Wegfall einer Fahrspur auf der Berliner Straße
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Zusammenfassung
Der Magistrat schlägt vor, eine Fahrspur auf der Berliner Straße zugunsten des Rad- und Lieferverkehrs zu reduzieren, um den Umbau der Straßenbahnhaltestelle Börneplatz zu ermöglichen. Dies soll die Verkehrssituation verbessern und Platz für einen Radfahrstreifen schaffen.
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Börneplatz — 7 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 16.10.2026.
- Installation von Begrünung an den Fahrgastunterständen an den U-Bahn-Stationen „Uni Campus Riedberg“ und „Riedberg“ als Hitzeschutz16.10.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Verkehrssicherheit für den Radverkehr am Knotenpunkt Börneplatz / Kurt-Schumacher-Straße erhöhen11.10.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Stadtbad Mitte: Öffentliche Schwimmnutzung sichern11.10.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
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Die Entscheidung, eine Fahrspur auf der Berliner Straße zugunsten des Rad- und Lieferverkehrs zu reduzieren, wurde durch die Straßenverkehrsbehörde im Einvernehmen mit dem zuständigen Dezernat in der zweiten Jahreshälfte 2021 getroffen. Auslöser hierfür war der bevorstehende Umbau der Straßenbahnhaltestelle Börneplatz, der noch dieses Jahr erfolgen wird. Die zukünftig in Frankfurt eingesetzten längeren Straßenbahnwagen (T-40) haben einen so großen Platzbedarf, dass längere Haltestellen zwingend erforderlich sind, die im Bereich der Haltestelle Börneplatz den Wegfall einer Fahrspur bedeuten. Die Restfläche bietet aber genug Platz für einen Radfahrstreifen. Infolge der Haltestellenplanung besteht somit die Möglichkeit, dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 29.08.2019 (§ 4424, Gliederungsziffer III. A) Rechnung zu tragen, gemäß dem "die Stadt Frankfurt am Main kontinuierlich an allen Straßen in ihrer Baulast ohne regelwerkskonforme Radverkehrsführung mit einer Regelgeschwindigkeit von mehr als 30km/h neue Radverkehrsanlagen schaffen und alte umbauen" wird. Für die Verkehrsmengenabwicklung auf der Berliner Straße sind die Bedingungen an den angrenzenden Knotenpunkten maßgeblich, insbesondere an der besonders heiklen Kreuzung Battonnstraße/Kurt-Schumacher-Straße. Durch die Entscheidung, T-40 Wagen einzusetzen und die Haltestelle Börneplatz umzubauen, bot es sich an die Verkehrsführung in der Berliner Straße gleich mit zu hinterfragen. In den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) wird bei vierstreifigen Stadtstraßen grundsätzlich empfohlen, eine Führung für den Radverkehr außerhalb des Mischverkehrs mit dem Kfz-Verkehr anzubieten. Bei der Betrachtung der Berliner Straße wurde schnell festgestellt, dass eine Führung im Seitenraum - also auf dem Gehweg - aufgrund der innenstadtnahen Lage und der hohen Fußverkehrsstärken keinesfalls infrage kommt. Die Baumreihen auf der Berliner Straße zu entfernen, um einen Radweg anlegen und gleichzeitig die vierstreifige Fahrbahn erhalten zu können, ist aus Sicht des Magistrats indiskutabel. Um also eine anforderungsgerechte Radverkehrsführung auf der Berliner Straße anbieten zu können, bleibt als Lösung innerhalb des gegebenen baulichen Bestands nur eine Führung auf Fahrbahnniveau. Hierbei wurde zwischen den Varianten "Schutzstreifen mit überbreiten Fahrstreifen" und "Radfahrstreifen mit einstreifiger Kfz-Führung" abgewogen. Aufgrund negativer Erfahrungen bei überbreiten Fahrstreifen in Kombination mit Schutzstreifen sowie der vorstehend zu 1. zitierten Beschlusslage, wurde die Variante "Radfahrstreifen mit einstreifiger Kfz-Führung" gewählt. Die Pläne wurden dem Ortsbeirat 1 am 15.03.2022 vorgestellt. Der Einzelhandelsverband Frankfurt war in der genannten Sitzung des Ortsbeirates 1 zugegen. Es wird davon ausgegangen, dass keine größeren Rückstauereignisse entstehen werden, da - wie auch an anderen Grundnetzstraßen der Innenstadt - die Leistungsfähigkeit wesentlich durch die Abfolge der signalgeregelten Knotenpunkte definiert wird. Am Knotenpunkt Battonnstraße/Kurt-Schumacher-Straße werden die drei Fahrstreifen im westlichen Zulauf erhalten. Dieser Zulauf galt bereits vor der Maßnahme als kritisch im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit des Kfz-Verkehrs, da die ÖPNV-Priorisierung (Vorrangschaltung der Straßenbahnen) teilweise nur geringe Freigabezeiten ermöglicht. Im Zuge der damaligen Umbauplanung der Berliner Straße wurde 2016 ein Verkehrsgutachten erstellt, das auch bei der aktuellen Planung herangezogen wurde. Die Gesamtkosten für die Deckenerneuerung, Markierungs- und Beschilderungsmaßnahmen belaufen sich auf circa 280.000 Euro. Eine Rücknahme der Maßnahme ist nicht beabsichtigt. Auf Rückstauereignisse auf der Kurt-Schumacher-Straße hat die Maßnahme keinen Einfluss haben, da die voll verkehrsabhängigen Programme der Lichtsignalanlagen am Knotenpunkt Battonnstraße/Kurt-Schumacher-Straße nicht geändert wurden. Wechselwirkungen im Zusammenhang mit der möglichen Zukunft des Stadtraums Mainkai wurden bereits während der dortigen probeweisen Öffnung für den Fuß- und Radverkehr untersucht, die sich hieraus ergebenden Erkenntnisse flossen in den Entscheidungsprozess mit ein.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 23. März 2022AA 104Wegfall einer Fahrspur auf der Berliner StraßeSTVV-Anfrage · AfD
- 24. Juni 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 13 WochenBB 263Wegfall einer Fahrspur auf der Berliner StraßeMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., Volt, ÖkoLinX-ARL und Die PARTEI gegen CDU (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION gegen CDU (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (= Kenntnis)