Komplette Umstellung auf dynamisierte Leistungsverträge
Zusammenfassung
Der Bericht schlägt eine komplette Umstellung auf dynamisierte Leistungsverträge vor, um die Anpassung an Tarifsteigerungen zu ermöglichen und die Qualität der sozialen Dienstleistungen zu verbessern. Ziel ist es, ein passenderes Verfahren für den Zuwendungsbereich zu entwickeln, um die finanziellen Mittel effizienter einzusetzen.
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenBericht
Bei der Umsetzung einer Umstellung auf dynamisierte Leistungsverträge muss zwischen dem Entgeltbereich, in dem Leistungen, auf die der Empfänger einen subjektiven, individuellen dem Grund und der Höhe nach unmittelbar durch Rechtsvorschriften begründeten Anspruch hat (Einzelfallleistungen) und Leistungen aus dem Zuwendungsbereich (unmittelbar zugängliche Leistungsangebote ohne individuellen Leistungsanspruch) unterschieden werden.
Im Entgeltbereich sind die Leistungsverträge bereits dynamisiert. Das bedeutet, dass es für die verhandelten Entgelte der freien Träger eine jährliche Steigerung der Personal- und Sachkosten geben kann, wenn die entsprechenden Kommissionen auf Landesebene dies befürworten.
Im Zuwendungsbereich findet bisher keine jährliche Steigerung der Personal- und Sachkosten der freien Träger (Zuwendungsempfänger) statt.
Zuwendungen im Zuwendungsbereich sind (freiwillige) Geldleistungen der Kommune, die auf Ermessensentscheidungen beruhen und auf die kein Rechtsanspruch besteht. Dies bedeutet, dass der Zuwendungsempfänger vor der Bewilligungsentscheidung gegenüber dem Fördermittelgeber keinen der Höhe nach bestimmten Zahlungsanspruch hat. Die eventuell gewährten Geldleistungen werden für die Erfüllung eines bestimmten, definierten Zwecks gewährt. Die Verfolgung des Zuwendungszweckes liegt grundsätzlich im beiderseitigen Interesse. Gem. § 74 SGB VIII Ziffer 3 erbringt der freie Träger eine angemessene Eigenleistung.
Nach Abschluss der Antragsprüfung wird bei Bewilligung des Antrags ein Zuwendungsbescheid erstellt. Der Zuwendungsempfänger hat termingerecht einen Verwendungsnachweis, der der Erfolgskontrolle und der Kontrolle eines sachgerechten Einsatzes der finanziellen Mittel dient, vorzulegen.
Bestandteil des Verwendungsnachweises ist auch ein Sachbericht, der Auskunft über das erzielte fachliche Ergebnis gibt und damit die Grundlage für die Prüfung, ob der Verwendungszweck inhaltlich erfüllt wurde, bildet.
Das Berichtswesen wird im Ansatz des Qualitätsmanagements im Sozialwesen kontinuierlich weiterentwickelt.
Die Dynamisierung der Leistungsverträge, die im Entgeltbereich bereits praktiziert und bei neu verhandelten Verträgen angewendet werden, lässt sich nicht analog auf den Zuwendungsbereich übertragen.
Die Intention, ein entsprechendes passenderes Verfahren für den Zuwendungsbereich zu entwickeln, wird befürwortet.
Zur jährlichen Anpassung an Tarifsteigerungen können auf Grundlage der vorgelegten Verwendungsnachweise die Vollzeitäquivalente sowie die entstandenen Personalkosten für jede Einrichtung/Maßnahme durch die Verwaltung ermittelt werden. Unter Berücksichtigung beschlossener Tariferhöhungen kann ein zusätzlicher Finanzbedarf berechnet werden.
Die Berücksichtigung dieses Finanzbedarfs wird zu Kostensteigerungen führen, die momentan nicht im Haushalt veranschlagt sind.
Die Vergütung der Mitarbeitenden der freien Träger unterliegt der Tarifautonomie.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 17. März 2022OFOF 141/7Haushalt 2022 Produktbereich: 18 Soziales Produktgruppe: 18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes Kinder- und Jugendarbeit im Ortsbezirk 7 in Zeiten der Coronakrise unterstützenOrtsbeiratsantrag · die_farbechten-LINKE.
- 22. März 2022EAEA 161Produktbereich: 18 Soziales Produktgruppe: 18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes Kinder- und Jugendarbeit im Ortsbezirk 7 in Zeiten der Coronakrise unterstützenEtatanregung
- 4. Mai 2022EE 115Produktbereich: 31 Finanzen Komplette Umstellung auf dynamisierte LeistungsverträgeEtatantrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
- 22. Mai 2023Sie sind hierBB 206Komplette Umstellung auf dynamisierte LeistungsverträgeMagistratsbericht
- 19. Januar 2024Antwort des Magistrats · nach 96 WochenBB 32Komplette Umstellung auf dynamisierte LeistungsverträgeMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf5 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE., AfD und FRAKTION (= Kenntnis) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, AfD und FRAKTION (= Kenntnis) Sonstige Voten/Protokollerklärung: LINKE., ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE., AfD, FRAKTION, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Kenntnis)