Vertikale Landwirtschaft
Zusammenfassung
Der Magistrat wird um die Beantwortung von Fragen zur vertikalen Landwirtschaft in Frankfurt gebeten, insbesondere im Ortsbezirk 1. Es wird das Potenzial, bestehende Projekte und geplante Maßnahmen erörtert, um Frankfurt als Standort für vertikale Landwirtschaft zu fördern.
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Thema Stadtplanung verfolgenFragen an den Magistrat
Der Magistrat wird gebeten, die folgenden Fragen zu beantworten:
- Wie schätzt der Magistrat das Potenzial von vertikaler Landwirtschaft in Frankfurt und insbesondere im Ortsbezirk 1 ein?
- Sind dem Magistrat bestehende Projekte der vertikalen Landwirtschaft in Frankfurt, insbesondere im Ortsbezirk 1, bekannt?
- Hat der Magistrat bisher irgendwelche Maßnahmen hinsichtlich der vertikalen Landwirtschaft ergriffen, insbesondere mit Bezug zum Ortsbezirk 1? Wenn ja, welche?
- Plant der Magistrat derzeit irgendwelche Maßnahmen hinsichtlich der vertikalen Landwirtschaft, insbesondere mit Bezug zum Ortsbezirk 1? Insoweit kommen beispielsweise infrage:
a) Die Nutzung von der Stadt gehörenden oder von der Stadt genutzten Liegenschaften (etwa Verwaltungsgebäuden, Schulen und Kitas) für (Pilot-)Projekte der vertikalen Landwirtschaft;
b) Die Nutzung von Liegenschaften der Gesellschaften, an denen die Stadt beteiligt ist (etwa Bäderbetriebe, Messe, ABG), für (Pilot-)Projekte der vertikalen Landwirtschaft;
c) Die Beratung von Privaten zu Möglichkeiten der vertikalen Landwirtschaft, etwa bei Neubauprojekten; und
d) Die Organisation von Konferenzen und anderen Veranstaltungen zum fachlichen Austausch im Bereich der vertikalen Landwirtschaft, etwa zwischen Landwirten, Verbänden und wissenschaftlichen Institutionen.
- Soweit Frage 4 mit "Nein" beantwortet wird: Welche Möglichkeiten zur Umsetzung sieht der Magistrat insoweit, und mit welchen Kosten wären diese verbunden?
Begründung
Bei der vertikalen Landwirtschaft erfolgt landwirtschaftliche Produktion, etwa von Gemüse, Früchten und Salat, nicht auf Feldern wie in der konventionellen Landwirtschaft, sondern auf mehreren übereinander gelagerten Ebenen in oder auf Gebäuden. Sie eignet sich daher besonders für die verbrauchernahe Produktion in verdichteten Ballungsräumen. Die vertikale Landwirtschaft hat eine Reihe von Vorteilen, etwa den sparsamen Umgang mit den Ressourcen Boden und Wasser, die Ermöglichung ganzjähriger Ernten und damit eine erhöhte Produktivität, einen reduzierten Biozideinsatz und einen geringeren Verbrauch fossiler Brennstoffe. Einige globale Metropolen, z. B. Dubai, Seoul und New York, haben dieses Zukunftsthema bereits aufgegriffen. In Deutschland existieren bereits Pilotprojekte in Düsseldorf und Oberhausen, begleitet durch das Fraunhofer-Institut. Frankfurt sollte diese Entwicklung nicht verpassen, weswegen die Möglichkeit der Einnahme einer internationalen Führungsrolle zu prüfen ist.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 10. Juni 2022OFOF 516/1Vertikale LandwirtschaftOrtsbeiratsantrag · FDP
- 28. Juni 2022Sie sind hierVV 446Vertikale LandwirtschaftAnfrage
- 4. November 2022Antwort des Magistrats · nach 21 WochenSTST 2592Vertikale LandwirtschaftStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Mit einer Anfrage verlangt der Ortsbeirat vom Magistrat schriftlich Auskunft. Die zuständigen Ämter erarbeiten eine Stellungnahme. Der Magistrat muss innerhalb von zwölf Wochen antworten — sonst kommt die Anfrage erneut auf die Tagesordnung des Ortsbeirats.
- 1Ortsbeirat beschließt Anfrage
- 2direkt an den Magistrat
- 3Ämter erarbeiten Stellungnahme
- 4Magistrat antwortet (12 Wochen)
Frist: 12 Wochen
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme