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Vertikale Landwirtschaft

Vorlagentyp: STMagistrat
21 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat sieht das Potenzial für vertikale Landwirtschaft in Frankfurt als gering an, da der Aufwand im Verhältnis zu den bisher nachgewiesenen Beiträgen nicht akzeptabel ist. Stattdessen wird auf andere Initiativen zur Förderung der Begrünung und Urban Gardening gesetzt.

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Stellungnahme des Magistrats

Zu Punkt 1:

Der Magistrat schätzt das Potenzial für selbst geförderte Maßnahmen und Projekte der vertikalen Landwirtschaft im gesamten Stadtgebiet eher als gering bis fehlend ein. Dies begründet sich auf dem derzeit noch nicht gegebenen akzeptablen Verhältnis zwischen Aufwand (entsprechende Aufbauten, Gebäudeausstattung, Unterhalt der Anlage, Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal u. a.) einerseits und den andererseits nur im Modell nachgewiesenen Beiträgen der vertikalen Landwirtschaft im urbanen europäischen Raum sowie für die Erreichung damit verknüpfter Ziele im Bereich der Ernährungssicherheit und Anpassung an den Klimawandel. Eine Nachhaltigkeit dieses Ansatzes ist hier im Sinne einer ressourcenschonenden und effizienten Landwirtschaft noch nicht gegeben, insbesondere durch den sehr hohen Energiebedarf.

Mit Blick auf die genannten Ziele setzt der Magistrat demgegenüber auf andere Initiativen bzw. Formate; z.B. auf die Förderung der Gebäude- und Geländebegrünung im Rahmen des Förderprogramms "Frankfurt frischt auf - 50% Klimabonus" wie auch auf die Förderung eigeninitiativer Projekte im Rahmen von Urban Gardening.

Inwieweit grundsätzlich Potenzial besteht, vertikale Landwirtschaft im Stadtgebiet zu etablieren, kann nicht final abgeschätzt werden. Dauerhaft profitable Beispiele aus dem Aus- oder Inland im Sinne einer tatsächlich vertikalen Landwirtschaft sind bisher kaum bekannt. Sollten privatwirtschaftliche Initiativen mit tragfähigen, nachhaltigen Konzepten auf die Stadt Frankfurt zukommen, steht der Magistrat dem allerdings offen gegenüber.

Zu Punkt 2:

Nein. In Deutschland bestehen bisher vor allem dezentrale Konzepte mit Produktionsanlagen direkt bei Einzelhändlern oder Gastronomiebetrieben. Entsprechende Beispiele aus Frankfurt sind jedoch nicht bekannt.

Zu Punkt. 3:

Nein, keine.

Zu Punkt. 4:

Aus den angeführten Punkten plant der Magistrat derzeit keine Maßnahmen.

Zu Punkt. 5:

Angesichts der unter 1) gemachten Aussagen wertet der Magistrat Möglichkeiten der Umsetzung derzeit noch nicht als sinnvoll gegeben.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 10. Juni 2022OFOF 516/1Vertikale LandwirtschaftOrtsbeiratsantrag · FDP
  2. 28. Juni 2022VV 446Vertikale LandwirtschaftAnfrage
  3. 4. November 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 21 Wochen
    STST 2592Vertikale Landwirtschaft
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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