Konzept für das Amt für Straßenbau und Erschließung
Zusammenfassung
Der Magistrat plant, die Arbeitgebermarke der Stadt Frankfurt am Main zu stärken, um Fachpersonal zu gewinnen und zu halten. Dazu werden Initiativausschreibungen und ein Duales Studium für Bauingenieurwesen angeboten. Ziel ist es, die Rekrutierung zu verbessern und die Anzahl der Studienplätze zu erhöhen.
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Thema Stadtplanung verfolgenStellungnahme des Magistrats
Der Magistrat ist generell bestrebt, die Arbeitgebermarke Stadt Frankfurt am Main zu stärken und weiterhin attraktiv zu gestalten, um Fachpersonal zu rekrutieren und langfristig zu halten. Um auf die aktuellen Trends im Bereich der Rekrutierung einzugehen, ist das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) dabei, eine ganzheitliche Betrachtung der Personalthemen vorzunehmen. Hierzu wird in einem ersten Schritt eine Initiativausschreibung veröffentlicht, die den Bewerber:innen jederzeit die Möglichkeit gibt, Interesse zu bekunden. Weiterhin bietet die Form der Werbung die Möglichkeit, die Reichweite zu verstärken um mehr potentielle Interessierte anzusprechen. Neben Fachzeitungen sollen auch dauerhaft präsente Veröffentlichungen auf den bekannten Jobportalen platziert werden.
Das ASE engagiert sich zudem stark durch Fachvorträge und der Teilnahme an Informationsveranstaltungen für Studienabsolvent:innen um ein frühzeitiges Hochschule-Recruiting. Darüber hinaus bietet das ASE seit 2020 in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg ein Duales Studium für Bauingenieurwesen (Tiefbau) an. Die Anzahl der Studienplätze - derzeit zwei pro Jahr - soll künftig ausgeweitet werden, um über diesen Weg neue Kolleg:innen zu finden. Diese Form der Rekrutierung ist jedoch nur eine mittelfristige Unterstützung die erst für das Studiengangjahr 2024 umsetzbar sein kann.
Im vergangenen Jahr wurde zudem gemeinsam mit anderen Kommunen unter dem Dach der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e.V. ein Imagefilm produziert, der das Berufsbild als BauingenieurIn oder VerkehrsingenieurIn in der kommunalen Bauverwaltung zeitgemäß präsentiert (Das Berufsbild als BauingenieurIn oder VerkehrsingenieurIn in der kommunalen Bauverwaltung - YouTube)
Generell ist das Berufsbild der Ingenieur:innen vom Fachkräftemangel stark betroffen. Das Amt für Straßenbau und Erschließung steht hier in einem harten Wettbewerb insbesondere mit privatwirtschaftlichen Unternehmen, der Deutschen Bahn, aber auch mit Bund (beispielsweise der Autobahn GmbH) und dem Land. Dabei sind die Regularien des Tarifvertrags für den Öffentlichen Dienst (TVöD) zur Eingruppierung von Studienabsolvent:innen gegenüber den Gehaltsangeboten von Arbeitgebern aus der Privatwirtschaft finanziell nicht attraktiv.
Die Vielzahl der Aufgaben des Amts für Straßenbau und Erschließung einerseits und die begrenzte Bearbeitungskapazität andererseits, erfordern eine ständige Priorisierung und Konzentration auf die Bearbeitung vordringlicher Aufgaben sowie eine zweckmäßige Aufbau- und Ablauforganisation.
Der Verband Kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) hat eine Arbeitgeberrichtlinie erlassen, nach der es grundsätzlich möglich ist, Fachkräften eine finanzielle Zulage zu gewähren. Die Gewährung der Zulage ist jedoch nur in begründeten Einzelfällen und nur bei neu eingestellten Fachkräften zulässig. Dies hätte zur Folge, dass die bereits beschäftigten Mitarbeitenden ein weit geringeres Entgelt ausgezahlt bekommen würden, als neu eingestellte. Weiterhin findet diese Richtlinie keine Anwendung bei Beamt:innen. Eine hohe Unzufriedenheit mit der Konsequenz von Kündigungen ist hierdurch sehr wahrscheinlich. Der Magistrat erachtet diese Möglichkeit für das Amt für Straßenbau und Erschließung als nicht zielführend und umsetzbar.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 28. Mai 2022OFOF 519/6Konzept StraßenbauamtOrtsbeiratsantrag · SPD
- 28. Juni 2022OAOA 209Konzept für das Amt für Straßenbau und ErschließungAnregung
- 9. Januar 2023Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 32 WochenSTST 1Konzept für das Amt für Straßenbau und ErschließungStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab