Das Wasserstoffprojekt am MHKW in Heddernheim
Zusammenfassung
Das Wasserstoffprojekt am MHKW in Heddernheim zielt darauf ab, ein Konzept zur Wasserstoffproduktion aus Abfall zu erstellen. Dies soll die Wirtschaftlichkeit der Energieerzeugung nicht beeinträchtigen, solange die Abfallmengen ausreichend sind. Das erwartete Ergebnis ist die Erzeugung von grünem Wasserstoff als zusätzliches Produkt.
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Thema Abfall und Sauberkeit verfolgenStellungnahme des Magistrats
Bei dem durch die Stadt Frankfurt am Main beantragten und vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderten Projekt geht es im ersten Schritt um die Erstellung eines Konzeptes. Im Rahmen des Projektes werden Randbedingungen untersucht, Technologien bewertet und Investitionskosten ermittelt, auf deren Basis die Entscheidung getroffen werden kann, ob eine technische Realisierung sinnvoll ist. Erst für den Fall der Realisierung bekommen die vom Ortsbeirat aufgeworfenen Fragen Relevanz. Zu
- Das Müllheizkraftwerk (MHKW) wird fernwärmegeführt "gefahren", d.h. aller Fernwärmebedarf wird vorrangig vor der Stromproduktion abgedeckt. Auch bei maximalem Fernwärmebedarf speist das MHKW ca. 20 MW Strom ein. In ersten Überlegungen wurde ein Elektrolyseur zur Wasserstoffproduktion mit einer Leistung von 2 MW angedacht. Diese angedachte benötigte Leistung beeinflusst den fernwärmegeführten Betrieb des MHKWs nicht. Es wird lediglich weniger Strom ins öffentliche Netz eingespeist. Zu
- Die maximale Menge an zu verbrennendem Abfall ist genehmigungsrechtlich auf 525.600 t pro Jahr begrenzt. Das MHKW behandelt thermisch in Jahren ohne Gesamtanlagenstillstand ca. 520.000 t Abfall. Der Brennstoffbedarf wird sich nicht erhöhen, die produzierte Dampfmenge bleibt ebenfalls gleich. Lediglich die in das Netz abgegebene Strommenge wird sich verringern und als zusätzliches Produkt Wasserstoff entstehen. Zu
- Das Konzept sieht vor, aus dem angelieferten Abfall "grünen" Wasserstoff zu erzeugen. Solange die Abfallmengen ausreichen, den Fernwärmebedarf zu decken, den Eigenstrombedarf zu erzeugen und den Elektrolyseur zu betreiben, ändert sich die Wirtschaftlichkeit nicht.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 6. Januar 2020OFOF 512/8Das Wasserstoffprojekt am MHKW in HeddernheimOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 23. Januar 2020VV 1549Das Wasserstoffprojekt am MHKW in HeddernheimAnfrage
- 30. März 2020Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 12 WochenSTST 656Das Wasserstoffprojekt am MHKW in HeddernheimStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab