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Verkehrssicherheit an der Eschersheimer Landstraße verbessern

Vorlagentyp: ALINKE
13 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren
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Inhalt

Anfrage vom 04.11.2010, A 1330

Betreff: Verkehrssicherheit an der Eschersheimer Landstraße verbessern In einer vom Verkehrsdezernat beauftragten Studie waren im Sommer 2010 die Probleme der beiden Querungsstellen über die Eschersheimer an der Station Lindenbaum erfasst und analysiert worden. Im Verkehrsausschuss wurden vom Verkehrsdezernenten am 24.08.2010 die Ergebnisse der Studie, der Videoaufnahmen vor allem zu Rotlichtübertretungen von FußgängerInnen zugrunde lagen, mündlich vorgetragen. Außerdem wurde ein Maßnahmenkonzept mit verschiedenen technischen Verbesserungen und eine Umbauplanung vorgestellt. Ziel war es, für FußgängerInnen die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Warterei durch zu lange, nicht akzeptierte Rotphasen deutlich zu verkürzen. Der große Handlungsbedarf entlang der A-Strecke entstand durch drei tödliche Unfälle von FußgängerInnen in diesem Jahr, und zwar an den Stationen Lindenbaum und Fritz-Tarnow-Straße sowie bei der Querung Maißstraße. Im Oktober 2010 wurden die beiden Fußwegquerungen über die Eschersheimer Landstrraße an der Station Lindenbaum nach rund vierwöchiger, also sehr kurzer Bauzeit fertig gestellt. Vor Ort ist feststellbar, dass FußgängerInnen sowohl die vier Autospuren als auch die zwei U-Bahnspuren weiterhin bei Rot queren, offensichtlich weil die Wartezeiten zu lang sind und weder Autos noch Bahn in Sicht sind. An technischen Maßnahmen zur Verkehrssicherheit sind zu erkennen: - Gelb eingefärbter Belag über die Schienen mit Zug-Piktogrammen und weißen Begrenzungsstreifen - Beim nördlichen und südlichen Übergang mit Gittern abgesicherte längere Gehwegverschwenkung und Verengung der Querungsbreite (zuvor war der nördliche Gehweg geradeaus ohne Verschwenkung). - Am südlichen Übergang: Leuchtbänder vor den Schienen, die rot blinken, wenn ein Zug passieren wird - Am nördlichen Übergang: Östlich der Schienen zwei in den Boden eingelassene Lichtfelder mit Zug-Piktogramm, die bei passierendem Zug synchron mit dem Tack-Geräusch an der Ampel blinken. Auf der westlichen Seite der Schienen wurde ein solches Blinkfeld mit Zug-Piktogramm verlegt. - Die geplante Diagonalquerung über die zwei Schienenpaare, die Weg und Gehzeit verlängert hätten, wurde zum Glück nicht ausgeführt. Die gelb eingefärbte Schienenquerung ist bei beiden Übergängen im rechten Winkel zu den Schienen. - An der südlichen Querung sind für die Schienenquerung zwei Ampeln für das Rotlicht. Es gibt dort kein Grünlicht. Solange die zwei Ampeln nicht Rotlicht zeigen, können die Schienen also gequert werden. - Am nördlichen Übergang gibt es wie bisher Rot- und Grünlicht. - Deutlich hörbare Akustik an allen zwölf Ampelmasten; nicht alle Masten in der Mitte der Doppelquerungen stehend. Vibrationstaster mit Pfeil an den Ampelmasten. Für blinde Menschen funktioniert der Vibrationstaster an den Ampeln, sobald gequert werden kann. Prototyp der gelben Taster, die an der rechten Seite die Fahrspurenarten taktil angeben (z.B. zwei Autospuren, zwei Schienenspuren, zwei Autospuren). - Weiße Rippen- und Noppenplatten als Bodenindikatoren des Blindenleitsystems. Am nördlichen Übergang wurden die Rippenplatten in Laufrichtung direkt neben der Abzweigung der Straße Am Lindenbaum verlegt, also an der gefährlichen Seite. Nach bisherigem Abstimmungsstand mit dem BSBH sollten dort die quergelegten Platten für Rollstühle liegen, die Platten in Quer- und Laufrichtung also vertauscht werden. - Über die Straße Am Lindenbaum und über die Kleinschmidtstraße gibt es noch keine Bodenindikatoren. Die Ampelmasten über die Straße Am Lindenbaum und über die Kleinschmidtstraße sind noch nicht mit Vibrationstaster und Akustik ausgestattet. Die Kosten der gebauten Verkehrssicherheitsmaßnahmen sollten nun in einer Kostenaufstellung transparent gemacht werden. Aus dem Verkehrsdezernat verlautet: Wenn sich die zwei umgebauten Fußwegquerungen an der Station Lindenbaum bewähren, sollen weitere Querungen an der Eschersheimer Landstraße ähnlich diesem Vorbild technisch sicherer gestaltet werden. Der Magistrat wird daher gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

  1. Wird jetzt nach Fertigstellung der zwei Fußwegübergänge an der Station Lindenbaum eine Vergleichsstudie zum Verkehrsverhalten (geschlechtergetrennt) erstellt? Wenn ja, wird die Vergleichsstudie im Internet und gedruckt veröffentlicht, damit alle Interessierten die Ergebnisse nachlesen und bewerten können?
  2. Wie sieht im Vorher-Nachher-Vergleich die Verlängerung der Grünzeiten für die FußgängerInnen bei beiden Querungen aus, getrennt nach Auto- und Schienenverkehr?
  3. Weshalb wurde das auch vom Fahrpersonal gewünschte durchgehende Grün für den querenden Fußverkehr nicht realisiert, obwohl es mehr Verkehrssicherheit bringt?
  4. Welche Maximalgeschwindigkeit dürfen die Stadtbahnen bei den Fußwegquerungen und der Einfahrt in den ebenerdigen Stationen an der Eschersheimer Landstraße haben? Wie lang ist der Bremsweg, falls Personen bei Rot die Schienen queren?
  5. Fahren die Stadtbahnen auf Sicht, wenn die Fußwegsignalisierung ausfällt oder abgeschaltet ist? Oder regelt dann in jedem Fall die Stadtpolizei den Verkehr?
  6. Ist die Fußwegsignalisierung zentral geschaltet, sodass der Ausfall auch der Lichtfelder mit dem Zugpiktogramm und der Streifen mit blinkendem Rotlicht sofort erkennbar ist?
  7. Wäre an den Fußwegampeln zusätzlich die Wartezeitanzeige vorteilhaft - also 3, 2, 1, 0 Sekunden -, wie sie in anderen Städten zur Verdeutlichung der Restwartezeit praktiziert wird?
  8. Was kostete der Umbau der zwei Fußwegquerungen an der Station Lindenbaum insgesamt, was kosteten die wesentlichen technischen Komponenten im Einzelnen?
  9. Wann wird der Ampelübergang Am Lindenbaum und der Kleinschmidtstraße parallel zur Eschersheimer Landstraße mit Akustik, Vibrationsschaltern und Bodenindikatoren ausgestattet?
  10. Hat der Blinden- und Sehbehindertenbund Hessen (BSBH) die Signalisierung, die Überwege, die Bordsteinhöhe, die neuen Ampel-Drucktaster mit seitlichen Markierungen und die Hinführung zu der Station insgesamt abgenommen? Wenn nein, welche Punkte sollen nach Stellungnahme des BSBH geändert oder verbessert werden?

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 4. November 2010Sie sind hier
    AA 1330Verkehrssicherheit an der Eschersheimer Landstraße verbessern
    STVV-Anfrage · LINKE.
  2. 4. Februar 2011Antwort des Magistrats · nach 13 WochenBB 77Verkehrssicherheit an der Eschersheimer Landstraße verbessernMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

AAnfrage in der Stadtverordnetenversammlung

Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.

  1. 1Stadtverordnete stellen Anfrage
  2. 2Magistrat antwortet schriftlich
  3. 3Antwort fließt in Beratungen ein

Frist: 3 Monate

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