Nutzung des Verwaltungsgebäudes am Waldfriedhof Oberrad (IV)
Zusammenfassung
Der Magistrat wird in Bezug auf die Nutzung des Verwaltungsgebäudes am Waldfriedhof Oberrad angefragt, wie viele Bürger Interesse bekundet haben und welche Nutzungskonzepte vorgelegt wurden. Dies geschieht, da der Magistrat bereit ist, das Gebäude unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.
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Thema Stadtplanung verfolgenFragen an den Magistrat
wird der Magistrat gebeten, zum aktuellen Stand der geplanten Interimsmaßnahme zur Aufwertung des Ettinghausen-Platzes sowie zur weiteren Umsetzung der beschlossenen Neugestaltung Stellung zu nehmen und insbesondere die folgenden Fragen zu beantworten:
- Wird seitens des Magistrats noch mit einer Umsetzung der Interimsmaßnahme bis zum
- November 2025 gerechnet?
- Warum wurde das geplante Treffen mit der Arbeitsgruppe "Geschichte und Erinnerung" kurzfristig abgesagt, obwohl ein hoher Informations- und Abstimmungsbedarf besteht?
- Wie und zu welchem Zeitpunkt wird der Ortsbeirat 6 in die weiteren Planungen eingebunden - sowohl hinsichtlich der Interimsmaßnahme als auch der finalen Platzgestaltung?
- Möchte der Oberbürgermeister und Dezernent für die westlichen Stadtteile sich für den Ettinghausen-Platz genauso einsetzen wie für den Bolongaropalast?
- Bekommt der Ortsbeirat 6 bis Ende des Kalenderjahres 2025 im Rahmen einer Ortsbeiratssitzung einen konkreten Umsetzungsplan der finalen Platzgestaltung vorgestellt, die bis zum
- Jahrestag der Reichspogromnacht umgesetzt wird?
Kontext
Der Ettinghausen-Platz ist nicht nur ein Ort im Stadtteil Höchst, sondern ein Ort des historischen Gedenkens: An dieser Stelle stand die letzte Höchster Synagoge, die in der Reichspogromnacht 1938 zerstört wurde. Der 9. November als Jahrestag dieser Ereignisse ist von zentraler Bedeutung für das Erinnern an die nationalsozialistischen Verbrechen. Im Jahr 2025 fällt dieses Datum zudem in das 80. Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs - ein Anlass von besonderem Gewicht, der eine würdige und sichtbare Auseinandersetzung mit der Geschichte verlangt. Gerade in diesem Gedenkjahr wäre es ein starkes Zeichen, den Ettinghausen-Platz als Erinnerungsort sichtbar aufzuwerten - zumindest über eine Interimsgestaltung.
Dies vorausgeschickt
Begründung
In seiner Antwort auf die Frage vom 23.01.2025, F 3007, antwortet der Magistrat, dass der "Magistrat [...] bereit [wäre], das Gebäude samt Grundstück unentgeltlich für eine Nutzung zur Verfügung zu stellen." Daraufhin haben sich Bürgerinnen und Bürger beim Ortsbeirat gemeldet und ihr Interesse bekundet. Der Ortsbeirat hat die Interessentinnen und Interessentinnen an den Magistrat verwiesen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 27. März 2025FF 3133Der Ettinghausenplatz, einst Standort der letzten Höchster Synagoge, wird seinem historischen Erbe nicht gerecht. Der PlFragestunde-Frage
- 20. Mai 2025Sie sind hierVV 1192Höchst: EttinghausenPlatz - Wann erfolgt die Umsetzung der Interimsmaßnahme und wie sind die Perspektiven für die Neugestaltung?Anfrage
- 14. Juli 2025Antwort des Magistrats · nach 16 WochenSTST 1142Höchst: Ettinghausen Platz - Wann erfolgt die Umsetzung der Interimsmaßnahme und wie sind die Perspektiven für die Neugestaltung?Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Mit einer Anfrage verlangt der Ortsbeirat vom Magistrat schriftlich Auskunft. Die zuständigen Ämter erarbeiten eine Stellungnahme. Der Magistrat muss innerhalb von zwölf Wochen antworten — sonst kommt die Anfrage erneut auf die Tagesordnung des Ortsbeirats.
- 1Ortsbeirat beschließt Anfrage
- 2direkt an den Magistrat
- 3Ämter erarbeiten Stellungnahme
- 4Magistrat antwortet (12 Wochen)
Frist: 12 Wochen