Jugendhaus am Bügel: Bericht über die Aktivitäten des Jugendzentrums
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Thema Schulen und Bildung verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 05.03.2010, B 151
Betreff: Jugendhaus am Bügel: Bericht über die Aktivitäten des Jugendzentrums Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 10.12.2009, § 7345 - OA 1023 OBR 15 - Das Jugendhaus am Bügel führt neben den klassischen Angebotsstrukturen einer Jugendfreizeiteinrichtung -wie den offenen Treffpunktangeboten- hinausgehende Angebote und Projekte durch. Ein Schwerpunkt hierbei sind Angebote, die sich an junge Menschen im Übergang von Schule in den Beruf richten. Diese Angebote wurden oftmals mit Kooperationspartnern wie anderen Trägern der Jugendhilfe oder mit Schulen entwickelt und organisiert. Die Angebote werden teilweise außerhalb der Räumlichkeiten des Jugendhauses durchgeführt. Im Folgenden werden Besucherzahlen und Angebote des Jugendhauses am Bügel der Jahre 2007 und 2008 dargestellt. Anschließend werden die Aktivitäten des Jugendhauses am Bügel aus dem Arbeitsbereich der Jugendberufshilfe gesondert dargestellt. Der Magistrat stellt sicher, dass der Träger des Jugendhauses am Bügel, der Evangelische Verein für Jugendsozialarbeit e.V., den Ortsbeirat 15 über geplante Veranstaltungen und Angebote im Jahr 2010 informiert. Angebote und Besucherzahlen des Jugendhauses am Bügel Im Jahr 2007 wurde das Jugendhaus am Bügel von 94 Stammbesucher/innen besucht, d.h. von Jugendlichen, die die Einrichtung regelmäßig über einen Mindestzeitraum von drei Monaten aufsuchen. Die Anzahl der unregelmäßigen Besucher/innen lag bei 300 jungen Menschen. Zusätzlich besuchten bis zu 1.200 junge Menschen die vom Jugendhaus am Bügel durchgeführten Workshops bzw. Projekte. Die Anzahl der Stammbesucher/innen sowie der unregelmäßigen Besucher/innen lag im Jahr 2008 in vergleichbarer Größenordnung und ist damit relativ konstant geblieben. Die Aktivitäten und Angebote des Jugendhauses orientieren sich an den für die offene Kinder- und Jugendarbeit geltenden Qualitätskriterien (Soziales, Interkulturelles, geschlechtsspezifisches Lernen und Partizipation). Die Arbeit der Einrichtung wird dem Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt am Main vom Träger, dem "Evangelischen Verein für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main e.V.", in einem jährlich zu erstellenden Verwendungsnachweis dokumentiert. Im Jahr 2007 wurden zahlreiche Projekte durchgeführt. So wurde in Kooperation mit der Sportjugend Frankfurt sowie zahlreichen im Norden Frankfurts angesiedelten Kinder- und Jugendeinrichtungen das Sommerfestival "N-Joy Culture & Sports" durchgeführt. Zielgruppe waren Kinder und Jugendliche im Alter von 14-18 Jahren. Das Angebot beinhaltet Elemente von Sport, Musik, Kunst und Sinnesspielen. An diesem Projekt haben zahlreiche Besucher/innen des Jugendhauses am Bügel aktiv teilgenommen. Ein weiteres Projekt war die aktive Teilnahme von Besucher/innen des Jugendhauses am Bügel an der "Parade der Kulturen". Erwähnenswert ist, dass der "Evangelische Verein für Jugendsozialarbeit in Frankfurt am Main" als Träger des Jugendhauses den ersten Preis für seine kreative Umsetzung von interkulturellen Themen erhielt. Das vom Jugendhaus in Zusammenarbeit mit der Otto-Hahn-Schule, dem Frankfurter Jugendring, dem US-Generalkonsulat und weiteren Kooperationspartnern durchgeführte Hip-Hop-Projekt ist ein gutes Beispiel für ein gelungenes Projekt zur Partizipation von Jugendlichen. Das Projekt wurde im Rahmen einer "Urban-Dance-Battle"- Veranstaltung im Gallus-Theater öffentlich prämiert und vorgestellt. Im Bereich geschlechtsdifferenzierter Arbeit wurden Mädchen- und Jungenfreizeiten durchgeführt. Im Jahr 2007 fand des Weiteren eine Befragung von Besucher/innen zum Thema "Angebotswünsche" statt, an der 67 Jugendliche teilnahmen. Einen Teil der von den Jugendlichen gewünschten Angebote -wie bpsw. Ausflüge, Computerlernspiele- wurde in die Angebots- und Programmplanung für das Jahr 2008 des Jugendhauses aufgenommen. Bei der Gestaltung der Angebotspalette wird noch umfassender als bislang auf die Ideen und Wünsche junger Menschen in Vollversammlungen eingegangen und -sofern sinnvoll durchdacht- auch in die Angebotspalette aufgenommen. Im Jahr 2008 wurden die bestehenden Projekte wie "N-Joy Culture und Sport", "Hip-Hop", die Durchführung von geschlechtsspezisch gestalteten Freizeiten auf der Grundlage der Erfahrungen aus dem Vorjahr und unter Einbeziehungen von Anregungen und Wünschen der Besucher/innen weiterentwickelt und in modifizierter Form durchgeführt. Im Jahr 2008 wurde die bestehende Angebotsstruktur des Jugendhauses um das Angebot "Mitternachtssport" erweitert, das in der Otto-Hahn-Schule durchgeführt wird. An dem seitdem monatlich durchgeführten Mitternachtssportangebot nehmen regelmäßig zwischen 60 und 120 junge Menschen teil. Unter dem Aspekt der Kooperation auf Stadtteilebene und der weiteren Öffnung zum Stadtteil hin standen im Jahr 2007 insbesondere folgende Aktivitäten im Vordergrund: - Enge Vernetzung mit den im Stadtteil ansässigen Einrichtungen und Angeboten, um passgenaue Versorgung und Einzelfallhilfe für junge Menschen zu gewährleisten. Diesbezüglich erfolgten Kooperationen mit dem Sozialrathaus am Bügel, der Jugendgerichtshilfe, den Schulen sowie Vereinen. - Gründung des Arbeitskreises Prävention, um auch im Falle von begangenen Straftaten präventiv tätig werden zu können. - Eine Neugestaltung der Außenfläche des Jugendhauses auch aufgrund der Kritik bzgl. der unattraktiven Graffitibemalung. Unter fachlicher Anleitung und Begleitung einer Künstlerin wurde ein neues Gestaltungskonzept entwickelt und umgesetzt. - Regelmäßige Durchführung von Informationsveranstaltungen zu aktuellen Themen mit Pro Familia, Jugend- und Ausländerbeauftragten der Polizei, Drogen- und Suchtprävention. - Etablierung einer regelmäßig stattfindenden Hausaufgabenhilfe "Fit für Schule und Job". Angebote des Jugendhauses am Bügel im Bereich berufsbildender bzw. berufsvorbereitender Maßnahmen - An drei Tagen pro Woche findet das Angebot "Fit für Schule und Job" statt. Das Angebot unterstützt und begleitet junge Menschen bei schulischen Arbeiten, der Suche nach Praktikums- oder Ausbildungsplätzen sowie dem Verfassen von Bewerbungen. - Einmal wöchentlich gibt es in Kooperation mit der Kompetenzagentur des Internationalen Bundes ein Beratungsangebot vor Ort. Junge Menschen können sich hinsichtlich ihrer beruflichen Perspektive und damit zusammenhängender Problemstellungen beraten lassen. - In Zusammenarbeit mit dem Projekt "Level 24" an der Otto-Hahn-Schule werden Projekte in der Schule aber auch im Jugendhaus am Bügel zum Erwerb von beruflichen Schlüsselqualifikationen durchgeführt. - Kooperation mit der Schreinerei am Bügel, einem Ausbildungsprojekt im Rahmen der Jugendberufshilfe mit 12 Ausbildungsplätzen zum Tischler. Das Projekt ist seit dem Jahr 2006 in der Otto-Schanz-Strasse 38 angesiedelt. - Mit der Eröffnung des Lernbetriebes Frankfurt am Main im Jahr 2007 wurde insbesondere für junge Menschen aus dem Frankfurter Norden die Möglichkeit erweitert, sich beruflich zu orientieren und zu qualifizieren. So werden im Lernbetrieb Gastronomie, Ben-Gurion-Ring 110a, 12 Jugendliche für eine Berufsausbildung oder einen Beruf in der Gastronomie qualifiziert. Drei junge Menschen werden derzeit zur Fachkraft im Gastgewerbe ausgebildet. Weitere 24 Qualifizierungsplätze bietet der Lernbetrieb im Bereich Handwerk (Maler und Lackierer) und im Bereich Büro in der Zehnmorgenstrasse 46. Im Handwerk werden zurzeit neun Jugendliche zum Maler und Lackierer oder zum Bau und Metallarbeiter ausgebildet. Insgesamt bietet der Lernbetrieb 36 Qualifizierungsplätze und 12 Ausbildungsplätze an.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 7. Oktober 2009OFOF 299/15Jugendhaus am Bügel: Bericht über Aktivitäten des JugendzentrumsOrtsbeiratsantrag · CDU
- 30. Oktober 2009OAOA 1023Jugendhaus am Bügel: Bericht über Aktivitäten des JugendzentrumsAnregung
- 5. März 2010Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 21 WochenBB 151Jugendhaus am Bügel: Bericht über die Aktivitäten des JugendzentrumsMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf5 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
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Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und FREIE WÄHLER Sonstige Voten/Protokollerklärung: NPD (= Kenntnis)