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Einrichtung eines Naturerfahrungsraums im Ortsbezirk 9

Vorlagentyp: STMagistrat
13 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Der Magistrat schlägt die Einrichtung eines Naturerfahrungsraums im Ortsbezirk 9 vor, um Bildung, Umweltpädagogik und soziale Begleitung zu verbinden. Ziel ist es, Schüler*innen durch praktische Erfahrungen in der Natur ein vertieftes Verständnis für Nachhaltigkeit und Selbstwirksamkeit zu vermitteln.

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Stellungnahme des Magistrats

In der Bildungsregion Mitte-Nord - mit den Stadtteilen Eschersheim, Ginnheim und Dornbusch - gibt es bestehende Beispiele einer gelungenen Verbindung von Bildung, sozialpädagogischer Begleitung und Umweltpädagogik. An einzelnen Schulstandorten wurden in Kooperation mit Vereinen Lernräume für Schüler*innen geschaffen, bei denen beispielsweise bestehende Schulgärten weiterentwickelt wurden.

Die Nutzung von Naturerfahrungsräumen ist an Schulstandorten des Ortsbezirks inzwischen häufig fester Bestandteil des pädagogischen Alltags. In Schulen mit Schulgärten findet Unterricht regelmäßig im Freien statt. Die Kinder übernehmen Verantwortung, arbeiten gemeinsam an konkreten Aufgaben und entwickeln dabei ein vertieftes Verständnis für Natur, Nachhaltigkeit und Selbstwirksamkeit.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Einrichtung von Naturerfahrungsräumen ein komplexes Vorhaben darstellt, das intensive interdisziplinäre Planungen sowie die Sicherstellung entsprechender personeller und finanzieller Ressourcen erfordert.

Des Weiteren bedarf es eines speziellen pädagogisch betreuten Betreibermodells, das eine öffentliche Nutzung einer solchen Fläche ermöglicht (Beispiel: Abenteuerspielplatz Coloradopark).

Zu

  1. Mögliche Partner wie Schulen, Kitas, Vereine und Träger Im Ortsbezirk 9 gibt es zahlreiche Schulen, Kitas, und Vereine, die von einem Naturerfahrungsraum partizipieren könnten. Vor allem die ganztägig arbeitenden Grundschulen könnten solche Erfahrungsräume in ihre Konzepte mit einbinden. Zu 2. prüfen, ob bestehende Einrichtungen wie Schülergärten oder Abenteuerspielplätze in ein solches Konzept einbezogen werden könnten Es gibt an einzelnen Schulstandorten Schulgärten. Beispiele hierfür wären die Anne-Frank-Schule, die Ludwig-Richter-Schule und die Heinrich-Seliger-Schule. Ob diese durch schulfremde Akteur*innen nutzbar sind, müsste mit den Schulen vor Ort geklärt werden. Zu
  2. Geeignete Flächen in Dornbusch, Eschersheim und Ginnheim zu identifizieren, die für einen Naturerfahrungsraum genutzt werden könnten Die drei Stadtteile des Ortsbezirks 9 bieten eigene Naturerfahrungsräume für Schüler*innen, die durch verschiedene Vereine und Initiativen bereits genutzt werden. In Ginnheim findet regelmäßig die Klimawerkstatt für Kinder statt, bei der ein Fokus auf den Jahreszeiten liegt, ebenso finden regelmäßig Grün Gürtel Exkursionen in den Niddapark statt. Ein Bienenlehrpfad, der ökologische Kreisläufe sichtbar macht, ist mittlerweile fester Bestandteil des Stadtteils. Im Stadtteil Dornbusch liegt der Sinaipark, der mit "Sinai-Wildnis" Naturbeobachtungen bietet. In Eschersheim gibt es den "Tortuga Garten", ein Gemeinschaftsgartenprojekt im Stadtteil, bei dem Insektenweiden und Pflanzung im Vordergrund von Umweltbildung stehen. Eine Verbindung der beiden Stadtteile Dornbusch und Ginnheim zeigt sich im stadtgestalterischen Großprojekt "Grünes Ypsilon", benannt nach der Ypsilon Form des Gebietes. Hier finden regelmäßig zum Beispiel Blühwiesen Mitmachaktionen statt, bei der Kinder bzw. Schulklassen teilnehmen. Die Prüfung neuer geeigneter Flächen für einen Naturerfahrungsraum müssten eng mit dem Grünflächenamt abgestimmt werden. Zu
  3. Ein Konzept für die Integration in die Ganztagsbetreuung zu entwickeln, das sich an den erfolgreichen Beispielen aus Stuttgart und Berlin orientiert Grundsätzlich ist die Struktur des Ganztages an Grundschulen/Grundstufen, basierend auf den Vorgaben und Rahmenkonzepten von Stadt und Land für eine Kooperation im Sinne der Anfrage geeignet. Beispielsweise könnten entsprechende Ganztagsangebote am Vormittag oder Nachmittag angeboten werden. Ebenfalls könnten solche Flächen auch im Rahmen der Ferienbetreuung genutzt werden. Die konkrete Umsetzung der Ganztagsbetreuung liegt in der Verantwortung der Schulstandorte mit ihren Ganztagsträger vor Ort und den umliegenden Horteinrichtungen. Informationen über die Konzepte aus Stuttgart und Berlin können den Trägern über die üblichen Informationskanäle zugänglich gemacht werden. Eine weitere Möglichkeit ist das Kooperationsbudget der Stadt für Schulen und Ihre Ganztagsträger, mit denen sie sich auch zu diesem Thema beraten lassen könnten.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 26. Juni 2025OMOM 7184Einrichtung eines Naturerfahrungsraums im Ortsbezirk 9Direktanregung
  2. 26. September 2025Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 13 Wochen
    STST 1684Einrichtung eines Naturerfahrungsraums im Ortsbezirk 9
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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