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Respekt! Kein Platz für Rassismus

Vorlagentyp: STMagistrat
116 Wochen bis zur Antwort7 Stationen im Verfahren
Vorlage
Idee
Bei einigen tausend Vorlagen geht die
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Zusammenfassung

Der Magistrat von Frankfurt am Main bekräftigt die Bedeutung von Vielfalt in Kindertageseinrichtungen und die Notwendigkeit, Diskriminierung entgegenzuwirken. Es werden verschiedene Maßnahmen und Programme vorgestellt, die darauf abzielen, eine respektvolle und inklusive Schulkultur zu fördern. Die Anbringung von Schildern mit der Aufschrift "Respekt! Kein Platz für Rassismus" wird unterstützt, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

Vielfalt wird in Frankfurter Kindertageseinrichtungen als Bereicherung gesehen. Entsprechend den Prinzipien der Kinderrechtskonvention, das Kind als eigenständige Persönlichkeit zu schützen und zu fördern und sein Recht auf Beteiligung sicherzustellen, haben Träger von Kindertageseinrichtungen den Auftrag die Ausgestaltung ihres Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrags dahingehend umzusetzen. Ziel ist es, dass sich die Ausgestaltung der Angebote an der Individualität der Kinder und ihrer Familien orientieren und alle Dimensionen der Heterogenität berücksichtigen. Der Hessische Kultusminister (HKM) hat in einem Erlass vom 23.05.2018 die hessischen Schulen gebeten, antisemitische Vorfälle gemäß § 23 Dienstordnung der für die Schule zuständigen Dienstaufsicht zu melden. Diese Aufforderung gilt - so der Erlass - sinngemäß auch für alle anderen Vorfälle von auf Religion bezogenen Diskriminierungen. Ein besonderer Fokus, in den Bemühungen Antisemitismus und anderen Diskriminierungsformen entgegenzuwirken, liegt auf Maßnahmen im schulischen und außerschulischen Bildungsbereich. Schulen als wichtige Orte der Prävention und der Antidiskriminierungsarbeit werden dabei in der Anwendung dieser Ansätze unterstützt. Bereits bestehende Projekte und Initiativen wie beispielsweise das Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" des Vereins Aktion Courage e.V. bearbeiten in der pädagogischen Arbeit spezifische Formen des Antisemitismus und betten sie in den Gesamtkontext "Antidiskriminierung" ein. In den Frankfurter Schulen wirken außerdem Vertrauenslehrer_innen sowie Fachpersonal der städtischen Jugendhilfe an der Schule sensibilisierend und dienen bei Vorfällen als Ansprechpartner_innen. Ein zentraler Akteur der kommunalen Präventionsarbeit ist die im Amt für multikulturelle Angelegenheiten eingerichtete "Koordinierungsstelle Antiradikalisierung, präventive Jugendarbeit und politische Bildung". Diese leistet Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit: Sie baut Netzwerke auf und steuert sie, vernetzt zentrale Akteure der Präventionsarbeit. Zudem berät und konzipiert sie Fachtage und Fortbildungen für Lehrkräfte und pädagogisches Fachpersonal und führt diese - teils in Kooperation - durch. Um bestehende Denk- und Handlungsweisen zu reflektieren und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln und anzuwenden sind Formate des Austauschs und zur Information notwendig. Die Koordinierungsstelle informiert pädagogisches Fachpersonal in Schulen und Jugendeinrichtungen über Angebote, die einen präventiven und diskriminierungskritischen Ansatz verfolgen. Die Koordinierungsstelle berät ferner auch zu tagesaktuellen Problemlagen und Bedarfen. Elternarbeit ist ein wichtiger Baustein in der Präventionsarbeit. Eltern können sich gleichermaßen an die Koordinierungsstelle "Antiradikalisierung, präventive Jugendarbeit und politische Bildung" wenden. Auch hier unterstützt und berät sie bei der Einschätzung konkreter Sachverhalte. Sie verweist überdies - je nach Situation - an kommunale Akteure der Präventions- und Antidiskriminierungsarbeit in Frankfurt. Ein weiteres Angebot, das die Koordinierungsstelle "Antiradikalisierung, präventive Jugendarbeit und politische Bildung" zusammen mit ufuq anbietet, ist das Teamer_innenprojekt "Wie wollen wir leben: Demokratie - Identität - Islam und Islamismus, Workshops für Schulklassen und Jugendgruppen". Im Rahmen des Projekts werden Workshops für Schulklassen und pädagogischem Fachpersonal durchgeführt, die Herausforderungen und Potenziale in den Handlungsfeldern Identität, Partizipation, Religion, Pluralismus, Demokratie bearbeiten. Jugendliche erhalten dabei beispielsweise die Möglichkeit, ihre biographischen Erfahrungen von Diskriminierung, Ausgrenzung und Stigmatisierung zu diskutieren. In den Workshops werden ferner kulturelle und soziale Gemeinsamkeiten von verschiedenen sozialen Gruppen bearbeitet. Im Ortsbezirk 10 werden Jugendhilfeangebote (Jugendhilfe in der Schule / Jugendhilfe in der Grundschule / Sternpiloten) sowie Förderprogramme im Kontext Ganztagsschulentwicklung (z.B. Pakt für den Nachmittag, Erweiterte Schulischen Betreuung, Profile) der Stadt Frankfurt am Main an weiterführenden Schulen und Grundschulen umgesetzt. Sozialpädagogische Fachkräfte sind personell an den Schulen vertreten. Die Jugendhilfeangebote wie auch die Ganztagsangebote verstehen die Förderung einer diskriminierungsarmen, positiven Schulkultur ohne Rassismus als Angebots- und Querschnittsaufgabe. Sie gestalten und begleiten Lernprozesse mit dem Ziel, gegenseitigen Respekt, Wertschätzung und Anerkennung von Vielfalt zu einem selbstverständlichen Teil der Schulkultur zu machen. Es gilt daher jegliche (strukturelle) Diskriminierungsformen und -mechanismen sowie deren Erscheinungsbilder zu thematisieren und dem entgegenzutreten. Ein konkreter Baustein, der den Umgang mit Vielfalt und Inklusion befördert, ist das Soziale Lernen. Jugendhilfe in der Schule / in der Grundschule bringt dafür spezifische methodische Kompetenzen mit, die sie in Form von sozialen Kompetenztrainings, Anti-Mobbing und Gewaltpräventionsprogramme, Beratung, Mediation und Projektarbeit mit Klassen bzw. Gruppen einbringt. Diese führen zu mehr Respekt und einem positiveren Umgang miteinander. Die Förderung sozialer und personaler Kompetenzen, der Partizipation und des sozialen Miteinanders wird so zu einem zentralen Bestandteil der Bildungsbiographie der Kinder und Jugendlichen. Um die Haltung der Stadt Frankfurt zu verdeutlichen, begrüßt der Magistrat die Anbringung der Schilder mit der Aufschrift "Respekt! Kein Platz für Rassismus". Der Oberbürgermeister und die Integrationsdezernentin haben darum alle städtischen Einrichtungen mit der Bitte angeschrieben, die Schilder in ihren Einrichtungen anzubringen. Die Schilder können an der Pforte des stadtRAUMfrankfurt, Mainzer Landstraße 293, 60326 Frankfurt abgeholt werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 16. Dezember 2019OFOF 901/10Respekt! Kein Platz für RassismusOrtsbeiratsantrag · LINKE.
  2. 14. Januar 2020OMOM 5554Respekt! Kein Platz für RassismusDirektanregung
  3. 12. März 2021Sie sind hier
    STST 620Respekt! Kein Platz für Rassismus
    Stellungnahme
  4. 15. Mai 2021OFOF 47/10Respekt! Kein Platz für RassismusOrtsbeiratsantrag · LINKE.
  5. 1. Juni 2021OMOM 180Respekt! Kein Platz für RassismusDirektanregung
  6. 18. Februar 2022STST 425„Respekt! Kein Platz für Rassismus“Stellungnahme
  7. 4. März 2022Antwort des Magistrats · nach 116 WochenSTST 601„Respekt! Kein Platz für Rassismus“Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
Alle verknüpften Vorlagen