Deutlich mehr Bäume, Büsche und weiteres Grün im Ortsbezirk 10
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Zusammenfassung
Der Magistrat plant die Pflanzung von mehr Bäumen, Büschen und weiteren Grünflächen im Ortsbezirk 10, um das Aufheizen der Stadtteile zu mildern und die Biodiversität zu fördern. Dies umfasst auch die Begrünung von Dächern und Fassaden sowie die Schaffung eines Naschgarten. Ziel ist es, die Lebensqualität und das Stadtklima zu verbessern.
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Heinrich-Wilhelm-Römer-Anlage — 2 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 07.04.2026.
- Öffentliche Pflanzung von Obstbäumen zur Förderung urbaner Ernährungsresilienz, Nachhaltigkeit und Gemeinsinn07.04.2026 · B (Bericht des Magistrats)
- In Frankfurt sind an verschiedenen öffentlichen Plätzen, Freizeitanlagen und auch teilweise in Grünanlagen Sonnensegel i22.01.2026 · F (Frage zur Fragestunde Stadtverordnetenversammlung)
- Babyschaukeln für die Heinrich-Wilhelm-Römer-Anlage23.02.2024 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
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Neues zu Heinrich-Wilhelm-Römer-Anlage per E-MailStellungnahme des Magistrats
Die Pflanzung von mehr Bäumen, Büschen und weiterem Grün im Ortsbezirk 10 kann ein Aufheizen der betroffenen Stadtteile abmildern. Flächenentsiegelung, Dach- und Fassadenbegrünung sowie eine nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung werden von Seiten des Magistrats als sinnvolle Beiträge zur Klimaanpassung, zum Natur- und Bodenschutz sowie der Sicherung des natürlichen Wasserkreislaufs gesehen. Die Anregungen des Ortsbeirats werden daher ausdrücklich begrüßt.
Zu Pkt. 1: Das Fachamt führt im Rahmen der bereitgestellten personellen und finanziellen Ressourcen die Ersatz- und Nachpflanzungen von Bäumen im Ortsbezirk 10 kontinuierlich durch.
Ein begrenzender Faktor in den Grünanlagen stellen zuweilen Altbaumbestände dar. In sehr dichten Beständen erfolgen keine Nachpflanzungen, da die Jungbäume hier sehr schwierige Anwuchsbedingungen haben (Schatten, stark durchwurzelter Boden etc.). In Einzelfällen wird allerdings eine Naturverjüngung gefördert, um Bestände zu revitalisieren.
Die Grünzüge im Ortsbezirk sind in ihrer Ausgestaltung funktional den vorhandenen Gegebenheiten und Bedürfnissen angepasst.
Zu Pkt. 2: Die Nach- und Ergänzungspflanzungen im Grünzug Gederner Straße (Projektname Grünzug Feldscheidenstraße) fanden im Januar 2023 statt. Die für die Pflanzung verwendeten Bäume entsprechen dem aktuellen Stand der Frankfurter Baumliste. Diese sind als sogenannte "Klimabäume" besser an die Folgen der zu erwartenden Klimaveränderungen angepasst.
Zu Pkt. 3: Der Magistrat betrachtet die Begrünung von Fassaden und Dächern von städtischen Gebäuden als wichtigen Beitrag zur Biodiversität und Anpassung an den Klimawandel. Aus diesem Grunde wird bei anstehenden Sanierungen eine mögliche Umsetzung geprüft.
Dach- und Fassadenbegrünungen werden durch das städtische Förderprogramm "Frankfurt frischt auf - 50% Klimabonus" gefördert. Dieses gilt für private Hauseigentümer:innen und Grundstückseigentümer:innen, Unternehmen und Wohnungsbaugesellschaften.
Im Ortsbezirk 10 wurden dadurch bisher 10 Gebäuden eine Förderung zuteil.
Neue Anpflanzungen sind beispielsweise im Zuge des Neubaus der Berkersheimer Grundschule und der Gymnasialen Oberstufe der Carlo-Mierendorff-Schule erfolgt.
Zu Pkt. 4: Ein Naschgarten mit essbaren Früchten wird in der Heinrich-Wilhelm-Römer-Anlage in Eckenheim vorgeschlagen. Der Grünzug wurde in den 80er Jahren gebaut und befindet sich in einem desolaten Zustand, der eine Grunderneuerung erfordert. Die ursprünglichen Edelrosenbeete sind völlig verschwunden, Laubengänge und Pergolen von Rost zersetzt und abgebaut, ein prägendes Wäldchen aus Fichten fiel dem Borkenkäfer zum Opfer.
Angeregt durch Veröffentlichungen der Stiftung DIE GRÜNE STADT möchte das Fachamt hier eine "Klimagrünanlage" entstehen lassen:
- Teilweise Umwandlung von Rasenflächen in Wiesenflächen
- Ersatz der Fichten, die gefällt werden mussten, durch Bäume und Pflanzen, die besser an die Folgen des Klimawandels angepasst sind (Klima-Baum-Hain)
- Bepflanzung ehemaligen Rosenbeete mit insektenfreundlichen Gehölzen
- Etablieren von "Naschinseln" mit robusten Obstgehölzen (Patenschaft mit Kindern und der Kinderbeauftragten)
- Umbau der vorhandenen Spielplätze in Beteiligungsverfahren (erstes Projekt "Dinospielplatz" in 2021 abgeschlossen)
- Ökologische Begleitstruktur (Nistkästen, Insektenhotels, Verbleib von Schnittgut für Kleintiere, Biotopholz, etc.) mit Erläuterung (Hinweistafeln)
- Anlegen einer kleinen Streuobstwiese (Wunsch aus der Anwohnerschaft)
- Pflanzung und Pflege von "Kopfweiden" (es existieren nur noch sehr wenige in der Gemarkung)
- Etablieren von einheimischen Geophyten
Zu Pkt. 5: Der Magistrat befürwortet grundsätzlich die Entsiegelung und Begrünung von potentiell dafür in Frage kommenden Flächen. Entsieglungspotentiale auf bebauten städtischen Flächen werden im Zuge von Sanierungen untersucht.
Mit Blick auf weitere Entsiegelungsmaßnahmen im Ortsbezirk 10 geht der Magistrat der Stadt Frankfurt derzeit der Frage nach, welche geeigneten Instrumente es gibt, Möglichkeiten der Entsiegelung im gesamten Stadtgebiet zu identifizieren. In diesem Zusammenhang wird selbstverständlich auch die Situation im Ortsbezirk 10 erfasst.
Aufgrund bestehender Zwangspunkte wie Leitungstrassen, Grundstückszufahrten und
ähnlichem sind die Möglichkeiten zur Entsiegelung im Bestand begrenzt. Dennoch
wird bereits jetzt generell bei anstehenden Sanierungsmaßnahmen auf öffentlichen
Verkehrsflächen geprüft, ob hier die Entsiegelung und Begrünung von Flächenanteilen
möglich ist und diese gegebenenfalls umgesetzt.
Zu Pkt. 6: Entsprechende Alternativen zur Begrünung und Beschattung werden bereits an einigen Stellen im Stadtgebiet erprobt oder sind in Entwicklung. So ist das Grünflächenamt aktuell in Kooperation mit dem Hersteller der Grünen Zimmer in die Entwicklung einer sogenannten ‚Grünen Säule' eingebunden. Ein Prototyp wird derzeit getestet und könnte perspektivisch ab 2024 in größerer Zahl Verwendung finden. Die ‚Grüne Säule' ist dabei kein Ersatz für Bäume, sondern eine sinnvolle Ergänzung an eben solchen Flächen, an denen eine Baumpflanzung, auf Grund verschiedenster Widrigkeiten, nicht möglich ist. Weitere Alternativen für Begrünungs- und Entsiegelungsmaßnahmen können bspw. begrünte Pergolen oder Wasserspiele sein, die der Verschattung und Abkühlung dienen.
Zu Pkt. 7: Während der ersten fünf Jahre nach der Pflanzung werden alle Bäume intensiv gewässert, um das Anwachsen sicher zu stellen. Nachpflanzungen und die daraus folgenden Wässerungen sowie die fachgerechte zukünftige Pflege des Grünbestandes erfolgen im Rahmen der Bereitstellung der notwendigen personellen und finanziellen Mittel.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 24. Oktober 2022OFOF 458/10Deutlich mehr Bäume, Büsche und weiteres Grün im Ortsbezirk 10Ortsbeiratsantrag · CDU
- 8. November 2022OMOM 3078Deutlich mehr Bäume, Büsche und weiteres Grün im Ortsbezirk 10Direktanregung
- 20. Februar 2023Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 17 WochenSTST 515Deutlich mehr Bäume, Büsche und weiteres Grün im Ortsbezirk 10Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab