Green City Frankfurt - Sachstand und Perspektiven für den Ortsbezirk 9
Zusammenfassung
Die Stellungnahme des Magistrats informiert über den Stand und die Perspektiven des Green City Prozesses in Frankfurt am Main. Ziel ist es, nachhaltige Entwicklung zu fördern und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen. Der erste Nachhaltigkeitsbericht wurde erarbeitet, um Fortschritte in Bezug auf die 17 Nachhaltigkeitsziele zu dokumentieren.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenStellungnahme des Magistrats
Bereits im Jahr 2008 wurde die Koordinierungsstelle Lokale Agenda 21 im Umweltamt aufgelöst. Die Projektverantwortung lag schon vorher in den Händen der beteiligten Akteurinnen und Akteure. So zum Beispiel bei der Lokale-Agenda-21-Gruppe Ginnheim, die vom Nachbarschaftszentrum koordiniert wurde und die sich inzwischen aufgelöst hat. Ein Ergebnis des Lokale-Agenda-21-Prozesses der Stadt Frankfurt am Main ist der Agenda-Stadtplan für Nachhaltiges Leben. Der Agenda-Stadtplan erscheint als zentrale Info- und Austauschplattform seit 2004 im Print-Format und seit 2019 auch online. Er listet viele Adressen zum nachhaltigen Leben und Einkaufen in Frankfurt und der Region auf, unter anderem auch Luftpumpstationen und Stromtankstellen. Darüber hinaus widmet sich der redaktionelle Teil dem Thema Klimawandel und zeigt verschiedene Wege auf, die zur Anpassung an den Klimawandel eingeschlagen werden können. In der Online-Version des Agenda-Stadtplans kann direkt nach Angeboten in der eigenen Umgebung gesucht werden. Wechselnde aktuelle Themenbeiträge, Veranstaltungshinweise oder Tipps runden den Internetauftritt ab. Der Frankfurter Agenda Stadtplan ist ein Projekt des Umweltforums Rhein-Main e. V. in Zusammenarbeit mit der Agentur Seippel & Weihe sowie dem Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main. Die Broschüre ist beim Umweltamt, der Bürgerberatung, den Meldeämtern und den Mitgliedern des Umweltforums erhältlich. www.agenda-stadtplan.de Im Sinne der "Lokalen Agenda 21" führt das Umweltforum Rhein-Main e.V. (UFO RM e. V.), ein regionales Nachhaltigkeitsnetzwerk mit rund 170 Unternehmen und Institutionen, als Frankfurter Verein seit über 20 Jahren die Interessen von Kommunen, Unternehmen, Institutionen und Fachleuten in Frankfurt und der Region Rhein-Main zusammen. Seine Aufgabe ist es, Aktivitäten zu bündeln, Wissenstransfer zu ermöglichen und effektive Maßnahmen anzustoßen. Themenschwerpunkte sind unter anderem die Erzeugung und Vermarktung von Biolebensmitteln, nachhaltiges Bauen, Solarenergie, Lernpartnerschaften in Schulen, Nachhaltigkeit sportlich umsetzen, betrieblicher Umweltschutz oder umweltfreundliche Mobilität. Bei Unternehmensbesuchen werden nachhaltige Geschäftsmodelle, umgestellte Betriebsabläufe sowie innovative Ideen vorgestellt und besichtigt und ein Austausch vor Ort ermöglicht. Darüber hinaus werden Fachveranstaltungen für Mitglieder und Nichtmitglieder angeboten und via Newsletter und Homepage über aktuelle Themen informiert. Der Verein, der politisch unabhängig ist, bringt wichtige Themen in regionale Entscheidungs- und Entwicklungsprozesse ein. Die Stadt Frankfurt am Main ist Initiator und langjähriges Mitglied im Verein. www.umweltforum-rhein-main.de Mit dem Green-City-Prozess ist die Stadt in Bezug auf Nachhaltigkeit neue Wege gegangen. Der dezernatsübergreifende Green City-Prozess wurde 2014 angestoßen und fördert die nachhaltige Entwicklung der Stadt Frankfurt am Main. Auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Stadt werden gemeinsam Lösungen für Nachhaltigkeitsherausforderungen entwickelt und neue Ansätze erprobt. Der Green City-Prozess begleitet diese Entwicklung strategisch und kommunikativ. Bürgerbeteiligung und die Einbindung der Frankfurter Bevölkerung sind wichtige Bestandteile des Prozesses. Mit Bürgerdialogen - beispielsweise zu den Themen Plastikfrei oder Klimaanpassung -, Ausstellungen zu Nachhaltigkeitsthemen oder Kampagnen wie Stadtradeln bietet der Green City-Prozess Frankfurterinnen und Frankfurtern die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen und in den Austausch über die nachhaltige Entwicklung der Stadt Frankfurt zu treten. Der Prozess leistet einen Beitrag zu einer nachhaltigen, friedlichen und inklusiven Gesellschaft, die ihrer Bevölkerung Beteiligungsmöglichkeiten eröffnet. www.frankfurt-greencity.de Die Vereinten Nationen haben 2015 die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Die Stadt Frankfurt hat sich mit dem Vortrag des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung M 68 vom 09.04.2018 und dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung § 2738 vom 24.05.2018 der Agenda für Nachhaltige Entwicklung angeschlossen. Die Agenda 2030 stellt ein Zielsystem mit 17 Nachhaltigkeitszielen - den Sustainable Development Goals, SDGs - dar, das die nachhaltige Entwicklung weltweit vorantreiben soll. Die Verfolgung dieser Ziele in Frankfurt soll Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene fördern und gleichzeitig die Lebensqualität der Frankfurterinnen und Frankfurter erhöhen. In einem ersten Schritt hat der Magistrat im Rahmen des Green City-Prozesses den ersten Nachhaltigkeitsbericht für die Stadt Frankfurt am Main erarbeitet und am 4.12.2020 beschlossen. Der Bericht ist eine Bestandsaufnahme, der alle 17 SDGs in den Blick nimmt, und dabei einen Überblick über die Entwicklungen, Aktivitäten, Prozesse und Projekte zu den einzelnen Zielen gibt. Um eine zeitliche Entwicklung in Frankfurt abzubilden und eine Vergleichbarkeit mit anderen Städten zu gewährleisen, wurde für den Bericht ein Indikatorenset zusammengestellt, das sich an der Veröffentlichung "SDG-Indikatoren für Kommunen" orientiert. Mit dieser Publikation haben sich der Deutsche Städtetag, die Bertelsmann Stiftung und weitere Partner auf einen Indikatorenrahmen geeinigt, der die 17 SDGs abbildet. Der erste Frankfurter Nachhaltigkeitsbericht umfasst 61 Indikatoren, die den Fortschritt Frankfurts in Bezug auf die einzelnen SDGs quantitativ und qualitativ messbar machen. Der Nachhaltigkeitsbericht wird jetzt den Stadtverordneten zur Kenntnisnahme vorgelegt. Er könnte eine Grundlage für die Erarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie sein, die die wesentlichen Aspekte der nachhaltigen Entwicklung zusammenfasst, messbare Ziele festlegt, Prioritäten identifiziert und Maßnahmen zur Zielerreichung definiert. Zum Download: Nachhaltigkeitsbericht 2020 : Stadt Frankfurt am Main / Dezernat Umwelt und Gesundheit / Umweltamt (frankfurt-greencity.de)
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 31. August 2020OFOF 871/9Green City Frankfurt - Sachstand und Perspektiven für den Ortsbezirk 9Ortsbeiratsantrag · BFF
- 24. September 2020VV 1778Green City Frankfurt - Sachstand und Perspektiven für den Ortsbezirk 9Anfrage
- 11. Januar 2021Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 19 WochenSTST 15Green City Frankfurt - Sachstand und Perspektiven für den Ortsbezirk 9Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab