Stadtteile stärken, Einrichtungen der Grundversorgung für die Bürger erhalten
Zusammenfassung
Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main bekräftigt den Dialog mit der Frankfurter Sparkasse 1822 bezüglich der Schließung von Filialen und betont die Notwendigkeit, die Grundversorgung in den Stadtteilen aufrechtzuerhalten. Zudem werden Maßnahmen zur Bekämpfung des Leerstands in der Stadt vorgestellt, um eine nachhaltige Nutzung von Gewerbeflächen zu fördern.
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E-Mail-Abo einrichtenStellungnahme des Magistrats
Der Magistrat nimmt wie folgt Stellung:
- Der Magistrat steht im stetigen Dialog mit der Frankfurter Sparkasse 1822 und hat auch im Rahmen der Anfrage des Ortsbeirates 07 im Zusammenhang mit der angekündigten Schließung der Sparkassen-Filiale in Hausen und Praunheim das Gespräch mit der Frankfurter Sparkasse 1822 gesucht. Die Frankfurter Sparkasse 1822 stellte im Austausch mit dem Magistrat dar, dass sich im Rahmen der Digitalisierung das Kundenverhalten verändert und sich die Kundenfrequenzen zugunsten der digitalen Angebote verschieben. Dieses veränderte Nutzerverhalten wurde durch die Corona-Krise weiter vorangetrieben, was auch parallel im stationären Einzelhandel zu beobachten ist. Die verminderten Kundenfrequenzen in den Filialen führen zur Schließung solcher Standorte, die wirtschaftlich nicht mehr tragfähig sind. Die Frankfurter Sparkasse reagiert auf die Änderung des Kundenverhaltens insbesondere mit einem Ausbau des digitalen Service- und Beratungsangebotes um ein Digitales Beratungs-Center und ein Digitales Geschäftskunden-Center mit einem Telefon-, Email- und Videochat-Angebot Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr. In der Stadt Frankfurt am Main gibt es darüber hinaus ein engmaschiges Netz an Geldautomaten sowie die Möglichkeit Geld in den Supermärkten vor Ort abzuheben. Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main steht weiterhin im Austausch mit der Frankfurter Sparkasse 1822 im Interesse der Aufrechterhaltung der infrastrukturellen Grundversorgung in den Stadtteilen. Der Magistrat bringt hierbei die Belange der betroffenen Personengruppen in den Stadtteilen ein, er hat jedoch keinen Einfluss auf die wirtschaftlichen Entscheidungen von Unternehmen und kann nicht in die Geschäftstätigkeit der Frankfurter Sparkasse 1822 eingreifen.
- Der Magistrat hat zahlreiche Projekte ins Leben gerufen, um gegen den Leerstand in der Stadt proaktiv gestaltend vorzugehen. So vermittelt RADAR Kreativräume für Frankfurt am Main verfügbare Gewerberäume im Stadtgebiet Frankfurt an Akteure der Kreativwirtschaft, organisiert projektbezogene Zwischennutzungen und begleitet Förderanträge für Umbaumaßnahmen. Zudem verfolgt die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH bereits seit vielen Jahren ein aktives Leerstandsmanagement. In dessen Rahmen erfolgt die laufende Erfassung leerstehender oder leerstehend erscheinender Ladengeschäfte sowie die anschließende Kontaktaufnahme zu den jeweiligen Immobilieneigentümern. Diesen wird die aktive Unterstützung der Wirtschaftsförderung bei der Nachvermietung der Liegenschaften angeboten. Darüber hinaus er- und bearbeitet die Wirtschaftsförderung z.Zt. weitere Maßnahmen zur Reaktivierung von vakanten Ladenflächen und zur Entwicklung eines attraktiven, durchmischten und nachhaltigen Nutzungsangebotes in der Innenstadt und den Stadtteilen. Über den klassischen Handel hinausgehende Angebote aus dem bspw. sozialen, kreativen, kulturellen, karikativen oder öffentlichen Bereich stellen dabei mögliche Optionen zur Nutzung und damit zur sinnvollen Ergänzung der bestehenden Infrastruktur eines Quartiers dar. Die Entscheidung für die weitere Nutzung der vakanten Liegenschaft und die Bereitschaft zu einer entsprechenden Kooperation obliegt jedoch letztendlich stets dem Immobilieneigentümer.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 23. August 2021OFOF 52/7Stadtteile stärken, Einrichtungen der Grundversorgung für die Bürger erhaltenOrtsbeiratsantrag · die_farbechten-LINKE.
- 7. September 2021VV 126Stadtteile stärken, Einrichtungen der Grundversorgung für die Bürger erhaltenAnfrage
- 13. Dezember 2021Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 16 WochenSTST 2219Stadtteile stärken, Einrichtungen der Grundversorgung für die Bürger erhaltenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab