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Verkehrswende auch im Süden - Entlastung statt Staus in Sachsenhausen

Vorlagentyp: STMagistrat
42 Wochen bis zur Antwort5 Stationen im Verfahren
Vorlage
Idee
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Zusammenfassung

Die Stellungnahme des Magistrats befasst sich mit der Verkehrswende in Sachsenhausen und betont, dass durch Radschnellverbindungen der Kfz-Verkehr reduziert werden kann. Zudem wird ein Ausbau von P+R-Anlagen an strategisch sinnvollen Standorten empfohlen, um die Verkehrssituation zu entlasten.

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Stellungnahme des Magistrats

Sachsenhausen steht - wie viele innerstädtische Stadtteile Frankfurts - am verkehrlichen Limit. Baustellen, Bevölkerungs- und Pendlerzuwachs sowie die hohe Attraktivität der Innenstadt führen zu einer erheblichen Belastung. Den hohen Verkehrsbelastungen im Kfz-Verkehr in Sachsenhausen kann allerdings durch konzeptionelle Planung nur bedingt begegnet werden. Der Schwerpunkt muss dabei auf Maßnahmen liegen, welche die Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie die Förderung des Umstiegs auf umweltfreundliche Verkehrsmittel unterstützen.

Zu 1.: Ein übergeordnetes Ziel der Planung von Radschnellverbindungen (RSV) ist insbesondere, Pendlerverkehre vom Kfz- auf den Radverkehr zu verlagern. Die konkrete Streckenführung der Radschnellverbindung Frankfurt - Darmstadt durch Sachsenhausen verhindert durch begleitende Verkehrsführungsänderungen eine Zunahme von Kfz-Durchgangsverkehr auf der RSV-Trasse beziehungsweise wird der KfZ-Verkehr abschnittsweise sogar gänzlich auf die umliegenden Hauptverkehrsstraßen verlagert. Dies führt unter anderem zu erheblich mehr Sicherheit für Schüler:innen sowie Kindergartenkinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad entlang der RSV unterwegs sind. Erfahrungsgemäß entstehen zudem die größten Gefährdungen für Kinder im Umfeld von Grundschulen und Kitas durch sogenannte Eltern-Taxis. Die RSV kann somit auch einen Anreiz bieten, diesen Autoverkehr auf den Umweltverbund zu verlagern. Der geplante Radschnellweg durch den Ziegelhüttenweg und die Holbeinstraße wird aus folgenden Gründen nicht zu mehr Durchgangsverkehr führen: Die Holbeinstraße ist heute schon Vorfahrtsstraße, bei der Umgestaltung in eine Fahrradstraße wird der Kfz-Verkehr zur Rücksichtnahme auf den Radverkehr angehalten und entschleunigt (was erwartungsgemäß dazu führen wird, dass die Holbeinstraße ein noch unattraktiverer Schleichweg ist). Die Fahrradstraße ist ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit der vielen radfahrenden Schüler vom Sachsenhäuser Berg bzw. Lerchesberg zu den Gymnasien Schillerschule und Carl-Schurz-Schule. Der Ziegelhüttenweg ist heute Tempo 30-Zone mit einigen (wenigen) rechts-vor-links Kreuzungen. In Süd-Nord-Richtung gibt es wegen der anliegenden Kleingartenanlage über 850 m gar keine einmündenden Straßen. Dies führt dazu, dass Verkehr in und aus Richtung Lerchesberg den Ziegelhüttenweg als Abkürzung nutzt. Dies soll zukünftig durch Einbahnstraßenregelungen verhindert werden. Der Radschnellweg wird also auch hier voraussichtlich zur Entlastung von Durchgangsverkehr beitragen.

Zu 2.: Das P+R-Konzept der Stadt zielt auf eine Erhöhung der P+R-Kapazitäten durch Neu- und Ausbau an verkehrlich sinnvollen, zeitnah realisierbaren Standorten. Als kurzfristig wirksamer Baustein für den Süden Frankfurts wird Gateway Gardens empfohlen. Der Standort liegt verkehrlich günstig, ist sehr gut an die Frankfurter Innenstadt angebunden und eignet sich für multimodale Umsteigeangebote. Weitere Untersuchungen werden hier ausdrücklich empfohlen. Vor diesem Hintergrund der zeitnahen Realisierung wurden an der Sachsenhäuser Warte bzw. dem ehemaligen Binding-Areal keine vertieften Untersuchungen für ein P+R-Parkhaus vorgenommen: Die Weiterführung der A-Strecke (U-Bahn) oder einer Straßenbahn nach Süden befindet sich erst in der zweiten Planungsstufe des NVP 2025+ und ist innerhalb der nächsten zehn Jahre nicht zu realisieren. Dieser Zeithorizont liegt außerhalb des Betrachtungsrahmens des P+R-Konzeptes. Sollte die Weiterführung der A-Strecke zu einem späteren Zeitpunkt konkretisiert werden, ist die Verortung einer P+R-Anlage an der Endhaltestelle von Beginn an als Bestandteil der Planung zu prüfen. Neben der generellen Verkehrsentwicklung im Stadtteil wird im Antrag das Thema die geplante Multifunktionsarena angesprochen. Es ist evident, dass die bestehende Infrastruktur die Nachfrage dieses neuen großen singulären und temporären Verkehrserzeugers insbesondere bei gleichzeitigem Stadionbetrieb nicht abwickeln kann. Aus diesem Grund sollen bis zum Bau der Arena eben auch deutliche Infrastrukturerweiterungen und -anpassungen umgesetzt werden. Auf die Stellungnahme des Magistrats vom 05.09.2025, ST 1497, wird verwiesen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar. Nach der letzten Antwort wurde das Thema erneut aufgegriffen.

  1. 3. Juni 2025OFOF 1456/5Verkehrswende auch im Süden - Entlastung statt Staus in SachsenhausenOrtsbeiratsantrag · SPD
  2. 5. September 2025OAOA 570Verkehrswende auch im Süden - Entlastung statt Staus in SachsenhausenAnregung
  3. 27. März 2026Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 42 Wochen
    STST 579Verkehrswende auch im Süden - Entlastung statt Staus in Sachsenhausen
    Stellungnahme
  4. 1. Juni 2026OFOF 66/5Schutz des Geländes der Gruneliusschule in der Wiener Straße 13 vor VandalismusOrtsbeiratsantrag · CDU
  5. 19. Juni 2026OMOM 267Schutz des Geländes der Gruneliusschule in der Wiener Straße 13 vor VandalismusDirektanregung

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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