Gedenktafel am Südbahnhof zur Erinnerung an die Deportation von jüdischen Männern in der Reichspogromnacht besser zur Geltung bringen
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Diesterwegplatz — 6 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 21.09.2026.
- Sauberkeit rund um den Südbahnhof sicherstellen21.09.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Fahrradhaus am Südbahnhof21.08.2026 · OM (Anregung an Magistrat (Ortsbeirat))
- Mehr Sauberkeit in Sachsenhausen auf dem Diesterwegplatz08.06.2026 · B (Bericht des Magistrats)
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Stellungnahme des Magistrats vom 03.03.2017, ST 526
Betreff: Gedenktafel am Südbahnhof zur Erinnerung an die Deportation von jüdischen Männern in der Reichspogromnacht besser zur Geltung bringen Der Magistrat hat sich mit der Situation vor Ort und dem Anbringungsort der Gedenktafel eingehend beschäftigt. Die Tafel wird links vom Eingangsportal des Südbahnhofes flankiert und rechts von einem Wasserablaufrohr. Über der Tafel schwebt der Werbekubus des nahen Geldautomaten (momentan defekt). Die Umgebung ist ästhetisch eher unruhig und der Ort selbst lädt nicht zum Verweilen ein. Das Bahnhofsgebäude hat von der nördlichen Seite drei Eingänge mit Schwingtüren. Unmittelbar vor dem Eingangsbereich befinden sich Straßenbahnhaltestellen. Straßenbahnen nahen, andere verschwinden um die Kurve, Kinderwagen und Fahrräder werden geschoben. Dazu findet zweimal wöchentlich der Wochenmarkt des Stadtteils Sachsenhausen statt. Im gesamten Bereich des Südbahnhofs ist die Fluktuation zu Stoßzeiten sehr hoch. Allerdings ist festzuhalten, dass trotz der geschilderten Problematik sich im Bereich des Südbahnhofes kein anderer Standort als besser geeignet aufdrängt. Die direkte Anbringung rechts von der Haupteingangstür erscheint unter den schwierigen Bedingungen des Bahnhofes als bestmögliche Variante. Zu Punkt 1 und 2: Die Installation einer vandalismussicheren, optisch der Gestaltung der Gedenktafel Rechnung tragenden Beleuchtung wird vor dem Hintergrund zusätzlich notwendiger Kabelverlegung, Zählerinstallation, Verputzarbeiten auf Basis bisheriger Erfahrungswerte mit einem Kostenvolumen von ca. 7.500 € geschätzt. Der Magistrat kann die Kosten hierfür nicht übernehmen. Im Übrigen hält der Magistrat eine Beleuchtung auch nicht für geeignet, der Gedenktafel dauerhaft mehr Geltung zu verschaffen und sieht folgende Problempunkte: Beleuchtungskörper, die tief hängen, können leicht durch Vandalismus zerstört werden. Eine Ausleuchtung der Tafel von oben ist ebenfalls problematisch: Das Licht eines hoch angebrachten Strahlers würde während des Wochenmarktes nicht effizient sein, weil z. B. der Überdachungsschirm des Marktstands die Ausleuchtung der Gedenktafel verhindern würde. Zu Punkt 3: Der Magistrat hat die HFM Managementgesellschaft für Hafen und Markt mbH als Veranstalter der Wochenmärkte zu dieser Frage um Stellungnahme gebeten, die wie folgt erteilt wurde: "Der beliebte Wochenmarkt im Stadtteil Sachsenhausen findet regelmäßig dienstags und freitags vor dem Südbahnhof auf dem Diesterwegplatz von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr statt. Mit ca. 25 Verkaufsständen stellt der im August 1985 eröffnete Markt eine attraktive Versorgungseinrichtung für Pendler und die Bevölkerung des Stadtteils dar. Vor wenigen Jahren wurde am Gebäude des Südbahnhofs westlich des Hauptzugangs eine Gedenktafel angebracht. Im Rahmen der marktbetrieblichen Erfordernisse wurde anschließend ermöglicht, dass die Tafel auch während der Marktzeit zugänglich und einsehbar bleibt: Die Positionierung des Standes wurde so geändert, dass die Tafel gut sichtbar ist (s. Foto). Auch ist sie durch die Eigenbeleuchtung des Standes zusätzlich ausgeleuchtet. Eine geänderte Anordnung der Marktstände zur vollständigen Freistellung der Gedenktafel hätte aufgrund der hohen Flächenauslastung den Wegfall eines Verkaufsstandes zur Folge. Der Wegfall von Marktstellfläche wird durch die HFM als Veranstalter der städtischen Wochenmärkte grundsätzlich nicht befürwortet." Der Magistrat begrüßt die gefundene Lösung der neuen Ausrichtung des dort vorhandenen Marktstandes und der damit einhergehenden besseren Sichtbarkeit der Gedenktafel (siehe Foto). (Dr. Ina Hartwig)
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar. Nach der letzten Antwort wurde das Thema erneut aufgegriffen.
- 25. August 2011OFOF 114/5Gedenktafel zur Erinnerung an die Reichspogromnacht am Südbahnhof anbringenOrtsbeiratsantrag · CDU, GRÜNE, SPD, FAG, FDP, FREIE_WÄHLER
- 16. September 2011OIBOIB 41Gedenktafel zur Erinnerung an die Reichspogromnacht am Südbahnhof anbringenBudget-Initiative
- 30. September 2011STST 1076Gedenktafel zur Erinnerung an die Reichspogromnacht am Südbahnhof anbringenStellungnahme
- 8. November 2016OFOF 258/5Gedenktafel am Südbahnhof zur Erinnerung an die Deportation von jüdischen Männern in der Reichspogromnacht besser zur Geltung bringenOrtsbeiratsantrag · SPD
- 25. November 2016OMOM 945Gedenktafel am Südbahnhof zur Erinnerung an die Deportation von jüdischen Männern in der Reichspogromnacht besser zur Geltung bringenDirektanregung
- 3. März 2017Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 288 WochenSTST 526Gedenktafel am Südbahnhof zur Erinnerung an die Deportation von jüdischen Männern in der Reichspogromnacht besser zur Geltung bringenStellungnahme
- 5. Oktober 2021OFOF 192/5Gedenktafel zur Erinnerung an die Reichspogromnacht am Südbahnhof beleuchtenOrtsbeiratsantrag · CDU, SPD, FDP
- 29. Oktober 2021OMOM 942Gedenktafel zur Erinnerung an die Reichspogromnacht am Südbahnhof beleuchtenDirektanregung
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab