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Überblick über Sozialhelfende im Bahnhofsviertel

Vorlagentyp: STMagistrat
79 Wochen bis zur Antwort6 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat hat ein Koordinierungsbüro für das Bahnhofsviertel eingerichtet, um die Situation vor Ort zu verbessern und verschiedene Akteure zusammenzubringen. Ziel ist es, die Essensverteilung zu kanalisieren und die vorhandenen Hilfsangebote besser zu nutzen. Dies soll zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen im Bahnhofsviertel führen.

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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

Die dem Magistrat bekannten Angebote sind im Anschluss zur Antwort zu 4. in Tabellenform aufgelistet.

Zu 1.:

Das städtische Koordinierungsbüro für das Bahnhofsviertel hat die Arbeit aufgenommen. Das Koordinierungsbüro Bahnhofsviertel dient als zentraler städtischer Ansprechpartner für Anliegen und Ideen zur Verbesserung der Situation im Frankfurter Bahnhofsviertel. Ziel ist, die bereits auf verschiedenen Ebenen stattfindenden Prozesse für eine Verbesserung der Gesamtsituation im Bahnhofsviertel zu unterstützen und zusammenzuführen. Dazu werden relevante Akteur:innen an den Schnittstellen zusammengebracht, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln, beispielsweise für eine Kanalisierung der privaten Essensverteilungen im Bahnhofsviertel. Dies gilt sowohl stadtintern als auch mit den zahlreichen engagierten Gremien, Institutionen und Einzelpersonen im Stadtteil. Auch einzelne Problemfelder werden dort direkt behandelt wie z. B. die Thematik Essensverteilung. Das Koordinierungsbüro Bahnhofsviertel ist zunächst für die Dauer von fünf Jahren direkt der Dezernentin für Soziales, Jugend, Familien und Senior:innen, Frau Stadträtin Elke Voitl, unterstellt.

Das Jugend-und Sozialamt ist für die Versorgung von Minderjährigen, jungen Volljährigen und ihren Familien, die im Bahnhofsviertel wohnen und sich dort aufhalten zuständig. Darüber hinaus hat seit dem 01.02.2022 die Koordinierungsstelle Jugendhilfe im Bahnhofsviertel mit zwei Stellen den besonderen Auftrag Minderjährige, die sich wiederholt in der Drogen- und Milieuszene im Bahnhofsviertel aufhalten, in die Jugendhilfe zu (re)integrieren. Dies geschieht durch enge Netzwerkarbeit der verschiedenen Akteur:innen vor Ort, sowie intensiver Zusammenarbeit der jeweils zuständigen Jugendämter. Weiter betreibt die kommunale Kinder- und Jugendhilfe "Streetwork Bahnhof" mit dem Auftrag der aufsuchenden Straßensozialarbeit mit Fokus auf Minderjährige und junge Heranwachsende.

Das Projekt OSSIP (Offensive Sozialarbeit, Sicherheit, Intervention und Prävention) wird durch OSSIP-Polizei und OSSIP-Streetwork ausgestaltet. OSSIP-Streetwork richtet sich an die Erwachsenen-Drogenszene unter der Federführung von Jugendberatung und Jugendhilfe e.V. Polizeilich wird das Gesamtkonzept OSSIP durch eine eigene Landespolizeidienststelle innerhalb der Regionalen Einsatz-Ermittlungseinheit abgebildet. Die Stadtpolizei arbeitet in enger Abstimmung mit der Landespolizei zusammen. Bei Landes- und Stadtpolizei wurden die Präsenzstreifen deutlich erhöht, was zu einer temporären Verbesserung der Lage führte.

Die FES führt im öffentlichen Raum im Bahnhofsviertel hochfrequent Reinigungsarbeiten durch. Das erfolgt teilweise in Kooperation mit der Stadtpolizei, um eine ungehinderte Reinigung sicherzustellen.

Zu 2. und 3

Im Bahnhofsviertel haben es sich verschiedene private Organisationen, teilweise mit religiösem Hintergrund, zum Ziel gesetzt, Menschen die sich dort aufhalten mit Sachleistungen zu unterstützen, teilweise durch die Dokumentation in sozialen Netzwerken begleitet. Das geschieht unabhängig von vorhandenen Hilfeangeboten, die handelnde Personen bzw. Organisationen wechseln. Offensichtlich bestehen keine Absichten, vorhanden Hilfestrukturen zu unterstützen oder zu ergänzen. Eine städtische Unterstützung erfolgt nicht.

Es wird dezernatsübergreifend an einem Konzept gearbeitet, wie mit dem für das Viertel spezifischen Problem der Essensverteilung umgegangen werden kann. Das umfasst unter anderem Fragen der Wertschätzung, der Information zu bestehenden Hilfeangeboten, auch Motive und Beweggründe und die Möglichkeit der Vernetzung und Unterstützung bereits vorhandener Dienste. Übergeordnetes Ziel ist die konstruktive Nutzung des Hilfepotentials ohne die derzeitigen Begleiterscheinungen.

Zu 4.:

Die Angaben sind in der tabellarischen Übersicht enthalten

Tabellarische Übersichten

Bereich Drogen- und Wohnungslosenhilfe:

Nr.TrägerEinrichtung/ AngebotKurze TätigkeitsbeschreibungStellen Streetwork
1Aidshilfe Frankfurt
e.V.La Strada -
DrogenhilfezentrumBeratung,
Übernachtungseinrichtung, Konsumraum
2Caritasverband Frankfurt
& Diakonisches Werk Frankfurt & OffenbachÖkumenische Bahnhofsmission, Hauptbahnhof
Frankfurt, Gleis 1Ökumenische
Bahnhofsmission ist eine niedrigschwellige Anlauf- und Weitervermittlungsstelle, für Menschen, die sich am Frankfurter Hautbahnhof aufhalten. Neben Reisenden, die Wartezeiten überbrücken möchten, ist die Bahnhofsmission vor allem für solche Menschen eine Anlaufstelle, die in Not geraten sind und besondere soziale Schwierigkeiten haben. Gesprächsangebote Umgang mit Behörden Besorgung von Fahrkarten Not-Appartement für Frauen Informationen für Ortsfremde Vermittlung von Notunterkünften Vermittlung an alle relevanten Stellen des Frankfurter Hilfesystem Ausgabe von Getränken an Menschen in besonderen Lebenslagen
3Diakonisches Werk
Frankfurt und Offenbach e.V.Beratung und Begleitung
Romanes sprechende Bürger: innen. Diakoniezentrum - Wohnungsnotfallhilfe, Tagestreff Weißfrauen, Weser 5, 60329 Frankfurt a. M.Wohnungslose Romanes sprechende Bürger: innen aus
Südosteuropa. Regelmäßige Gespräche im Tagestreff/ mögliche Perspektiven abklären/ Begleitung zu Ämtern und anderen Institutionen/ Vermittlung in weiterführende Maßnahmen/ Personengruppe wird vor Ort (Bahnhofsviertel) aufgesucht.1,0

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 16. Oktober 2022OFOF 687/1Überblick über Sozialhelfende im BahnhofsviertelOrtsbeiratsantrag · CDU
  2. 6. Dezember 2022VV 562Überblick über Sozialhelfende im BahnhofsviertelAnfrage
  3. 11. April 2023Sie sind hier
    STST 901Überblick über Sozialhelfende im Bahnhofsviertel
    Stellungnahme
  4. 16. Dezember 2023OFOF 1105/1Mehr Sozialhelfende für das BahnhofsviertelOrtsbeiratsantrag · CDU
  5. 16. Januar 2024OMOM 4969Mehr Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter für das BahnhofsviertelDirektanregung
  6. 19. April 2024Antwort des Magistrats · nach 79 WochenSTST 750Mehr Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter für das BahnhofsviertelStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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