Sicherung des ökologischen Gleichgewichts an der Nidda
Zusammenfassung
Der Magistrat hat Stellung zu den ökologischen Herausforderungen an der Nidda genommen. Es wird betont, dass der naturnahe Gewässerausbau nur mit schweren Geräten möglich ist und dass der Wasserstand der Nidda mit dem Grundwasserstand korreliert. Zudem wird auf die Problematik der Nutrias hingewiesen, ohne dass technische Gegenmaßnahmen bekannt sind.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenStellungnahme des Magistrats
Zu Frage 1:
Der naturnahe Gewässerausbau und teils auch die Pflege der Nidda ist ohne den Einsatz von großen zum Teil auch schweren Geräten nicht möglich. Dabei wird auf die Minimierung der Auswirkungen der Eingriffe geachtet. Alle Umbauarbeiten oder Ausbauarbeiten an der Nidda müssen zudem vom Regierungspräsidium Darmstadt genehmigt werden. In den Genehmigungsbescheiden hat der vorsorgliche Bodenschutz einen hohen Stellenwert, hier speziell die Verdichtung des Untergrundes. Diese hier formulierten Auflagen zum Schutz des Bodens müssen vom Magistrat eingehalten werden.
Zu Frage 2:
Der Wasserstand der Nidda korrespondiert mit dem Grundwasserstand. Bei Schwankungen des Wasserstandes in der Nidda reagiert der Grundwasserstand zeitverzögert im unmittelbaren Nahbereich der Nidda. Im Übrigen ist die Nidda staugeregelt, größere Schwankungen des Wasserstandes der Nidda treten eher selten auf.
Grundwasser ist Teil des Wasserkreislaufs. Es stammt ganz überwiegend aus Regenwasser, das durch den Boden in den Untergrund bis in den Grundwasserleiter
sickert. Schwankungen im Grundwasserstand haben natürliche Ursachen. Der Einsatz von Pumpen zur Einhaltung eines gleichbleibenden Grundwasserstandes ist technisch nicht umsetzbar.
Zu Frage 3:
Auch dem Magistrat ist bekannt, dass Nutrias Gänge in die Uferbereiche der Nidda bauen. Technische Gegenmaßnahmen sind dem Magistrat nicht bekannt. Die Reduzierung der Population durch z. B. Fallen oder Bejagung ist besonders in einem Landschaftsschutzgebiet nicht erwünscht.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 30. Dezember 2021OFOF 196/10Sicherung des ökologischen Gleichgewichts an der NiddaOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 15. Februar 2022OMOM 1636Sicherung des ökologischen Gleichgewichts an der NiddaDirektanregung
- 30. Mai 2022STST 1275Sicherung des ökologischen Gleichgewichts an der NiddaStellungnahme
- 9. Januar 2023Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 54 WochenSTST 54Sicherung des ökologischen Gleichgewichts an der NiddaStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab