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Goldstein: Fläche für jungen Auwald am Mainufer vergrößern

Vorlagentyp: STMagistrat
47 Wochen bis zur Antwort9 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat lehnt die Entwicklung eines Auwaldes am Mainufer ab, da die Wiesenflächen als schützenswert gelten und zur Erhöhung der Artenvielfalt erhalten bleiben sollen. Stattdessen wird die Anpflanzung von Einzelbäumen zur Beschattung im Sommer befürwortet.

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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

Die in der Anfrage erwähnten Wiesenflächen befinden sich überwiegend im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland. Sie sind im Planfeststellungsverfahren Riederwaldtunnel als Kompensationsflächen rechtsverbindlich festgesetzt worden und gelten mithin weiterhin als Grünland. Eine Auwaldentwicklung ist dort u.a. deshalb nicht möglich. Eine Auwaldentwicklung der nordöstlich gelegenen Wiesen in städtischem Eigentum wird vom Magistrat nicht befürwortet. Grünland und vor allem Mähwiesen zählen zu schützenswerten Biotopen, deren Bestand abnimmt. Auch aus diesem Grund sind diese Wiesen am Mainufer zu erhalten und sollten zur Erhöhung der Artenvielfalt durch Nutzungsextensivierung aufgewertet werden. Die offenen Wiesen sind darüber hinaus bedeutsam für das Landschaftsbild und das Landschaftserleben. Die Offenheit der Landschaft soll daher nicht durch weitere Aufforstungen verloren gehen. Wiesen führen, entgegen der in der Anfrage dargelegten Meinung, zu einer größeren nächtlichen Abkühlung als Wälder. Aufgrund der unmittelbaren Lage am Main und der Nähe zum Grundwasser ist zudem nicht mit einem Austrocknen zu rechnen. Da die Wiese an das europäische Vogelschutzgebiet "Untermainschleusen" angrenzt, wäre bei Veränderungen der Wiese zunächst die Durchführung einer so genannten FFH-Vorprüfung erforderlich (aufgrund der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie). Der Magistrat lehnt die Auwaldentwicklung der verbleibenden Wiesen am Mainufer zwischen Schleuse Griesheim und der östlich davon gelegenen Autobahnbrücke ab. Die Anpflanzung von Einzelbäumen oder vereinzelten Baumgruppen entlang des Weges zur Beschattung im Sommer wird jedoch befürwortet.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 5. Januar 2020OFOF 1196/6Goldstein: Fläche für jungen Auwald am Mainufer vergrößernOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  2. 21. Januar 2020OMOM 5688Goldstein: Fläche für jungen Auwald am Mainufer vergrößernDirektanregung
  3. 14. April 2020Sie sind hier
    STST 713Goldstein: Fläche für jungen Auwald am Mainufer vergrößern
    Stellungnahme
  4. 3. August 2020OFOF 1333/6Schwanheim/Goldstein: Auwald und Wiese als Ausgleichsmaßnahmen - Erläuterung der HintergründeOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  5. 3. August 2020OFOF 1332/6Schwanheim/Goldstein: Weg am Mainufer zwischen Autobahnbrücke und Schleuse durch Baumgruppen attraktiver machenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  6. 18. August 2020OMOM 6351Schwanheim/Goldstein: Weg am Mainufer zwischen Autobahnbrücke und Schleuse durch Baumgruppen attraktiver machenDirektanregung
  7. 18. August 2020VV 1718Schwanheim/Goldstein: Auwald und Wiese als Ausgleichsmaßnahmen - Erläuterung der HintergründeAnfrage
  8. 9. November 2020STST 1968Schwanheim/Goldstein: Auwald und Wiese als Ausgleichsmaßnahmen - Erläuterung der HintergründeStellungnahme
  9. 27. November 2020Antwort des Magistrats · nach 47 WochenSTST 2091Schwanheim/Goldstein: Weg am Mainufer zwischen Autobahnbrücke und Schleuse durch Baumgruppen attraktiver machenStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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