Maßnahmen zum Schutz gegen eine Verlagerung der Drogenszene nach Sachsenhausen
Zusammenfassung
Die Stellungnahme des Magistrats schlägt Maßnahmen zur Überwachung des Mainufers und der Grünanlagen vor, um einer möglichen Verlagerung der Drogenszene nach Sachsenhausen entgegenzuwirken. Es wird erwartet, dass durch die verstärkten Bestreifungen und die Unterstützung durch aufsuchende Projekte die Situation stabilisiert bleibt.
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Thema Sicherheit verfolgenStellungnahme des Magistrats
Die Stadtpolizei verzeichnet im Bereich des Mainufers und der nahegelegenen Grünanlagen gelegentlich vereinzelte Drogenkonsumenten. Aus diesem Grund wurden bereits die Bestreifungen der Örtlichkeiten ausgeweitet. Eine Verlagerung der Drogenszene kann jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigt werden. Sofern in Zukunft Bedarf bestehen sollte, können aufsuchende Projekte der Drogenhilfe vor Ort tätig werden. In dem Zusammenhang wurde die originär zuständige Landespolizei über das Polizeipräsidium Frankfurt um Stellungnahme gebeten: "Die Auswertung der PKS-Daten zeigt für das Jahr 2024 einen deutlichen Rückgang der registrierten Fallzahlen. Die Gesamtzahl der Rauschgiftdelikte sank von 459 Fällen im Vorjahr auf 265 Fälle im Jahr 2024. Dies stellt den niedrigsten Wert im Betrachtungszeitraum seit 2015 dar. Auch im Bereich des illegalen Handels/Schmuggels ist ein Rückgang von 17 Fällen (2023) auf vier Fälle (2024) zu verzeichnen. Der statistische Rückgang ist maßgeblich auf die entfallende Strafbarkeit von Cannabis-Besitz zurückzuführen. Da Cannabis keinen Verstoß mehr gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) darstellt, werden diese Sachverhalte statistisch nicht mehr in der früheren Form erfasst. Die neu eingeführten Straftatbestände gem. §34 KCanG spielen mit lediglich fünf erfassten Fällen im Jahr 2024 quantitativ eine untergeordnete Rolle. Hinsichtlich der von Ihnen angeführten Bereiche - Spielplätze, Grünanlagen und das Schulumfeld - lassen die aktuellen Auswertungen keine statistische Schwerpunktbildung erkennen. Auch nach Rücksprache mit dem Ansprechpartner der regionalen Kriminalitätsbekämpfung der örtlich zuständigen Polizeidirektion Süd liegen dort keine entsprechenden Bürgerbeschwerden oder Anzeigen vor, die auf eine Verlagerung der Szene hindeuten. Ungeachtet dessen werden diese Örtlichkeiten weiterhin konsequent in die allgemeine Streifentätigkeit einbezogen. Zusammenfassend lässt sich aus den vorliegenden Zahlen für das Jahr 2024 kein statistischer Anstieg der Rauschgiftkriminalität in Sachsenhausen ableiten."
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 17. Juli 2025OFOF 1470/5Maßnahmen zum Schutz gegen eine Verlagerung der Drogenszene nach SachsenhausenOrtsbeiratsantrag · CDU, SPD, FDP
- 5. September 2025OMOM 7413Maßnahmen zum Schutz gegen eine Verlagerung der Drogenszene nach SachsenhausenDirektanregung
- 23. Februar 2026Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 32 WochenSTST 361Maßnahmen zum Schutz gegen eine Verlagerung der Drogenszene nach SachsenhausenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab