Einzelhandelskonzept der Stadt Frankfurt
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
E-Mail-Abo einrichtenInhalt
Stellungnahme des Magistrats vom 14.01.2008, ST 82
Betreff:
Einzelhandelskonzept der Stadt Frankfurt
Generell ist zwischen der Begrifflichkeit des Einzelhandelskonzeptes und eines Maßnahme.kataloges zu unterscheiden. Im Einzelhandelskonzept hat die Gesellschaft für Markt und Absatzforschung (GMA) Empfehlungen abgegeben, aus denen sich nicht automatisch Maßnahmekataloge für die einzelnen Stadtteile ableiten lassen. Vielmehr ist das weitere Vorgehen vor Ort zu konkretisieren. Diesem Zweck dienten die Ortsteilkonferenzen. Der Magistrat sieht sich dabei als Impulsgeber, die Zusammenarbeit der Akteure vor Ort anzustoßen.
Die Ortsteilkonferenz in Heddernheim hat am 2. März 2006 stattgefunden. Anwesend waren der Ortsvorsteher, die stellvertretende Ortsvorsteherin, neun Gewerbetreibende sowie neun Vertreter seitens der Stadt Frankfurt, der Wirtschaftsförderung und der GMA.
Die GMA hat in ihrer Untersuchung festgestellt, dass sich für den Stadtteil Heddernheim keine Spielräume für eine quantitative Angebotserweiterung erkennen lassen. Weiterhin wird festgestellt, dass das Versorgungszentrum einem starken Erosionsprozess unterliegt. Als Ursache dafür werden eine rückläufige Bevölkerungsentwicklung, die starke Einkaufsorientierung auf das Nordwestzentrum sowie problematische städtebauliche und verkehrliche Rahmenbedingungen gesehen. Die GMA gab folgende Perspektiven zur weiteren Entwicklung:
- Schaffung größerer Flächen für die Ansiedlung mittlerer und großflächiger Einzelhandelsbetriebe durch die Zusammenlegung von Grundstücksparzellen;
- Beibehaltung des gegenwärtigen verkehrlichen Erschließungssystems mit Einbahnstraßenregelungen;
- Verbesserung des Stadtbildes im südlichen Abschnitt der Heddernheimer Landstraße durch verkehrsberuhigende Umgestaltungsmaßnahmen;
- Verbesserung der Ausschilderung des Geschäftsbereiches für auswärtige Besucher.
In der Diskussion der Ortsteilkonferenz wurden vorrangig Bereiche thematisiert, auf die der Magistrat kaum Einflussmöglichkeiten hat. Insbesondere liegt es außerhalb des Gestaltungs.spielraumes, auf die Art der Nutzung von Läden einzuwirken. Andererseits wurde in der Diskussion deutlich, dass vor Ort durchaus Potenziale bestehen, Entwicklungen anzustoßen. Neben dem Ortsbeirat könnte der Gewerbeverein dabei eine aktive und gestaltende Rolle übernehmen. Die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH steht in regelmäßigem Kontakt mit dem Gewerbeverein und unterstützt, sofern dies gewünscht ist. So wurde unter anderem vereinbart, dass der Gewerbeverein Einzelhandelsleerstände in Heddernheim umgehend bei der Wirtschaftsförderung anzeigt, um möglicherweise eine zügigere Vermittlung an potenzielle Nutzer zu erreichen.
Das Dezernat Recht, Wirtschaft und Personal plant darüber hinaus jedoch, sich der Situation des Einzelhandels in Stadtteilen verstärkt anzunehmen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 24. August 2007BB 617a) Vertiefende Bewertung der Nahversorgungsstruktur 2006 b) Abschlussbericht Ortsteilkonferenzen EinzelhandelMagistratsbericht
- 25. Oktober 2007OFOF 213/8Einzelhandelskonzept der Stadt FrankfurtOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 25. Oktober 2007VV 495Einzelhandelskonzept der Stadt FrankfurtAnfrage
- 14. Januar 2008Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 20 WochenSTST 82Einzelhandelskonzept der Stadt FrankfurtStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab