sitzung 42 · 26.02.2026
TO I, TOP 91
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 39 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDLinkeAfDVoltFRAKTION
Ablehnung:
CDUFDP
Sonstige:
BFF-BIG (Kenntnis)ÖkoLinX-ELF (Kenntnis)Stadtv. Yilmaz (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, AfD, Volt und FRAKTION gegen CDU und FDP (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG, ÖkoLinX-ELF und Stadtv. Yilmaz (= Kenntnis)

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