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TUMO-Lernzentrum für Frankfurt am Main

Vorlagentyp: B
59 Wochen bis zur Antwort5 Stationen im Verfahren2 Sitzungen

Zusammenfassung

Der Bericht des Magistrats befasst sich mit der Möglichkeit der Einrichtung eines TUMO-Lernzentrums in Frankfurt am Main. Es wird ein Franchise-Konzept vorgeschlagen, das eine Finanzierung von mindestens 1,8 Millionen Euro pro Jahr erfordert. Die Volkshochschule Frankfurt plant, die digitalen Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche auszubauen und sieht das TUMO-Lernzentrum als Teil dieser Strategie.

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Bericht

Dem Ansatz eines TUMO-Lernzentrums liegt ein Franchise-Konzept zu Grunde. Das Finanz-volumen beträgt dabei mindestens 1,8 Millionen Euro pro Jahr (laufende Kosten ohne Kosten für die Liegenschaft). Zurzeit wird konkret geprüft, ob eine Einrichtung eines TUMO-Lernzentrums in Frankfurt möglich ist. Eine Finanzierung aus kommunalen Mitteln ist mit Blick auf die Haushaltslage nicht möglich. Eine Initiative kümmert sich um die Suche nach Finanziers und Sponsoren. Eine Finanzierungsmöglichkeit über Bundes- oder EU-Mittel ist nicht möglich, weil es keine entsprechenden Förderrichtlinien gibt. Die KfW hat ein TUMO-Lernzentrum modellhaft in Berlin finanziert. Das Baudezernat kann bei der Suche nach Räumen unterstützen, jedoch sollte die Chance der finanziellen Realisierung des Projekts zuvor geklärt sein. Eines der strategischen Ziele der Volkshochschule Frankfurt ist die Stärkung und der Ausbau der Angebote im Bereich Programmierung, künstliche Intelligenz (KI) und Robotic. Dieses Ziel wird gegenwärtig sowohl bei der Jungen VHS als auch im Fachbereich 3 Arbeit und Beruf verfolgt. In beiden Bereichen werden die Angebote im Bereich Programmierung, künstliche Intelligenz (KI) und Robotic ausgebaut. Das Thema digitale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen wird zukünftig einen Schwerpunkt der Jungen VHS bilden. Gegenwärtig werden spielerische Programmiersets für die Junge VHS (Robo-Wunderkind) und ein Nao-Roboter für die Kurse in Arbeit und Beruf, die Junge VHS und den Kundenservice angeschafft. Die VHS möchte diesen Bereich künftig noch weiter ausbauen und zu einem Digilab weiterentwickeln, wenn dafür von der Stadt Frankfurt am Main Mittel zu Verfügung gestellt werden. Ein TUMO-Lernzentrum deckt sich insofern mit den inhaltlichen strategischen Zielen der VHS, da auch hier die digitale Teilhabe von Kindern- und Jugendlichen gefördert werden soll. Der Betrieb eines TUMO-Lernzentrums ist grundsätzlich im Rahmen eines Drittmittelprojektes der VHS Frankfurt möglich. Die VHS verfügt sowohl über große Erfahrung in der Steuerung von Drittmittelprojekten als auch in Kursen in den Bereichen Programmierung, künstliche Intelligenz (KI) und Robotic. Wenn ein TUMO-Lernzentrum als Drittmittelprojekt durchgeführt werde soll, sind jedoch die folgenden Punkte zu bedenken: Organisatorisch: - Die VHS verfügt über keine Eigenmittel. Das Drittmittelprojekt muss sich komplett selbst finanzieren. - Die VHS verfügt nicht über eigene Räumlichkeiten, um das Projekt durchzuführen und auch nicht über die personellen Kapazitäten. - Das finanzielle Volumen eines TUMO-Lernzentrum übersteigt mit mindestens 1,8 Mio. Euro pro Jahr deutlich die Größe der sonst an der VHS üblichen Drittmittel. Dies ist kein Hinderungsgrund, muss aber bei der Betreuung und Abwicklung bedacht werden. Pädagogisch: - Die VHS kann das TUMO-Lernzentrum nach dem Ende der Projektlaufzeit nicht weiterbetreiben, weil dafür im laufenden Betrieb keine finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Dies ist im Hinblick auf die Nachhaltigkeit eines solchen Zentrums eine große Herausforderung. Wenn ein TUMO-Lernzentrum etabliert ist, kann es auf großes Unverständnis stoßen, wenn das Angebot nach drei oder fünf Jahren eingestellt wird. - Mit einem TUMO-Lernzentrum bindet sich die VHS an ein enges Franchise-Konzept. Bei Franchise-Konzepten ist eine individuelle Anpassung an Herausforderungen vor Ort oft nicht möglich. - Ein TUMO-Lernzentrum ist stationär an einem Ort in der Stadt angesiedelt und darauf angewiesen, dass die Kinder- und Jugendlichen ihren Weg dorthin finden. Dabei ist zu beachten, dass Wege oft Zugangsbarrieren darstellen, die schwer zu überwinden sind, besonders für Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Die VHS setzt im Gegensatz dazu auf dezentrale Angebote in ihren Zentren und ist mit der Jungen VHS an Schulen und zukünftig in Jugendeinrichtungen präsent. Es muss auf jeden Fall Ziel eines TUMO-Lernzentrum sein, vor allem Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Familien zu erreichen, die sonst nicht oder nur selten mit Angeboten der digitalen Bildung in Berührung kommen. - Wenn ein TUMO-Lernzentrum in Frankfurt mit Drittmitteln eingerichtet wird, sollte es auf jeden Fall an einer bestehenden städt. Bildungseinrichtung angegliedert werden, da hier auf Erfahrung und Bezug zur Zielgruppe zurückgegriffen werden kann. Über die VHS hinaus wäre eine Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei denkbar. - Es muss geklärt werden, ob eine TUMO-Lernzentrum auch für Erwachsene nutzbar gemacht werden kann, um die Geräte und Räume optimal auszunutzen und möglichst viele Menschen damit in Frankfurt zu erreichen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar. Nach der letzten Antwort wurde das Thema erneut aufgegriffen.

  1. 22. Januar 2021NRNR 1378TUMO-Lernzentrum für Frankfurt am MainSTVV-Antrag · CDU, SPD, GRÜNE
  2. 28. Mai 2021BB 219TUMO-Lernzentrum für Frankfurt am MainMagistratsbericht
  3. 1. Oktober 2021Sie sind hier
    BB 369TUMO-Lernzentrum für Frankfurt am Main
    Magistratsbericht
  4. 14. März 2022Antwort des Magistrats · nach 59 WochenBB 126TUMO-Lernzentrum für Frankfurt am MainMagistratsbericht
  5. 14. Juli 2023MM 121Anmietung einer Liegenschaft zur Errichtung und Betrieb eines TUMO-Lernzentrums im Nordwestzentrum, 60439 FrankfurtMagistratsvortrag

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf2 Beratungen
Ausschusses für Bildung und Schulbau
Sitzung 2 · 01.11.2021
TO I, TOP 28
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 369 (Zwischenbericht) dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPAfDVoltÖkoLinX-ELFBFF-BIG
Sonstige:
FRAKTION (Kenntnis)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Kenntnis)

Ausschusses für Bildung und Schulbau
Sitzung 6 · 21.03.2022
TO I, TOP 4
Beraten
nicht auf TO Es dient zur Kenntnis, dass der Magistrat zwischenzeitlich einen Bericht (B 126) vorgelegt hat. Beschlussausfertigung(en): § 746,

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Mitdiskutieren

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