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„Pectus Excavatum“

Vorlagentyp: B
28 Wochen bis zur Antwort4 Stationen im Verfahren1 Sitzung

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Inhalt

Bericht des Magistrats vom 29.07.2019, B 268

Betreff: "Pectus Excavatum" Vorgang: A 486/19 AfD In ihrem raumbezogenen Werk Pectus Excavatum, das speziell für das ZOLLAMT konzipiert wurde, lässt die US-amerikanische Künstlerin Bunny Rogers (*1990) eine Landschaft entstehen, in der Drinnen und Draußen, Bergspitzen und Meerestiefen ineinander gleiten und legt damit den Rahmen unserer so präzisen wie vereinfachten Vorstellung von Natur offen, in denen Wissen und Erfahrung mit der Imagination verbunden sind. Gerüche lassen Erinnerungen emporsteigen, die Hände gefrieren im Eis. Alle Elemente bewegen sich an der Grenze von Naturalismus und Fiktion, sie sind körperlich präsent wie digital, Erfahrungsraum und Bild zugleich. Man betritt ein dreidimensionales Bühnenbild, in dem Raum und Zeit, Licht und Dunkelheit und ein intensiver unbestimmbarer Geruch unsere Sinne traumartig eintauchen lassen. Das Reale konstituiert sich in der permanenten Überschneidung mit dem Symbolischen und dem Imaginären. In welcher Gewichtung die drei Elemente sich verknüpfen, liegt am einzelnen Individuum wie an seiner Gegenwart. Im Werk von Bunny Rogers verschmelzen Affekt, Erfahrung, Identifizierung und Gemeinschaft, Fiktion und Realität, Imagination und physische Präsenz zu einem gegenwärtigen Subjekt, dessen veränderte Wahrnehmung für eine ganze Generation steht. Das Wissen über die wirbellosen Lebewesen in den nachtschwarzen Meerestiefen der Ozeane ist gering, die Imagination dagegen seit Jahrhunderten groß. So wurden Riesenkalmare in ihrem eigenen Lebensraum noch nie gesehen, einzig geschwächt und verwirrt im Hafen, tot am Strand oder in Mägen von Pottwalen. Ihre Sensorien wie ihr Verstand - so legen Studien an kleineren Oktopoden dar - sind hochsensibel, ihre Wahrnehmung ausdifferenziert. Da ihre Augen durch den vergleichsweise geringen Lichtverlust äußerst empfindlich sind, können sie in den Tiefen der Meere wahrnehmen, was uns verborgen bleibt. Bunny Rogers lehrte als Gastprofessorin im Rahmen der Frankfurter Positionen während des vergangenen Wintersemesters 2018/2019. Mit einer Praxis, die sowohl die physischen als auch die virtuellen Formen von Skulptur, Installation, Video, Publikation und 3D-Modellierung umfasst, verwebt Rogers Realität und Fiktion, um Erfahrungen wie Verlust, Entfremdung und Gemeinschaft zu reflektieren. Bunny Rogers Arbeiten wurden in zahlreichen Institutionen ausgestellt, darunter dem Whitney Museum of American Art, New York; Musée d'Art Moderne, Paris; der Fondation Louis Vuitton, Paris und dem Hamburger Bahnhof in Berlin. Dies vorausgeschickt werden die Fragen im Folgenden beantwortet.

Zu 1.: Für die Installation des Eisberges wurde ein gemietetes Kühlaggregat der Firma Competence in Ice, Sport & Solar ISS verwendet. Zum Verbrauch liegen dem Magistrat daher keine Werte vor. Die Geräte entsprechen jedoch modernster Bauart der EU-Norm und sind in hohem Maße energieeffizient. Sie verwenden ausschließlich modernste Kältemittel und sind auf nachhaltigen Einsatz ausgelegt.

Zu 2.: Zu den Verbrauchswerten einzelner Elemente der Heizungsanlage liegen dem Magistrat keine Kenntnisse vor.

Zu 3.: Der Magistrat begrüßt und unterstützt die intensive Beschäftigung vieler Menschen mit den Ursachen und Folgen des globalen Klimawandels. Die öffentliche Behandlung dieses Themas scheint dem Magistrat nicht zuletzt vor dem Hintergrund sich ausbreitender unwissenschaftlicher und irrationaler Sichtweisen auf die Problematik ("Klimaskeptiker", "Klimaleugner") und deren gezielte populistische Verwertung auch durch politische Kräfte in Deutschland notwendiger denn je. Die Stadt Frankfurt am Main hat es sich zum Ziel gesetzt, bis spätestens 2050 die gesamte Energieversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen. Im Rahmen dieser Strategie erfolgt die sukzessive Umstellung der Energieversorgung der Museen bzw. der von ihnen präsentierten Kunstwerke wie auch aller anderen städtischen Betriebe und Einrichtungen auf CO2- bzw. klimaneutrale Energiequellen.

Zu 4.: Nein. Der Magistrat unterstützt und wahrt die künstlerische Eigenständigkeit der Museen. Dies beinhaltet die Eigenständigkeit kuratorischer Entscheidungen. Im Übrigen wird auf die Antwort zu 3. verwiesen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 8. Mai 2019AA 486„Pectus Excavatum“STVV-Anfrage · AfD
  2. 29. Juli 2019Sie sind hier
    BB 268„Pectus Excavatum“
    Magistratsbericht
  3. 21. August 2019AA 540„Pectus Excavatum“STVV-Anfrage · AfD
  4. 22. November 2019Antwort des Magistrats · nach 28 WochenBB 447Pextus ExcavatumMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
Kultur- und Freizeitausschusses
Sitzung 32 · 15.08.2019
TO I, TOP 11
Zur Kenntnis
nicht auf TO Die Vorlage B 268 dient zur Kenntnis. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPBFFFRAKTION
Ablehnung:
AfD
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, BFF und FRAKTION gegen AfD (= Zurückweisung)

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