Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Kinderärztliche Notdienstversorgung an der Uniklinik wieder aufnehmen

Vorlagentyp: STMagistrat
14 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Die Wiederaufnahme des kinderärztlichen Notdienstes an der Uniklinik wird gefordert, um die medizinische Versorgung von Kindern in Frankfurt zu verbessern. Die drei zentralen Säulen für die Etablierung sind Infrastruktur, Personal und Finanzierung. Eine gute Kommunikation sowie mehrsprachige Angebote sollen Verunsicherungen bei Eltern minimieren.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Gesundheit und Soziales verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

Zu

  1. Die Sicherstellung der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung - auch in den sprechstundenfreien Zeiten - obliegt gemäß SGB V der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH). Die Wiederaufnahme oder Etablierung eines kinderärztlichen Notdienststandortes im zentralen Stadtgebiet, beispielsweise in Kooperation mit der Universitätsmedizin Frankfurt, fällt somit primär in den Verantwortungs- und Entscheidungsbereich der KVH. Von Seiten des Magistrats können keine rechtsverbindlichen Vorgaben gegenüber der KVH formuliert werden. Zu
  2. Die konkreten Voraussetzungen zur Etablierung eines Notdienststandortes werden autark durch die KVH im Rahmen ihrer Selbstverwaltung definiert. Grundsätzlich müssen hierfür jedoch folgende drei Säulen koordiniert werden:
  1. Strukturell/Infrastrukturell: Es bedarf geeigneter Räumlichkeiten, die den medizinischen Standards für pädiatrische Untersuchungen entsprechen, barrierefrei zugänglich sind und eine gute Anbindung an den ÖPNV aufweisen, um einfach für alle Familien erreichbar zu sein. Bei einer Kooperation mit Frankfurter Kliniken müssten räumliche Kapazitäten vertraglich zwischen Klinik und KVH geregelt werden.
  2. Organisatorisch/Personell: Die Besetzung der Dienste erfolgt in der Regel durch niedergelassene Kinderärztinnen und -ärzte im Rahmen ihrer Residenzpflicht. Angesichts des herrschenden Fachkräftemangels und der Arbeitsbelastung in den Praxen stellt die Personalplanung aktuell die größte organisatorische Hürde dar.
  3. Finanziell: Die Finanzierung des laufenden Betriebs (Personal, Miete, Sachkosten) eines Notdienststandortes erfolgt aus den Mitteln der vertragsärztlichen Versorgung durch die gesetzlichen Krankenkassen. Da die Honorierung im Notdienst oft als nicht kostendeckend kritisiert wird, müssten die betriebswirtschaftlichen Kalkulationen der KVH eine langfristige Stabilität gewährleisten. Zu 3. Gute Kommunikation mit Eltern und Sorgeberechtigten ist notwendig, um Verunsicherungen und unnötige Notaufnahmen zu vermeiden. So kann auch die Patient:innensteuerung verbessert und eine Fehlsteuerung in die Notaufnahmen der Krankenhäuser verringert werden. Folgende Maßnahmen werden als zielführend angesehen: - Aufklärung über die Rufnummer 116 117: Die Bekanntheit des ärztlichen Bereitschaftsdienstes und der Kinderärztlichen Videosprechstunde kann durch gezielte Kampagnen durch die KVH (z. B. in Kindertagesstätten, Schulen und Kinderarztpraxen) weiter gesteigert werden. Die 116 117 ist die erste Anlaufstelle vor dem Besuch einer Notaufnahme. - Mehrsprachigkeit: Da Frankfurt eine internationale Stadt ist, sollten Informationsmaterialien und digitale Angebote zur Notfallversorgung mehrsprachig durch die KVH gestaltet werden, um Unsicherheiten bei Eltern mit Migrationshintergrund abzubauen. - Digitale Wegweiser: Auf der Website der Stadt Frankfurt und ihre über soziale Medien werden Informationen zu Erreichbarkeiten und Standorten des kinderärztlichen Notdienstes noch prominenter platziert. - In den Kliniken: Durch eine verbesserte Ausschilderung und Information direkt an den Krankenhäusern (z. B. durch Flyer oder digitale Infostelen in den Eingangsbereichen) können Eltern vor Ort über ambulante Alternativen aufgeklärt werden, sofern kein lebensbedrohlicher Notfall vorliegt. So kann das Vertrauen der Eltern in die ambulanten Notdienststrukturen gestärkt werden. Die Notaufnahmen bleiben erreichbar für die Fälle, die einer stationären Überwachung, einer hochspezialisierten Behandlung oder medizinischer Geräte bedürfen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 7. November 2025OFOF 1596/5Kinderärztliche Notdienstversorgung an der Uniklinik wieder aufnehmenOrtsbeiratsantrag · CDU, SPD, FDP
  2. 28. November 2025OMOM 7805Kinderärztliche Notdienstversorgung an der Uniklinik wieder aufnehmenDirektanregung
  3. 13. Februar 2026Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 14 Wochen
    STST 329Kinderärztliche Notdienstversorgung an der Uniklinik wieder aufnehmen
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
Alle verknüpften Vorlagen