Jugendpartizipation auf Ortsbezirksebene
Zusammenfassung
Der Magistrat unterstützt die politische Partizipation junger Menschen auf Ortsbezirksebene und plant die Umsetzung eines Jugendpartizipationskonzepts, das die Einrichtung von Jugendparlamenten und Jugendräten vorsieht. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen mehr Einfluss auf ihre Lebensumwelt zu geben und demokratische Prozesse zu fördern.
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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgenStellungnahme des Magistrats
Der Magistrat spricht sich klar für die politische Partizipation junger Menschen, auch auf Ortsbezirksebene, aus. Auf diese Weise können Kinder und Jugendliche sich für ihre Interessen einsetzen, demokratische Prozesse kennenlernen, das unmittelbare Lebensumfeld mitgestalten und Selbstwirksamkeit erfahren.
Die Projektgruppe "jugendmachtfrankfurt" hat Ende 2023 einen Entwurf für ein Jugendpartizipationskonzept in Frankfurt am Main vorgelegt.
(https://jugendmachtfrankfurt.de/partizipationskonzept .pdf).
Der Konzeptentwurf schlägt auf Ebene der repräsentativen Beteiligung vor:
Einrichtung eines Jugendparlaments
Einrichtung von Jugendräten: Die Jugendräte sollen sich jeweils aus Vertreter:innen eines Jugendratsbezirks bilden. Die Projektgruppe schlägt die Bildung von acht Jugendratsbezirken in Orientierung an den Ortsbeiratzuschnitt vor. Die Jugendräte sollen gemeinsam das Jugendparlament bilden (Konzept Seite 31-34, Stand: 04.01.2024).
Aktuell laufen zwischen den Akteur:innen, also Verwaltung, Politik und der Projektgruppe, Abstimmungsgespräche zur konkreten Umsetzung des Konzeptes. Dabei ist in Bezug auf angestrebte Satzungsänderungen auch eine rechtliche Prüfung vorgesehen.
Noch in diesem Jahr ist mit einem Antrag an die Stadtverordnetenversammlung zu rechnen, welcher abschließend die abgestimmten Regelungen zur Etablierung und Ausgestaltung der repräsentativen Beteiligung Kinder und Jugendlicher enthalten wird.
Verschiedene Ämter und Stellen der Verwaltung begleiten den Prozess und bringen Ihre Expertisen ein, darunter das Jugend- und Sozialamt, das Kinderbüro, das Wahlamt, die Stabsstelle Bürger:innenbeteiligung und partiell auch das Frauenreferat oder die Stabsstelle Antidiskriminierung.
Vor diesem Hintergrund wird erkennbar, dass sich das Anliegen des Ortsbeirates bereits in Umsetzung befindet und ein weiterer und neuer Prozess mit der gleichen Zielsetzung nicht angezeigt ist.
Der Magistrat begrüßt jedoch sehr die seitens des Ortbeirates durch die Anregung geäußerte Bereitschaft und den Wunsch den Bedarfen und Interessen junger Menschen in der politischen Auseinandersetzung mehr Raum und Gewicht zu verleihen. Eine erfolgreiche Umsetzung und damit echte Partizipation von Kindern und Jugendlichen ist genauso auf Erwachsene angewiesen, die junge Perspektiven ernst nehmen und in einem Diskurs berücksichtigen. Es gilt mit adultistischen Strukturen und Traditionen zu brechen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 8. November 2023OFOF 1071/1Jugendpartizipation auf OrtsbezirksebeneOrtsbeiratsantrag · FDP
- 28. November 2023OMOM 4819Jugendpartizipation auf OrtsbezirksebeneDirektanregung
- 4. März 2024Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 17 WochenSTST 477Jugendpartizipation auf OrtsbezirksebeneStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab