Wohnsituation älterer Bürger in Bergen Enkheim
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Stellungnahme des Magistrats vom 09.07.2010, ST 947
Betreff:
Wohnsituation älterer Bürger in Bergen Enkheim
Der Magistrat – Amt für Wohnungswesen hat die in Bergen-Enkheim präsenten Wohnungsgesellschaften (soweit bekannt) angeschrieben und gebeten, sich zu der o.a. Anregung zu äußern.
Von fünf Wohnungsgesellschaften liegen nunmehr die nachfolgend aufgeführten Stellungnahmen vor:
- ABG Frankfurt Holding GmbH / FAAG
Die Frankfurter Aufbau AG verfügt in Bergen-Enkheim über einen Bestand von 149 Wohnungen mit einer Gesamtfläche von ca. 6.520 m².
38 Einheiten hiervon, somit ein Anteil von 25 %, sind als Seniorenwohnungen ausgestattet. Hierbei handelt es sich um das Ensemble Milseburgstraße 22-30 und Rangenbergstraße 48-50. Diese Wohnungen unterliegen einer öffentlichen Förderung und werden durch das Amt für Wohnungswesen belegt. Vor Ort ist ein Clubraum des Frankfurter Verbands vorhanden.
Im Rahmen von Neuvermietungen werden Mieterwünsche in Bezug auf den Einbau einer Duschwanne, Sitzbadewanne oder Badewanne gerne berücksichtigt, soweit dies technisch umsetzbar ist und der entsprechende Mieter rechtzeitig bekannt ist.
- Nassauische Heimstätte
Zurzeit sind keine kurz- und mittelfristigen Projekte für eine seniorengerechte Umgestaltung von Wohnungen seitens der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte / Wohnstadt für eine größere Anzahl von Wohneinheiten vorgesehen. Vielmehr wurden einzelne und individuell angepasste Maßnahmen für Mieter im Rahmen des Unternehmensinternen Projektes "Sie bleiben, wir helfen“ durchgeführt. Hierbei handelt es sich um ein Service- und Beratungsangebot zur Vermittlung von professionellen, auf den persönlichen Bedarf zugeschnittenen Dienstleistungen.
Für das Gebäude Leuchte 35a, welches durch den Verein "anders leben, anders wohnen“ gemietet und genutzt wird, zeichnet sich die nachträgliche Errichtung eines Aufzuges ab (11 Wohneinheiten).
- FUNDUS
FUNDUS hat in Bergen-Enkheim einen Wohnungsbestand von insgesamt 242 Wohneinheiten. Hiervon sind keine Wohnungen seniorengerecht ausgestattet. Der Bau solcher Wohnungen ist nicht geplant.
- Gemeinnützige Baugenossenschaft Bergen-Enkheim eG
Die Genossenschaft verfügt über insgesamt 140 Wohnungen, davon sind 55 öffentlich gefördert und 85 frei finanziert. Diese wurden in den dreißiger, fünfziger und sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gebaut. Um die Vermietung der Wohnungen dauerhaft zu sichern, sind jährlich erhebliche Investitionen im Bestand erforderlich. Um die Mieterinnen und Mieter von den extrem steigenden Heizkosten zu entlasten, wird die Dämmung der Häuser (Fassade, Dach und Kellerdecke) verbessert. Zugleich werden Vorstellbalkone angebaut, wenn bisher noch keine Balkone vorhanden sind.
Diese Modernisierungsmaßnahmen können nur Zug um Zug durchgeführt werden, um die finanziellen Ressourcen nicht zu überfordern. Laut Angaben der Baugenossenschaft wird von den gesetzlichen Möglichkeiten zur Mieterhöhung bei der Modernisierung der Häuser wegen der Struktur der Mieterinnen und Mieter nur eingeschränkt Gebrauch macht.
GSW – Gemeinnütziges Siedungswerk GmbH
Das GSW verfügt in Frankfurt/Main-Bergen-Enkheim über keine Seniorenwohnungen und hat solche auch nicht geplant. Auch entsprechende Umbaumaßnahmen sind bisher nicht vorgesehen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 26. April 2010OFOF 609/16Wohnsituation älterer Bürger in Bergen EnkheimOrtsbeiratsantrag · SPD
- 5. Mai 2010OFOF 613/16Wohnsituation älterer Bürger in Bergen-EnkheimOrtsbeiratsantrag · CDU
- 11. Mai 2010OMOM 4206Wohnsituation älterer Bürger in Bergen-EnkheimDirektanregung
- 11. Mai 2010OMOM 4205Wohnsituation älterer Bürger in Bergen EnkheimDirektanregung
- 9. Juli 2010Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 11 WochenSTST 947Wohnsituation älterer Bürger in Bergen EnkheimStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab