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„Pectus Excavatum“

Vorlagentyp: AAfD
12 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Inhalt

Anfrage vom 08.05.2019, A 486

Betreff: "Pectus Excavatum" Vom 26.01.2019 bis zum 28.04.2019 fand im Museum für Moderne Kunst (MMK - Zollamt) eine Ausstellung der Künstlerin Bunny Rogers mit der Bezeichnung "Pectus excavatum" statt. Das Werk besteht aus dem Modell eines Tintenfischs, zwei Zäunen und einem Eisberg-ähnlichen Gebilde. Bei letzterem handelt es sich um eine mit Eis überzogene Plastik, deren Oberfläche dem Betrachter als Eisberg imponiert und den er berühren kann, um "ein Gefühl davon zu bekommen, wie es ist, zu frieren oder zu erfrieren" - so die Direktorin des MMK (Abb. 1). Das Eis selbst ist echt und wird durch ständige Kühlung in seiner Form gehalten. Das hierfür erforderliche überdimensionierte Kühlaggregat befindet sich außerhalb des Gebäudes (Abb. 2 und 3). Damit dem Besucher beim Betrachten des Kunstwerkes nicht zu kalt wird (obwohl gerade das die Intention der Künstlerin ist), ist der Raum gut geheizt, so dass man sich dort ungeachtet der Eismassen auch in leichter Bekleidung aufhalten kann. Beim Besuch der anfragestellenden Fraktion waren die Heizungen voll aufgedreht, obwohl die aktuelle Außentemperatur bei +230 C lag (Abb. 4). Auch wenn ein Kunstwerk von Weltrang nicht unter wirtschaftlichen oder klimapolitischen Aspekten betrachtet werden sollte, stellt sich die Frage, ob die Klimahauptstadt Frankfurt der richtige Ort für die Präsentation eines Kunstwerkes ist, das nur unter immensem Energieverbrauch in Form gehalten werden kann. Vor diesem Hintergrund fragen wir den Magistrat:

  1. Welcher Energieverbrauch in Kilowattstunden wurde durch das Kühlaggregat verursacht, dass die Eisplastik über mehr als 3 Monate in Form gehalten hat?
  2. Welcher (zusätzliche) Energieverbrauch wurde durch die Aufheizung des unterkühlten Raumes verursacht, in dem das Kunstwerk präsentiert wurde?
  3. Hält es der Magistrat für angemessen und sinnvoll, angesichts der aktuellen Klimadiskussion und der weltweiten Protestaktionen von Schülern ("Fridays for Future") ein Kunstwerk zu präsentieren, das durch gleichzeitige Kühlung und Aufheizung eines Raumes über Monate einen immensen Energieverbrauch verursacht?
  4. Hat sich der Magistrat mit der Frage beschäftigt, ob die von der Künstlerin (wahrscheinlich) intendierte Botschaft auch ohne zusätzlichen Energieverbrauch den Ausstellungsbesuchern vermittelt werden kann?

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 8. Mai 2019Sie sind hier
    AA 486„Pectus Excavatum“
    STVV-Anfrage · AfD
  2. 29. Juli 2019Antwort des Magistrats · nach 12 WochenBB 268„Pectus Excavatum“Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

AAnfrage in der Stadtverordnetenversammlung

Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.

  1. 1Stadtverordnete stellen Anfrage
  2. 2Magistrat antwortet schriftlich
  3. 3Antwort fließt in Beratungen ein

Frist: 3 Monate

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