Abwechselnde Öffnung des Bürgeramts Fechenheim und Bergen-Enkheim
Zusammenfassung
Der Magistrat schlägt vor, die Öffnung des Bürgeramts in Bergen-Enkheim und der Außenstelle in Fechenheim abwechselnd zu gestalten. Dies soll die Erreichbarkeit für die Bürgerinnen und Bürger im Frankfurter Osten verbessern. Allerdings wird befürchtet, dass dies die Anzahl der verfügbaren Dienstleistungen insgesamt reduzieren könnte.
Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
E-Mail-Abo einrichtenStellungnahme des Magistrats
In den Bürgerämtern hatte sich das Missverhältnis zwischen der Nachfrage nach Dienstleistungen und verfügbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bis in den Sommer hinein zugespitzt. Termine waren nach der Freischaltung, die mehrmals am Vormittag stattfindet, schnell vergriffen, obwohl das Bürgeramt seine Servicezeiten bereits auf das innerhalb der tariflichen Arbeitszeit zu leistende Maximum erweitert hat. Dies hat(te) u. a. folgende Gründe: - Auf der einen Seite konnten Stellen, bereits seit mehreren Jahren haushaltsbedingt nicht zur Verfügung gestellt werden. - Auf der anderen Seite aber ist die Bevölkerung stark angewachsen, - hat sich das Aufgabenspektrum stetig erweitert und an Komplexität zugenommen, - hat die Reiselust nach den Lockerungen und der Aufhebung sämtlicher coronabedingten Einschränkungen erheblich zugenommen, hierdurch war die Nachfrage nach Pässen und Ausweisen stark erhöht. - Außerdem hat die individuelle Bedeutung des Besitzes eines Reisepasses seit Kriegsbeginn in der Ukraine bei einigen Bürgerinnen und Bürgern zugenommen, was ebenfalls dazu geführt hat, dass die Nachfrage nach Pässen und Ausweisen erheblich angestiegen ist. - Auch Reisende nach Großbritannien benötigen mittlerweile einen Reisepass; der Personalausweis reicht nicht mehr aus. - Darüber hinaus besteht in diesem Jahr generell eine erhöhte Nachfrage nach Ausweisdokumenten (aufgrund einer zehnjährigen Wellenbewegung ausgehend von der Wiedervereinigung 1990; hat sich durch Corona ebenfalls verschoben). - Ferner kam die Ausstellung der elD- Karte für Unionsbürger, - die Prüfung von Unterstützungsunterschriften für ein Bürgerbegehren und ein Volksbegehren, - und die Anmeldung des Wohnsitzes der vielen geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer hinzu. In den Sommerferien hatte sich die Situation sodann etwas entspannt. Aufgrund des anstehenden Bürgerentscheids zur Abwahl des Oberbürgermeisters, ist das ohnehin wenige Personal nun aber schon wieder bei der Vorbereitung und Durchführung der Abstimmung gebunden. Die Vorbereitung und damit der Personaleinsatz begann amtsweit bereits im Juli mit peu ä peu mehr Personal. Seit September sind rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hierfür im Einsatz, ab Anfang Oktober steigt die Zahl auf 55. In der Abstimmungswoche und am Sonntag sind dann bis zu 100 weitere Bedienstete des Amtes im Einsatz. Am Abstimmungstag selbst werden es rund 150 sein. Um die Belastung des Hauses so gering wie möglich zu halten, werden derzeit 13 und in der Spitze 20 Zeitarbeitskräfte beschäftigt. Speziell für die Briefabstimmungsorganisation wurden noch 9 Studierende durch das Personal- und Organisationsamt zugewiesen. Eine Öffnung der Außenstellen ist daher rein personell aktuell leider immer noch nicht möglich, wird aber sobald als möglich erfolgen. Die Konzentration des vorhandenen Personals auf größere Standorte ist daher nach wie vor unabdingbar, um gesamtstädtisch ein Maximum an Dienstleistungen erbringen zu können. Der konkrete Vorschlag, das Bürgeramt in Bergen-Enkheim und dessen Außenstelle in Fechenheim abwechselnd zu öffnen, ist insofern zumindest aktuell nicht zielführend. Zwar verspricht die Lösung auf den ersten Blick für die Fechenheimer Bürgerinnen und Bürger kurze Wege. Gesamtstädtisch würde sie die Anzahl möglicher Dienstleistungen jedoch reduzieren und den Fechenheimerinnen und Fechenheimern vergleichsweise wenig nützen. Das hat folgende Gründe - Durch die angespannte Lage greifen Einwohnerinnen und Einwohner, die ein drängendes Anliegen haben, ungeachtet räumlicher Nähe auf jeden verfügbaren Termin zu. Die wechselseitige Öffnung der Außenstelle Fechenheim und des Bürgeramtes Bergen-Enkheim hätte daher neben einem insgesamt reduzierten Dienstleistungsangebot zur Folge, dass Frankfurterinnen und Frankfurter aus dem gesamten Stadtgebiet auch in die Außenstelle Fechenheim drängen, ohne dass ihnen der Standort - etwa in Form kurzer Wege - einen zusätzlichen Nutzen stiftet. Für die Fechenheimer Bürgerinnen und Bürger blieben also nur wenige Termine übrig. - In Fechenheim können nur zwei Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter arbeiten, in Bergen-Enkheim -je nach Besetzung - bis zu fünf. Die übrigen Beschäftigten des Bürgeramtes Bergen-Enkheim würden bei einem "Fechenheim-Tag" im Zentralen Bürgeramt unterstützen und stünden damit nicht im Frankfurter Osten zur Verfügung. - Größere Standorte sind effizienter zu betreiben als kleine. Neben dem Auftreten von Synergie-effekten liegt das daran, dass sich Störungen im Betriebsablauf (technische Ausfälle, besonders komplizierte / zeitaufwendige Fälle) umso besser kompensieren lassen, je mehr Personal verfügbar ist. Größere Standorte werden daher gezielt "überbucht", was bei kleinen Standorten nicht möglich ist. - In größeren Standorten können Pausenzeiten überbrückt werden. Dies gelingt in einem Zwei-Personen-Standort wie Fechenheim nur durch eine eingeplante Schließzeit. Eine Verbesserung der Gesamtsituation setzt die Verfügbarkeit zusätzlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter voraus. Bei einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Dienstleistungsnachfrage und im Bürgerservice Beschäftigter sollten jederzeit freie Termine verfügbar sein. Auch könnten dann kleine Außenstellen - wie die Außenstelle Fechenheim - geöffnet werden. Dem Bürgeramt wurden 15 befristet zu besetzende Stellen bewilligt. Die Personalgewinnung schreitet voran. Noch konnten nicht alle Stellen besetzt werden. Ähnlich angespannt ist die Lage auf den telefonischen Hotlines. Auch hier hat das Anrufvolumen zugenommen, so dass die Zeiten in der Warteschlange ungewöhnlich lang sind, die Online-Terminvereinbarung ist daher zu bevorzugen. Älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern und solchen, die aus anderen Gründen keine Möglichkeit zur Online-Terminvereinbarung haben, kann jedoch in der Regel nach dem telefonischen Erstkontakt un bürokratisch und sehr individuell geholfen werden. Dies führt zu vielen positiven Rückmeldungen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 17. Mai 2022OFOF 287/11Abwechselnde Öffnung des Bürgeramts Fechenheim und Bergen-Enkheim Erreichbarkeit der telefonischen Terminvereinbarung für das Bürgeramt herstellen Mehr Termine für Bürger im Frankfurter Osten bereitstellenOrtsbeiratsantrag · SPD
- 23. Mai 2022OMOM 2188Abwechselnde Öffnung des Bürgeramts Fechenheim und Bergen-Enkheim Erreichbarkeit der telefonischen Terminvereinbarung für das Bürgeramt herstellen Mehr Termine für Bürger im Frankfurter Osten bereitstellenDirektanregung
- 31. Oktober 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 24 WochenSTST 2537Abwechselnde Öffnung des Bürgeramts Fechenheim und Bergen-Enkheim Erreichbarkeit der telefonischen Terminvereinbarung für das Bürgeramt herstellen Mehr Termine für Bürger im Frankfurter Osten bereitstellenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab