Gedenken an die ersten Deportationen jüdischer Mitbürger aus Frankfurt in Konzentrationslager
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Thema Kultur verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 23.07.2018, B 219
Betreff: Gedenken an die ersten Deportationen jüdischer Mitbürger aus Frankfurt in Konzentrationslager Vorgang: l. Beschl. d. Stv.-V. vom 01.02.2018, § 2208 - NR 266/17 CDU/SPD/GRÜNE, OA 112/17 OBR 1, B 213/17 - Der Magistrat begrüßt die mit dem Beschluss angeregte Veranstaltung am 19. Oktober in Erinnerung an den Beginn der Deportationen aus Frankfurt. Das Veranstaltungskonzept für diesen Tag sollte eng mit den Konzepten für die beiden seit Jahrzehnten eingeführten Gedenktage am 27. Januar (seit 1996 international) und 9. November - Tag des Gedenkens an die Reichspogromnacht (seit 1989 stadtweit). Der Magistrat schlägt vor, die Veranstaltung am 19. Oktober konzeptuell durch die Auseinandersetzung mit der Rolle der Täter und der Mitwirkenden der nationalsozialistischen Entrechtungs-, Bereicherungs- und Vernichtungspolitik von den beiden Gedenktagen abzugrenzen. Der Magistrat wird ein ganztägiges Führungs- und Vermittlungsprogramm für die Erinnerungsstätte an der Großmarkthalle ausarbeiten. Eine Fokussierung auf die Erinnerungsstätte Großmarkthalle als dem Ausgangsort der Deportationszüge ist aufgrund der Sicherheitsanforderungen der Europäischen Zentralbank jedoch mit Schwierigkeiten verbunden. Die EZB behält es sich entsprechend den bestehenden Vereinbarungen vor, Termine aus Sicherheitsbedenken oder aufgrund EZB-Ratssitzungen oder unerwarteten anderweitigen Sitzungen auch kurzfristig abzusagen. Somit empfehlen sich zusätzliche Veranstaltungsorte, wie bereits im Bericht des Magistrats vom 23.06.2017 (B 213) dargelegt. Der Magistrat nimmt Verhandlungen mit der Europäischen Zentralbank (EZB) darüber auf, die Zugänglichkeit zur EZB-Gedenkstätte für den 19. Oktober diesen Jahres sicherzustellen. Für die nächsten Jahre wird es neu verhandelt werden müssen, ob der Zugang zum authentischen Ort im Rahmen einer Veranstaltung möglich ist.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 14. November 2016OFOF 165/1Gedenktag erste Deportationen jüdischer Mitbürger aus Frankfurt in KonzentrationslagerOrtsbeiratsantrag · SPD
- 17. Januar 2017OAOA 112Gedenktag an die ersten Deportationen jüdischer Mitbürger aus Frankfurt in KonzentrationslagerAnregung
- 24. Februar 2017NRNR 266Gedenken an den Beginn der Deportationen jüdischer Frankfurterinnen und FrankfurterSTVV-Antrag · CDU, SPD, GRÜNE
- 23. Juni 2017BB 213Gedenktag an die ersten Deportationen jüdischer Mitbürger aus Frankfurt in KonzentrationslagerMagistratsbericht
- 23. Juli 2018Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 88 WochenBB 219Gedenken an die ersten Deportationen jüdischer Mitbürger aus Frankfurt in KonzentrationslagerMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: SPD, GRÜNE, CDU, LINKE. und BFF gegen ÖkoLinX-ARL (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER