Geschichte des Neuen Frankfurt bekannt machen
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Zusammenfassung
Die Stellungnahme des Magistrats befasst sich mit der Geschichte des ehemaligen Wohnheims in der Platenstraße, das als bedeutendes Baudenkmal des Neuen Frankfurt gilt. Es wird erläutert, wie das Gebäude den gesellschaftlichen Wandel der 1920er Jahre widerspiegelt und welche Sanierungsmaßnahmen geplant sind.
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Thema Stadtplanung verfolgenStellungnahme des Magistrats
Zu
1)
Das ehemalige Wohnheim in der Platenstraße ist ein bedeutendes Baudenkmal des Neuen Frankfurt. Es steht nicht nur für eine innovative Architektur, die Ende der 1920er Jahre hochmodern war, sondern auch für den gesellschaftlichen Modernisierungsschub, den das umfassende Stadterneuerungsprogramm bedeutete. So wurden alleinstehende und berufstätige Frauen nicht mehr gemäß konventioneller moralischer Vorstellungen marginalisiert, sondern der gesellschaftliche Wandel erkannt und in Architektur übersetzt, die den Bedürfnissen dieser Gruppe möglichst entsprechen sollte. Dies zeigt sich auch in der Tatsache, dass die ursprüngliche Planung auch einen Kindergarten vorsah.
Das sogenannte "Ledigenheim" für berufstätige Frauen in der Platenstraße 31-69 wurde 1930-1931 nach den Plänen des Architekten Bernhard Hermkes für den Frauenwohnungsverein e.V. errichtet. Zuvor war bereits ein weiteres Ledigenwohnheim in der Adickesallee entstanden. Die neue Bauaufgabe war erforderlich geworden, da immer mehr alleinstehende Frauen in Frankfurt einem Beruf nachgingen, sich aber keines der für Familien ausgelegten neuen Siedlungshäuser oder Wohnungen in der Stadt leisten konnten. Mit den Laubengang-Wohnheimen konnten nun auch ihnen respektable und sichere Wohnungen angeboten werden. In der Platenstraße wurden möblierte Ein-Zimmer-Appartements mit Balkon, Kochzeile und kleinem Waschraum realisiert. Im Mietpreis war zudem ein wöchentliches Bad im Gemeinschaftsbad der Wohnanlage inbegriffen. 1943 ging das Wohnhaus in den Besitz der Hellerhof AG, heute ABG, über. 1986 wurde es als Einzelkulturdenkmal in das Denkmalverzeichnis der Stadt Frankfurt aufgenommen.
Nach einem jahrelangen Sanierungsstau wurde das Gebäude 1997 grundsaniert. Unter anderem wurden dabei Grundriss- und Fassadenänderungen vorgenommen, da die extrem kleinen Wohneinheiten für nicht vermietbar gehalten wurden. Diese Sanierung prägt noch heute das Erscheinungsbild des Laubenganghauses.
Zu 2)
Laut Auskunft des Kulturdezernats war das Gebäude in der Vergangenheit mehrmals Gegenstand (architektur-)historischer Führungen. Im Stadtführer "Zum Neuen Frankfurt auf Schienen", der 2019 durch das Forum Neues Frankfurt mit Unterstützung des Magistrats herausgegeben wurde, ist es als eigene Station aufgeführt. Auch 2025 werde das ehemalige Wohnheim als baulicher Zeuge des Neuen Frankfurt Berücksichtigung finden. Die Planungen für das Jubiläumsjahr sind jedoch noch nicht so weit vorangeschritten, dass zum jetzigen Zeitpunkt konkrete Veranstaltungen oder sonstige Aktivitäten benannt werden können.
Zu 3)
Siehe 2)
Zu 4)
Eine Besichtigung des Objekts durch eine Mitarbeiterin des Denkmalamts hat gezeigt, dass der Zustand des Gebäudes augenscheinlich sanierungsbedürftig, aber nicht substanzgefährdend ist.
Insbesondere die Betonlaubengänge erfordern erfahrungsgemäß eine regelmäßige Instandsetzung, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Die Wohnungen konnten nicht in Augenschein genommen werden. Laut Auskunft der ABG sind einige Sanierungsmaßnahmen an dem Gebäude geplant; bislang liegt dem Denkmalamt kein Sanierungskonzept vor.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 9. August 2021OFOF 98/9Geschichte des Neuen Frankfurt auch in der Platensiedlung bekannt machen!Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
- 4. November 2021VV 227Geschichte des Neuen Frankfurt bekannt machenAnfrage
- 14. Februar 2022Sie sind hierSTST 340Geschichte des Neuen Frankfurt bekannt machenStellungnahme
- 10. Juni 2025OFOF 1056/9100 Jahre Neues Frankfurt: Geschichtspfad im Ortsbezirk 9 einrichtenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 26. Juni 2025OMOM 7186100 Jahre Neues Frankfurt: Geschichtspfad im Ortsbezirk 9 einrichtenDirektanregung
- 5. Dezember 2025Antwort des Magistrats · nach 226 WochenSTST 2034100 Jahre Neues Frankfurt: Geschichtspfad im Ortsbezirk 9 einrichtenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab